Die blauen Wunder der Erde

Blau machen In den Ferien will man blauen Himmel und blaues Meer. Damit Sie nicht ins Blaue fahren müssen, gibt’s hier die schönsten Orte in Blau
  • Foto: Chad Ehlers dpa

Wer glaubt, er muss zum Blaumachen eine große Reise starten, sollte mal den Blausee im schweizerischen Kandertal (Berner Oberland) besuchen, der vor mehr als 15 000 Jahren durch einen Felssturz entstanden ist. Bei einer Fahrt mit dem Glasbodenboot lässt sich das türkisblaue Wasser am besten genießen. Falls der Wunsch nach einem längeren Aufenthalt aufkommt: einfach in eines der 17 Zimmer des Hotels am See einmieten.

Blaues Museum

Auch nicht so weit ist es nach Graz, wo vor 15 Jahren das Kunsthaus eröffnet wurde. Es gilt als architektonisches Wahrzeichen der Stadt und hat einen Spitznamen, der ins Schwarze trifft: „Friendly Alien“ (freundlicher Außerirdischer).

Beim Anblick der knallblauen Plexiglas-Haut mit den komischen Nasen auf dem Dach weiß man, warum.

Die blaue Lagune I

Die Blaue Lagune nahe der isländischen Hauptstadt Reykjavík ist quasi die größte natürliche Badewanne der Welt. Ein unterirdischer Vulkan hält die Temperatur des blauen Wassers konstant bei 37 bis 39 Grad. Selbst bei Flugreisenden ist die Lagune beliebt: Wer einen längeren Zwischenstopp auf Island hat, kann mit dem Shuttlebus (stündlich) schnell hinfahren.

Blaue Lagune II

Nicht ganz so viele Besucher hat die Blue Lagoon auf Jamaika. Sie liegt bei Port Antonio, im Osten der Insel, und ist bis zu 55 Meter tief. In der näheren Umgebung können Touristen auch durch die Blue Mountains wandern und die Kaffeeplantagen von Jamaican Blue besuchen. Zudem erhält man auf der Insel an jeder Ecke Rum, der auch ganz schön blau machen kann.

Schlumpfenhausen

Im andalusischen Júzcar sind alle Häuser blau. Und manchmal auch die Bewohner. Sie verkleiden sich gelegentlich als Schlümpfe, sogar eine Schlumpfhochzeit soll es schon gegeben haben. Eigentlich war es als vorübergehender Werbegag für einen Schlumpffilm gedacht, als Sony das Dorf mit 9000 Liter Farbe blau pinseln ließ. Die Einwohner haben im Anschluss aber darauf bestanden, alles so zu lassen. Sie wollen bis ans Ende ihrer Tage blaumachen.

Blaues Loch

Ausgerechnet im Roten Meer liegt das bekannteste Blue Hole. Es ist einer der gefährlichsten Tauchspots der Welt. Mehr als 100 Menschen haben dort vor der ägyptischen Küste bereits ihr Leben gelassen, als sie versuchten, durch diesen 55 Meter tiefen Schlund ins offene Meer zu tauchen. Ähnliche blaue Löcher existieren auch vor Gozo, Belize, Long Island und im südchinesischen Meer.

Blaues Haus

Frida Kahlo kam in der Casa Azul in Coyoacán in Mexiko auf die Welt. Zu Lebzeiten der weltberühmten Künstlerin war unter anderem der russische Revolutionär Leo Trotzki, Vater der Roten Armee, zu Gast im Blauen Haus. Heute ist es ein Museum, das vom bewegten Leben Frida Kahlos erzählt.

Blaue Küste

Es könnten viele schöne Dinge sein, die der Côte d’Azur ihren Namen beschert haben: der blaue Himmel, das blaue Wasser oder die nahen, blau leuchtenden Lavendelfelder.

Verantwortlich ist aber der eher unbekannte Dichter Stéphen Liégeard. Sein namensgebendes Buch „La Côte d’azur“ aus dem Jahre 1895 findet man fast nur noch bei gut sortierten Antiquitätenhändlern.

Blauer See I

Man kennt ihn eigentlich nur als Lago di Tenno. Weil der kleine See nördlich des Gardasees aber türkisfarbenes bis himmelblaues Wasser hat, nennen ihn die Einheimischen meist Lago Azurro. Das Fleckchen Wasser am Fuß des Monte Missone gilt als sauberster See Italiens. Mit dem Auto kommt man nicht hin, der Zugang ist aber Fußgängern über eine Steintreppe möglich.

Blauer See II

Auch Brasilien hat seinen Lago Azul, der bei Bonito im Südwesten des Landes zu finden ist. Die besten Fotos können Touristen in der Höhle des Sees machen, wo sich die Blautöne mit dem Einfall des Sonnenlichts ständig ändern. Nicht umsonst hat man Bonito so getauft. Übersetzt heißt das Städtchen „schön“. Und genauso ist auch die Region mit ihren zahlreichen Naturwundern.

Blaue Zone

Eine Reise nach Ikaria (Griechenland) oder nach Sardinien genügt wahrscheinlich nicht, um sein Leben zu verlängern. Die Bewohner der beiden Inseln gelten als die gesündesten Europas mit der höchsten Lebenserwartung. Das haben Wissenschaftler nachgewiesen und sie in die Liste der „Blauen Zonen“ aufgenommen, in denen Menschen überdurchschnittlich alt werden.

© Gmünder Tagespost 31.08.2018 11:52
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