Leserbeiträge

Was kostet ein Menschenleben?

  • Narrenwagen

am 24.10.2018 um 09:24 las ich https://www.schwaebische-post.de/comment.php?aid=1718449&cid=12902&mode=create (Narrenwagen-Fahrer vor Gericht) und schrieb danach:

Behalten - Vergessen? Merkblatt "Sichere Durchführung von Fastnachtsumzügen":

Vorwort: Dieses Merkblatt soll dazu dienen, die Veranstalter von Fastnachtsumzügen sowie die Teilnehmer daran rechtzeitig über die vorschriftsmäßige Gestaltung und Durchführung der Veranstaltungen zu informieren. Fastnachtsumzüge finden in der Regel im öffentlichen Verkehrsraum statt, auch wenn die Straßen polizeilich für den Fahrzeugverkehr gesperrt sind und nur Fußgänger und Umzugsteilnehmer sich im gesperrten Bereich bewegen dürfen.
Dieses Merkblatt ist lediglich eine Information über die rechtlichen Anforderungen, die bei Veranstaltungen mit Umzugsfahrzeugen berücksichtigt werden müssen. Die zuständigen Behörden müssen im Rahmen des Erlaubnisverfahrens darauf achten, daß die Sicherheit von Zuschauern und Umzugsteilnehmern gewährleistet ist. Die Polizei ist gehalten, den Umzugsbereich abzusichern, sowie die Sicherheit und Ordnung während des Umzuges zu gewährleisten.
Dazu gehört u.a. auch die Abnahme und Überprüfung von Umzugsfahrzeugen.
Weder die Behörden noch die Polizei wollen durch kleinliche Handhabung die Fastnachtsumzüge unnötig reglementieren. Die Forderung nach Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen ist auch keine Schikane. Sie dient dazu, Gefahren und Unfälle zu verhüten. Es sei darauf hingewiesen, daß tödliche Unfälle nicht außerhalb der Erfahrung liegen."

Schon 1975/1976 sind Merkblätter dieses Inhalts Grundlage der sog. "Vorbereitenden Maßnahmen" aller Beteiligten, landesweit, nicht nur in Freiburg und Lörrach. Das Schikaneverbot ist auch für den Polizeivollzugsdienst Kernwissen und nicht geeignet, notwendige/erforderliche Maßnahmen zu unterlassen!

Heute lesen wir in "dürren" Zeilen ( https://www.schwaebische-post.de/suedwest/fasnet-unfall-prozess-um-sturz-eingestellt/1719250/ ) : Fasnet-Unfall Prozess um Sturz eingestellt !

"Der Prozess um einen tödlichen Unfall bei einem Fasnetsunfall in Geislingen-Binsdorf (Zollernalbkreis) ist gegen die Zahlung von Geldauflagen eingestellt worden. Darauf einigten sich die Richterin und die Verteidiger der Angeklagten im Amtsgericht Hechingen. Bei dem Unfall war eine 32-jährige Frau 2016 vom Umzugswagen einer Grosselfinger Zunft gestürzt und hatte tödliche Verletzungen erlitten. Angeklagt waren der Fahrer des Wagens sowie der Halter" ...

© Frieder Kohler 26.10.2018 10:23
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