So werden Türen wieder richtig schön

Heimwerken Türen werden ständig benutzt, aber selten beachtet. Dafür stößt man mal dagegen, bleibt hängen oder sorgt auf sonstigen Wegen für viele kleine Schäden. Solche Gebrauchsspuren kann man selbst entfernen.
  • Foto: Kai Remmers/dpa-mag

Während man bei furnierten Türen nahezu nichts unternehmen kann, sind lackierte Türen aus Holzwerkstoffen problemlos aufzufrischen. Vor dem Anstrich müssen die Türen aber vorbereitet und Macken von der Oberfläche beseitigt werden. „Bei geringen Schäden reicht es, die betroffenen Stellen abzuschleifen und neu zu lackieren“, erklärt Michael Pommer, Trainer an der DIY Academy.

Sichere Arbeitsfläche schaffen

Wer das gesamte Türblatt aufarbeiten will, sollte die Tür aushängen und auf zwei Blöcke legen. Dann kann sie beim Bearbeiten nicht verrutschen, und man kommt überall gut heran.

Bei Vollholztüren hilft es, danach mit einem feuchten Tuch und einem nicht zu heißen Bügeleisen über die Oberfläche zu gehen. Durch die feuchte Wärme richten sich die Holzfasern auf. So können Schäden bis zu einem Millimeter Tiefe verschwinden. Für größere Löcher verwendet man Spachtelmasse.

Gleichmäßig arbeiten

Vor allem Türen, die später nicht lackiert, sondern lasiert werden sollen, müssen gleichmäßig und immer in Faserrichtung des Holzes abgeschliffen werden. Sonst scheinen Schäden und Unregelmäßigkeiten durch. Dazu benutzt man am besten ein nicht zu grobes Schleifpapier.

Erhalten Türen später eine Lackierung, fallen kleine Unregelmäßigkeiten nicht so sehr ins Gewicht. Nach dem Abschleifen sollte man die Tür mit Lauge von Fett, Ruß und anderen Verschmutzungen befreien. Danach haftet der Anstrich besser.

Neukauf manchmal sinnvoller

Pommer gibt zu bedenken: „Nicht alle Türen lassen sich streichen. Laminierte und folierte Türen sind zum Beispiel ungeeignet.“ Und nicht bei jeder Tür lohnt sich der Aufwand. „Bei einer preiswerten Pappwabentür ist ein Neukauf wirtschaftlicher“, erklärt er.

Weit verbreitet sind Pressspan, Röhrenspan- sowie Schallschutztüren. Diese kann man mehrmals aufarbeiten. Sogar furnierte Türen kann man anstreichen. „Sie verlieren damit allerdings ihren Charakter und sehen dann ganz anders aus als vorher“, sagt Leonhard Herbort, Vorsitzender der Gütegemeinschaft Innentüren aus Holz und Holzwerkstoffen in Berlin.

Zum Streichen eignen sich lösemittelfreie Lacke. Tipp: Farben auf Wasserbasis. Sie sind umweltverträglich, haben eine hohe Deckkraft, sind geruchsneutral und für fast alle Untergründe verwendbar.

Richtigen Pinsel benutzen

„Zum Auftragen benutzt man am besten spezielle Acrylpinsel mit synthetischen Borsten“, rät Siepelmeyer. Sie nehmen den Lack gut auf und ermöglichen einen glatten Verlauf. dpa

© Gmünder Tagespost 15.06.2018 17:30
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