Ein Leckerbissen nicht nur für Autofans

Am Samstag und Sonntag, 15. und 16. September, sind wieder 120 Autos am Start. Bei der unterhaltsamen Veranstaltung geht es nicht nur ums Tempo, sondern vor allem auch um den Spaß. Das Oldtimerfest lockt zudem mit kulinarischen Finessen.
  • Jede Menge Liebhaber-Fahrzeuge sind am kommenden Wochenende in Heubach zu bestaunen. Foto: kust

Heubach. Beim Internationalen Historic Bergrevival in Heubach kommt es nicht aufs Tempo an. An diesem Samstag und Sonntag, 15. und 16. September, sind mehr als 120 Oldtimer unterwegs von Heubach auf den „Stock“.

Die Veranstaltung soll an das erste – und einzige – Heubacher Bergrennen am 9. Mai 1965 erinnern. Damals sind im Lauf des Tages 287 Motorräder und Autos auf der Strecke, die alle möglichst schnell die 217 Meter Höhenunterschied bewältigen wollen.

Das „Internationale ADAC Historic Bergrevival Heubach“ ist kein Rennen, sondern eine Gleichmäßigkeitsprüfung. Wer über 80 km/h Durchschnittstempo fährt, fällt aus der Wertung. Dennoch geht es um Zehntelsekunden.

„Die Fahrer müssen in zwei Wertungsläufen möglichst exakt die Zeit ihres Vorlaufs erzielen“, sagt Organisator Gunther Holley. Der Vorjahressieger hat präzise gearbeitet: null Sekunden. „Und die zehn Besten lagen innerhalb einer einzigen Sekunde.“ Die meisten Fahrer gönnen sich für die zweieinhalb Kilometer lange Strecke und zweieinhalb Minuten.

Rennen ist weithin bekannt

Und die zehn Besten lagen letztes Jahr innerhalb einer einzigen Sekunde.

Gunther Holley

Das Heubacher Bergrevival ist inzwischen im Land bekannt. Gunther Holley: „Schon jetzt haben sich fast 120 Teilnehmer mit ihren Autos angemeldet.“ Damit kehren die alten Tage zurück: viele Fahrzeuge aus den 1960er und 1970er-Jahren sind zu sehen. Die klassischen Porsche 911 ebenso wie Renault Alpine oder NSU TT.

Gunther Holley ist längst Bergrevival-Profi. Unterstützung kommt wie immer vom MSC Abtsgmünd, der die Ausrichtung übernimmt. Von vielen der 100 nötigen Helfer hat er eine Zusage. Und, ganz wichtig, auch von seiner Frau Christiane Holley. Sie beginnt früh am Morgen, um mit Gleichgesinnten 200 Lunchpakete zu richten. „Vor allem für die Mitarbeiter auf der Strecke, die ja nicht weg können“, so Holley. Für Fahrer und Zuschauer gibt es Leckerbissen auf dem Brauerei-Areal. Am Samstagabend Flammkuchen und Kutteln, am Sonntag zusätzlich Weißwürste. Natürlich auch Kaffee und Kuchen.

Zuschauer haben viel zu sehen

Dort kann man die Autos zwischen Start und Ziel besonders gut bewundern: Einen guten Überblick hat man gleich auf Höhe „Jägerhaus“, dort wird gestartet. Zuschauerplatz zwei ist auf halber Strecke, zu erreichen über den Parkplatz am Beurener Bächle. Der dritte Zuschauerpunkt ist in der Spitzkehre vor dem „Stock“. Dorthin muss man aber von Lauterburg und Bartholomä aus fahren, die Strecke Heubach-„Stock“ ist gesperrt. kust

© Gmünder Tagespost 13.09.2018 21:57
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