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Die Syngenta - Tomate terrorisiert die Bevölkerung nicht mehr

Das Patent auf die Tomatensorte Syngenta wurde vom Europäischen Patentamt widerrufen. Über 65.000 Menschen aus ganz Europa hatten 2017 Einspruch gegen ein Tomaten-Patent für den Agrarkonzern Syngenta eingelegt. Syngenta beanspruchte die Tomate als Erfindung – dabei war sie nur das Ergebnis ganz normaler Züchtung. Patente auf Obst, Gemüse, Getreide oder Tiere geben Konzernen wie Syngenta oder Bayer/Monsanto die Macht darüber, was auf den Feldern angebaut wird, was wir essen und wieviel wir dafür bezahlen. Das bedroht die Sortenvielfalt. Und es macht Bauern und Bäuerinnen auf der ganzen Welt abhängig von den Agrarkonzernen. Bürger können sogar gegen große und mächtige Konzerne wie Syngenta gewinnen. Und das, obwohl die Agrargiganten unzählige Lobbyisten und findige Patentrechtsanwälte bezahlen. So leicht geben sich die Agrarkonzerne jedoch sicherlich nicht geschlagen. Dazu ist die Monopolisierung von Saatgut, Pflanzen und Tieren viel zu lukrativ.

© derleguan 11.02.2019 21:07
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Kommentare

Saitenschuft

Die Syngenta-Affäre ist doch nur eine kleine Spitze eines immensen Eisberges und der Erfolg dagegen geradezu lächerlich, wenn man bedenkt was durch die Freihandels-Abkommen wie JEFTA etc. alles auf uns zukommt!

Klagemöglichkeiten bei außerordentlichen Gerichten für Großkonzerne (mit außerordentlich meine ich außerhalb der staatlichen Ordnung!) bei dem man Staaten auf bodenlose Beträge verklagen kann, wenn die Konzerne Ihre fiesen Geschäfte behindert sehen, z. B. bei Umweltverstoßem, bei Verstößen gegen Gesundheitsgesetze, gegen den Naturschutz.

Das Mahl für die Raubtiere ist angerichtet und wir sind das Futter. Danke an unsere Politiker! Von mir bekommen keine etablierten Parteien eine Stimme!