Die Energiewende - Kann sie gelingen?

Angesichts steigender Energiepreise blicken in diesen Tagen viele Menschen mit Hoffnung auf die Energiewende. Aus ihrer Sicht handelt es sich um eine Möglichkeit, den knappen Ressourcen vergangener Tage den Rücken zu kehren und zu günstigen und ökologischen Alternativen zu finden. Doch kann dieser Prozess tatsächlich in den kommenden Jahren gelingen?

Das Bewusstsein ist vorhanden

Viele aktuelle Indizien sprechen dafür, dass es nicht am Bewusstsein für die Bedeutung sauberen Stroms mangelt. In der Tat werden in diesen Tagen immer mehr Menschen auf die große Rolle aufmerksam, die sie selbst als Verbraucher in diesem Prozess spielen. So entscheiden sich immer mehr Kunden großer Stromkonzerne für die Inanspruchnahme von Ökostrom. Damit steigt der Anteil der Energie, die tatsächlich über erneuerbare Energiequellen generiert wird. Statt Atomkraft und Kohlekraft treten so Wind und Sonne in den Vordergrund.

Gleichsam sind die Mehrkosten, die mit einem Wechsel verbunden sind, in der Regel gering. Dies liegt daran, dass die Verbraucher oftmals bereits bei der erstmaligen Auswahl eines Stromanbieters darauf verzichteten, das Verhältnis von Preis und Leistung genau zu vergleichen, wie dies zum Beispiel auf tarife.de möglich wäre. Dabei bedeutet dies eine Möglichkeit, das finanzielle Potenzial im ganzen Umfang zu nutzen und daraus einen erheblichen persönlichen Nutzen zu ziehen.

Dezentrale Erzeugung der Energie

In den kommenden Jahren soll die Rolle der dezentral erzeugten Energie weiter wachsen. Der Fokus wird damit weg von den klassischen großen Kraftwerken gelenkt, wie sie in den vergangenen Jahrzehnten von Bedeutung waren. Zum ersten Mal konnte bei der Solartechnik deutlich unter Beweis gestellt werden, wie eine solche Funktion aufgefächert werden kann. Dabei sind es die Endverbraucher, die mit ihrer Entscheidung für die Installation einer Solaranlage den Grundstein für die Energieerzeugung legen.

Ein solcher Vorgang trägt natürlich das Potenzial in sich, die Menge der erzeugten Energie zu vergrößern. Gleichsam sind damit wirtschaftliche Veränderungen verbunden, welche die Interessen und Positionen des einzelnen Verbrauchers stärken. Denn der Gewinn konzentriert sich nicht in den Händen weniger Konzerne, sondern kann von nun an der Mehrheit der Menschen zugute kommen. Darüber hinaus sorgen die vielen kleinen Kraftwerke, die ab einem solchen Moment verfügbar sind, für geringere Verluste bei der Distribution der Energie, die sich bekanntlich daran anschließen muss.

Neue Verbesserungen der Technik

Doch nicht nur auf die Rolle der Verbraucher ist zu hoffen, wenn man sich genauer mit dem Thema der Energiewende auseinandersetzt. Auf der anderen Seite stehen große Konzerne, die in den kommenden Jahren mit neuen Innovationen für eine Weiterentwicklung sorgen können. Bereits in den letzten Jahren war es die effizientere Gestaltung einzelner Wege zur regenerativen Gewinnung von Energie, die dabei eine Rolle spielte. So konnte aus den gleichen Ressourcen mehr Strom gewonnen werden. Experten gehen davon aus, dass sich diese so begrüßenswerte Entwicklung in den kommenden Jahren weiter fortsetzt.

Hinzu kommen neue Wege der Speicherung der erzeugten Energie. Die Bedeutung dieses Konzepts wird sehr schnell bei einem Blick auf die solare Gewinnung von Strom deutlich. Es liegt auf der Hand, dass dieses Modell allein bei Tageslicht zu ansehnlichen Gewinnen an Energie führen kann. Doch auch in der Nacht wird Strom benötigt, der bislang nicht gespeichert werden kann. In Zukunft soll es ohne erhebliche Energieverluste möglich sein, den Strom über Stunden zu speichern und erst dann einzusetzen. Damit ist eine neue Chance gefunden, um den wirtschaftlichen Nutzen der Solartechnik zu verbessern und womöglich eine größere Zielgruppe zu erreichen.

Es mangelt demnach nicht an Möglichkeiten, um neue und regenerative Wege zur Erzeugung von Energie an die Verbraucher zu bringen. Doch es ist eine Frage der Zeit, bis ein solches Konzept tatsächlich im gewünschten und ausreichenden Maße greifen kann.

Bild: Pixabay user:Boke9a

© Gmünder Tagespost 16.07.2018 10:00
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