Die Tradition wird gepflegt

Am Ablauf des Fests wird nicht gerüttelt. Die Mitglieder des Vereins schätzen auch zwischen den Festen den engen Zusammenhalt in der Gemeinschaft.
  • In großer Runde fand im Oktober des vergangenen Jahres fand die Fahnenweihe auf dem Salvator mit Pfarrer Markus Schönfeld aus Mutlangen statt, der selbst Mitglied im Verein ist. Foto: AGV 68
  • Inzwischen hat der AGV 68 über 50 Mitglieder. Viele gemeinsame Unternehmungen stehen auf dem Programm. Foto: AGV 68

Schwäbisch Gmünd. Tradition und Moderne kommen beim Altersgenossenverein 1968 zusammen. Am Ablauf des 50er-Fests an diesem Wochenende wird deshalb nicht gerüttelt. Dafür gönnen sich die 1968er großzügige Reisen. Auch die Blaufahrt beschränkt sich nicht wie bei vielen Altersgenossenvereinen auf den Montag nach dem Fest. Die Mitglieder steigen schon am Sonntag in den Bus und kommen erst am Montagabend zurück.

An die Gründung erinnert sich die stellvertretende Vorsitzende Petra Braun noch ganz genau. „Es war der 1. Dezember 1997“, sagt sie. Damals trafen sich in der „Neuen Welt“ 20 Gleichaltrige, um den AGV 1968 aus der Taufe zu heben. Es blieb aber nicht lange bei der Mitgliederzahl. „Wir sind stetig gewachsen“, so Braun. Auch in den vergangenen Jahren und aktuell vor dem Fest sind „Neue“ dazugekommen. Heute zählt der AGV 1968 55 Mitglieder.

Viele außergewöhnliche Unternehmungen

Alle, die schon länger dabei sind, können von einem unterhaltsamen Programm berichten. „Unsere Reisen sind für einen Verein schon außergewöhnlich“, sagt sie. „Und immer sind viele aus dem Altersgenossenverein dabei.“ Wie 2009, als es für fünf Tage nach Mallorca ging. Oder 2013 nach Berlin. Dort erinnere man sich an ein tolles Programm, der Besuch der Landesvertretung war dabei, auch eine Fahrt im Trabi durch die Hauptstadt. Mit einem eintägigen Jahresausflug haben sich die 68er selten abgegeben. Mehrtägige Fahrten zielten unter anderem auf Köln, Bamberg, das Allgäu. Auch wurde schon an zwei Tagen über die Alb spaziert.

Die Zeit zwischen dem 40. und dem 50. Geburtstag verging mit vielen Aktivitäten wie im Flug. Mit dem Fahnenfest auf dem Salvator kündigte sich dann im Oktober vergangenen Jahres schon das 50er-Fest an. Pfarrer Markus Schönfeld aus Mutlangen, selbst Mitglied im AGV 1968, hat die damals Fahne gesegnet. „Die Gemeinschaft ist es, welche den besonderen Reiz der Jahrgangsvereine ausmacht“, sagt Vorsitzender Martin Hahn in seinem Grußwort zum Fest. Der AGV 1968 sehe sich der Tradition der Altersgenossenvereine verpflichtet, „daher ist die traditionelle Durchführung der Jahrgangsfeste ein ganz zentraler Punkt des Vereinslebens.“

Unsere
Reisen sind für einen Alters-
genossenverein
schon sehr
außergewöhnlich.“

Petra Braun, stellv. Vorsitzende

Gute Stimmung ist an dem Fest garantiert

Das eigentliche Fest beginnt schon am Donnerstag mit dem Begrüßungsabend und dem Besuch der Augustinuskirche. Am Samstag treffen sich die Altersgenossen auf dem Sebaldplatz und werden gegen 9 Uhr auf dem Marktplatz unterm Johannisturm erwartet. Dort wird natürlich der „Alois“ gesungen, ehe es dann zum Gottesdienst ins Heilig-Kreuz-Münster geht.

Der „große“ Festzug startet im Anschluss, erfahrungsgemäß säumen dann zwischen 11.30 und 12 Uhr noch viel mehr Besucher die Straßen der Innenstadt. Mit dabei die Kolpingkapelle, der Musikverein Wißgoldingen und natürlich das „Zügle“. Beim Umzug wie beim Festabend werden die Besucher an die Discozeiten erinnert. kust

© Gmünder Tagespost 13.06.2018 12:40
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