Hier schreibt der Bürger-, Kultur- und Förderverein OSTstadt

25. 12. 2018, Ratten am Kinderspielplatz beim NORMA in der Oststadt

Zu Weihnachten „blüht“ das Müllparadies!

Bei mehreren Spaziergängen mit verschiedenen Weihnachtsgästen in der Oststadt, Verwandten und Freunden, gab es in den letzten Tagen immer wieder erstaunlich gleichlautende Kommentare beim Durchqueren des Quartiers. Der Tenor der Aussagen ähnelte sich sich durch die Bank und lautete etwa: „Das ist hier aber ziemlich schmutzig“. „Wieso liegt so viel Müll und Abfall auf der Straße und den Bürgersteigen?“ „“Tut denn niemand etwas dagegen?“ „Habt ihr hier keine ordentliche Müllabfuhr und Straßenreinigung?“ Die vielen Fragen, auf die zu antworten schwerfällt und die das eigene Viertel aus fremder Sicht in ein neues objektivierendes Licht rücken, taten weh, um so mehr als sie berechtigt erscheinen und sind.
Noch schlimmer aber wirkte gut gemeinter Trost der Freunde oder Verwandten erst recht nach dem Hinweis darauf, dass in der Oststadt das Stadtteilforum und seine gewählten Vertreter seit etlichen Jahren – und regelmäßig zweimal im Jahr, nämlich im Frühjahr und Herbst – immer wieder deutlich bis vehement auf den wachsenden Schmutz, die rücksichtlose Vermüllung und Verunreinigung und die fehlende Reaktion seitens der Stadtverwaltung hinweisen. „Das sollten die Vertreter der Stadtverwaltung doch interessieren, Ordnung und Sauberkeit durch und für die Bürger zu gewährleisten, in anderen Städten geht das doch auch“ war dabei noch der freundlichste Hinweis.
Der Stachel blieb, wirkte weiter und brachte mich letztlich dazu, am 25.12.2018, am Weihnachtstag selbst also, einen Müllspaziergang durch ‘meine‘ Oststadt zu unternehmen, mit der Route Bismarckstraße, Universitätspark, Norma und zurück über die nördliche Buchstraße. Allein und unbeeinflusst den Stand der Dinge in Sachen Müll auf dieser Strecke festzuhalten war das Ziel. Die Ergebnisse waren unerfreulicher als erwartet.
Auf der ganzen Strecke liegen - überall verstreut - Papierfetzen, Kippen, Plastik, Cellophan, Flaschen aus Plastik und Glas, von Wasser aufgeweichtes Papier in größeren Flecken, Dosen, Müll und undefinierbarer Dreck rum, auf der Straße, auf den Wegen und Bürgersteigen, aber auch auf bepflanzten Stellen und der in der wohlgefüllten Gosse der Häuser an der Buchstraße, die sich einen Sch… darum kehren, ihr Grundstück sauber zu halten. Von schwäbischer Kehrwoche keine Spur, von Gleichgültigkeit und Unrat jede Menge.
Einen Tag nach der letzten Müllabfuhr am 24.12. 2018 lagen bereits allenthalben zum Verzehr durch Krähen und Ratten geeignete, und oft offene Biobeutel rum. Fremdschämen erschien mir die einzige Möglichkeit diese Sachlage überhaupt zu verarbeiten.
Weitgehend bedient kam ich zum Müllcontainerstandort an der NORMA. Und dort überraschte mich die größte Ansammlung an Dreck und Schmutz und Müll verschiedenster Herkunft. Beim Herantreten an die Müllberge, die hinterlassen worden waren, huschten im Gebüsch am Kinderspielplatz mehrere Ratten flüchtend unter der Hecke durch quer über den Spiel- und Sportplatz. Weihnachten hatte ich mir anders vorgestellt. TS

© Bürger-, Kultur- und Förderverein OSTstadt 25.12.2018 19:58
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