Wertvolle Arbeit gegen die Isolation

18 soziale Dienste bietet der Elisabethenverein inzwischen für die Bewohner des Seniorenzentrums und die älteren und bedürftigen Menschen in Böbingen an. An diesem Donnerstag wird das Jubiläum im Seniorenzentrum gefeiert.
  • Gisela Titze, Wolfgang Werner, Fahrdienstleiter, und Dr. Peter Högele, Geschäftsführer (von li. nach re.), sind die treibenden Kräfte des Elisabethenvereins. Foto: staufer.press
  • Im Seniorenzentrum Böbingen sorgt der Elisabethenverein für Unterhaltung und Betreuung der Senioren. Er ist Schauplatz vieler Veranstaltungen. Foto: staufer.press
  • Fahrdienstleiter Wolfgang Werner am Steuer des Busses, mit dem die Böbingen Senioren transportiert werden. Foto: staufer.press

Böbingen. Der Elisabethenverein e.V. Böbingen/Rems feiert am kommenden Donnerstag das 20-jährige Bestehen seiner sozialen Dienste. Er bereichert das Leben der Senioren im Ort erheblich.

Der Zweck und die Aufgaben des Elisabethenvereins Böbingen spiegeln eindrucksvoll die jeweiligen sozialen und politischen Veränderungen wider. Standen bis in die 90er-Jahre die Trägerschaft des Kindergartens St. Maria und die ambulante Krankenpflege im Vordergrund, wurden daher, ausgerichtet am Bedarf, nach einer Änderung der Vereinssatzung 1996 kontinuierlich niederschwellige soziale Dienste aufgebaut.

Mit der Eröffnung des Seniorenzentrums Böbingen/Rems, eines der Pflegewohnhäuser im Modell Rosenstein, erhielten die Bürgerinnen und Bürger von Böbingen das attraktive Angebot einer wohnortnahen stationären Versorgung. Was lag nun näher, als die ambulanten sozialen Dienstleistungen Stück für Stück auszubauen.

Es war deshalb ein Meilenstein in der inzwischen 107-jährigen Vereinsgeschichte, dass am 28. juni 1998 die ambulanten Dienste „Organisierter Fahrdient Böbingen“, „Treff am Donnerstag“, „Gottesdienst und Andacht“ und „Besuchsdienst“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.

Wertvoller Dienst am Menschen

Die Zielsetzung dieser ersten ambulanten Angebote im Projekt „Integration statt Isolation“ waren einmal die Vermeidung der sozialen Isolation der Menschen, der Erhalt oder die Wiederherstellung der Mobilität vor allem der älteren Menschen und ein Angebot für die spirituelle Ausrichtung im Alltag.

Seit nunmehr 20 Jahren verrichten diese Dienste Tag für Tag, Woche für Woche ihren Dienst am Mitmenschen. Zur Betreuung der Menschen in und um Böbingen wurde inzwischen ein umfassendes ambulantes Versorgungsnetz aufgebaut. 18 Dienste mit den unterschiedlichsten Angeboten unter dem Motto „Was Generationen verbindet“ laden die Menschen in das Seniorenzentrum in Böbingen ein.

Am Donnerstag wird nun, dieser runde Geburtstag gefeiert. Das Sommerfest 2018 des Elisabethenverein Böbingen/Rems e.V., ausgerichtet wie in jedem Jahr vom Team des „Treff am Donnerstag“ unter der Leitung von Gisela Titze, bietet den würdigen Rahmen, die zahlreichen ehemaligen und aktiven Ehrenamtlichen dieser vier sozialen Dienste der ersten Stunde einzuladen und ihnen die Wertschätzung auszusprechen. „Wir, der Vorstand und der Ausschuss des Elisabethenvereins, danken den Ehrenamtlichen auch im Namen der zahlreichen Gäste der Veranstaltungen der letzten Jahre, für dieses vorbildliche Engagement“, betont Geschäftsführer Dr. Peter Högerle.

Fest mit Programm

Gefeiert wird im und um das Seniorenzentrum. Die Böbinger „Rentnerband“ spielt auf, der Tanzkreis der Katholischen Kirche führt Tänze vor, die Kinder des Kindergartens „Oberlin“ treten ebenso auf wie der Singkreis „Die fröhliche Runde“. pm

© Gmünder Tagespost 11.09.2018 17:54
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