Leserbeiträge

Wie oft der Gmünder Tunnel tatsächlich gesperrt ist ( P-GT vom 03.01.2019 )

Mit einem großflächigen Artikel wird uns Bürgern 'erklärt', dass an der gefühlten Wahrnehmung, dass der Tunnel doch reichlich oft gesperrt ist, eigentlich nichts dran sei. Dazu werden die Sperrzeiten ganz geschickt in Einzelereignisse aufgeteilt und damit zerkleinert, andere werden erst garnicht zeitlich erfasst, am Ende bleibt dann nichts Handgreifliches mehr übrig.

Es bleibt offen, wie viele Stunden bei 8760 Jahresstunden der Tunnel nun tatsächlich nicht befahrbar war und der Verkehr sich durch die Stadt bemühen musste, es bleibt offen, wie denn andere Tunnel in der weiteren Umgebung bei den Sperrzeiten vergleichsweise abschneiden.

Offen bleibt auch, warum man nicht 'geplante' Sperrzeiten zusammenlegen konnte, der Auslauf der Gewährleistungsfrist kam doch hoffentlich nicht überraschend.

Offen ist auch noch meine hier mehrfach gestellte Frage nach den Kosten für die angeblich unkaputtbare LED-Beleuchtung. Dazu eine neue Frage, nämlich, was denn von den kaputten Leuchten wiederverwertet, was direkt in den Elektroschrott geht.

Ein Gedanke ist mir noch gekommen: Als seinerzeit die Frage 'Baldungkreisel oder Baldungkreuzung' diskutiert wurde, ist mir das Argument pro vollbeampelter Kreuzung wegen 'besserer Verkehrsregelung' bei Tunnelsperrung erinnerlich geblieben. Wussten oder ahnten die Befürworter der Beampelung schon von den ( gefühlt: häufigen ) Sperrzeiten?

Und warum wurde der 'Pseudopass' am Baldungkreisel in Richtung Remsstraße so verkehrsbehindernd angelegt, warum wurden die beiden 'Pseudopässe' in und aus Richtung Mutlangen so verkehrsbehindernd angelegt? Damit wird besonders bei Tunnelsperrungen geradezu der Stau provoziert.

Bei der Gelegenheit:

Seit wann ist denn die Remsstraße noch die 'B29'?

© In my humble opinion 04.01.2019 18:41
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Kommentare

Harald Seiz

An diese Art von Verlautbarungsjournalismus müssen wir uns gewöhnen. Wenn Lokalredaktionen wegen sinkenden Auflagen personell immer mehr ausgedünnt werden, bleibt selbst für einfache Recherchen kaum noch Zeit. Also bittet man Pressesprecher von Kommunen, Amtsleiter und dergleichen um Stellungnahmen und druckt das halt so ab. Manchmal werden vorher noch Meinungen von Betroffenen oder Sachkundigen per Telefon oder Email eingeholt. Aber das ist schon mehr, als wir es heutzutage gewohnt sind. Wenn Redaktionen dann auch noch Rücksicht auf Befindlichkeiten von Verlegern und Herausgebern oder die Interessen großer Anzeigenkunden, Verbände und Parteien nehmen müssen und anfangen sich selbst zu zensieren, wird Zeitung schnell langweilig. Wer sich für die Folgen interessiert, geht zurück zum Anfang des Kommentars und liest da weiter.