Moderne Gemeinde mit ganz viel Charme

Ein reges Ehrenamt der Bewohner, die ländliche Umgebung und eine gut entwickelte Infrastruktur zeichnen Göggingen und seine Teilorte Horn und Mulfingen aus. Bürgermeister Walter Weber ist seit 26 Jahren im Amt.
  • Göggingen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Der Ort ist als Wohngemeinde sehr beliebt und weist immer wieder attraktive Baugebiete aus. Und er hat auch eine gute Infrastruktur zu bieten. Foto: jan
  • Bürgermeister Walter Weber hat das nächste Großprojekt im Blick: Der Kindergarten muss erweitert werden. Mehrere Architekten tüfteln an Lösungsvorschlägen. Foto: jan
  • Der Götzenbach-Stausee ist ein beliebtes Ausflugsziel auch für Besucher aus der weiteren Umgebung. Foto: jan
  • Horn ist der älteste Ortsteil auf Gögginger Gemarkung. Erstmals erwähnt wird er 1350. Das Schloss auf der Anhöhe (Mitte) prägt das Ortsbild. Foto: jan
  • Derzeit werden neues Bauland und ein Seniorenzentrum im „Krebenäcker“ am Ortseingang beim Kreisverkehr geschaffen. Foto: jan
  • Die evangelische Johanniskirche in der Gögginger Ortsdurchfahrt grüßt Passanten und den Durchgangsverkehr. Foto: jan

Göggingen. Als Tor zur idyllischen Frickenhofer Höhe empfängt Göggingen die Besucher, wenn man das Leintal verlässt und sich auf die Anhöhe begibt. Die Gemeinde hat eine stetige Entwicklung genommen und allerhand zu bieten.

Der Ort hat sich mit seinen 2.459 Einwohnern zu einer beliebten Wohngemeinde entwickelt, Bauplätze sind sehr begehrt. Hinzu gesellt sich eine gute Infrastruktur. Und es gibt eine Besonderheit: Bereits 1983 wurde ein interkommunales Gewerbegebiet zusammen mit Leinzell gegründet.

Kontinuität im Rathaus

Seit 26 Jahren sitzt Walter Weber auf dem Chefsessel im Rathaus und fühlt sich sehr wohl. „Ich bin gut angekommen“, blickt er zufrieden auf die Entwicklung des Ortes, zu dem auch die Teilorte Horn und Mulfingen gehören.

Rege Bautätigkeit gibt’s aktuell beim Kreisverkehr am Ortseingang. Dort wird momentan der Boden für ein weiteres Baugebiet und ein Seniorenzentrum geebnet. Umfangreiche Tiefbauarbeiten sind hierfür nötig. Diverse überregionale Leitungen müssen verlegt und zwei neue Regenüberlaufbecken angelegt werden. „Für das neue Baugebiet gibt es eine Vormerkliste“, berichtet Walter Weber. 13 neue Wohnplätze werden im Baugebiet „Krebenäcker“ entstehen. Das Seniorenzentrum soll einmal 15 betreute Wohnungen sowie 60 Pflegeplätze bieten. Im Frühsommer sollen die Erschließungsarbeiten soweit fertig gestellt sein, dass private Bauherrschaften loslegen können.

Für das neue Baugebiet gibt es eine größere Vormerkliste.

Walter Weber, Bürgermeister

Zudem ist Göggingen aktuell mit Leinzell im Gespräch bezüglich einer weiteren Verbesserung der Einkaufs-Infrastruktur: Ein REWE-Markt hat sein Interesse an einer Ansiedlung neben dem Kreisverkehr, gegenüber des neuen Seniorenzentrums und unterhalb der neuen Wohnbebauung, bekundet. Eine Bedarfsanalyse wird im November vorliegen.

Feuerwehr mit erweitertem Gerätehaus

Die Raumnot, die aktuell noch bei der Feuerwehr herrscht, wird auch bald der Vergangenheit angehören. Das Feuerwehrgerätehaus hat einen Anbau mit zwei Fahrzeugbuchten erhalten. Zudem gibt dieser Anbau die Möglichkeit, im Bestand umzustrukturieren. So wandert die Kommandozentrale ins Erdgeschoss, ebenso der Funkraum. Platz für die neue Sanitäranlagen und Fortsetzung Seite 21

Fortsetzung von Seite 20

einen eigenen Raum für die sehr rege Jugendfeuerwehr ist dann auch endlich gegeben. Insgesamt werden 950.000 Euro investiert. Dafür gibt’s rund 345.000 Euro aus dem Landeszuschusstopf Ausgleichstock sowie Feuerwehr-Fachförderung „ZFEU“. Knapp 50 aktive Kameraden und Kameradinnen sowie 15 bis 20 Jugendfeuerwehrler sind aktuell in Göggingen in der Feuerwehr engagiert.

Großes Engagement in den Vereinen

Walter Weber schildert zudem das rege Vereinsleben am Ort und in den Teilorten. Kleintierzüchter, Sportverein, Geslach Guggen, Tennisverein, Männergesangsverein, Burgstuhlhexa, Musikverein sowie auch der Turn- und Gesangsverein in Horn sind nur ein kleiner Ausschnitt der ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Infrastruktur hält und lockt junge Familien

Die angebotenen Bauplätze in der Vergangenheit lockten junge Familien an. Und sorgten aber vor allem dafür, dass der Gögginger Nachwuchs selbst am Ort bleiben konnte. Was bedeutet, dass auch die Kinderbetreuung mit ihren Angeboten stark nachgefragt ist. So stark, dass vor allem im Bereich der unter Dreijährigen und im Ganztagsbereich des Kindergartens Abenteuerland nachjustiert werden muss. Aktuell läuft eine Mehrfachbeauftragung mit Architekten, die Lösungen zu einem Neubau oder aber zur Erweiterung des Bestandsgebäudes darlegen sollen. 2019 ist die Planungsphase. „2020 soll dann möglichst gebaut werden“, kündigt Weber an. Derzeit besuchen 100 Kinder die Betreuungseinrichtung „Kindergarten Abenteuerland“.

Stetige Entwicklung ist für unsere Gemeinde sehr wichtig.

Walter Weber

Schnelles Internet kommt

Im kommenden Jahr wird der Geh- und Radweg vom Ortsausgang Mulfingen bis Horn ausgebaut. Hier kooperiert die Gemeinde mit dem Ostalbkreis, der an dieser Stelle auch sein „Backbone“ für das schnelle Internet einlegen wird. „Gemeinsam macht es Sinn“, verweist Weber auf Synergieeffekte. Die Kostenschätzung liegt bei 715.000 Euro.

Für den Teilort Horn sieht Walter Weber ein neues Baugebiet für Einheimische als sehr wichtig an. Aktuell stehen vier Plätze bereit. Wobei sich der Bürgermeister darüber freut, dass immer wieder private Baulücken veräußert und so einer Bebauung zugeführt werden können. Zudem wird der Unterdorfweg mit seiner Hanglage und inmitten der engen Bebauung 2019 generalsaniert.

Göggingen bleibt am Ball, damit die Infrastruktur auf dem neuesten Stand ist. Eine Politik, die Walter Weber seit nunmehr 26 Jahren im Rathaus verfolgt. „Eine stetige Entwicklung ist für unsere Gemeinde sehr wichtig, um nicht abgehängt zu werden“, betont er. Anja Jantschik

Zahlen und Fakten zu Göggingen

Göggingen hat mit seinen Teilorten Horn und Mulfingen rund 2.500 Einwohner, 100 Kinder besuchen den Kindergarten „Abenteuerland“.
Geschichte: Der Ortsteil Horn wurde 1350 erstmals erwähnt, 1450 gab es ein Hausgut „Gaggo“, eine Burg wurde über dem Götzenbachtal von einem „Herren von Geggingen“ erbaut.
1680 gab es eine verheerende Viehseuche. Nach deren Ende wurde ein Viehfeiertag gefeiert. Diese Tradition findet bis in die heutige Zeit ihre Fortsetzung. Immer am Donnerstag in der Luzienwoche (Dezember) wird er gefeiert.
Wirtschaft: Seit 1983 gibt es ein interkommunales Gewerbegebiet mit der Nachbargemeinde Leinzell. jan

Die evangelische Johanniskirche in der Gögginger Ortsdurchfahrt grüßt Passanten und den Durchgangsverkehr. Foto: jan

© Gmünder Tagespost 17.08.2018 13:57
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