Positiv in die Zukunft

Mit seinem Team hat sich die Firma Bopp auf den Strukturwandel eingestellt und bietet ein breit gefächertes Angebot für alle Kunden.
  • Die Werkstattmeister Steffen Rieck und Bernhard Winkler. Michael Scharfenecker schließt im Juli 2019 die Meisterschule ab (v.l.). Foto: ub
  • Maximilian Ortmann, Jakob Widmann und Tom Röhrle (von links) sind die neuen Azubis bei Bopp in Böbingen.Foto: Bopp

Böbingen. Im Interview erläutert Helmut Scharfenecker, Inhaber der Firma Bopp in Böbingen, wie er die Zukunft seiner Firma sieht und mit welchen Möglichkeiten er und sein Team den Service für seine Kunden stets verbessert, um weiterhin seinen Marktanteil zu behaupten.

Herr Scharfenecker, wie läuft das Geschäft? Wie sehen Sie die Landwirtschaft im Allgemeinen?

Helmut Scharfenecker: Wir haben uns schon seit einigen Jahren auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft eingestellt und bieten mit unserem Vertriebs- und Produktprogramm sowohl Landwirten und Lohnunternehmern als auch Kommunen, Forstwirten und Privatleuten ein vielseitiges Produktprogramm in unserem Schauraum. Sicher ist auch in unserer Region der Strukturwandel zu spüren. Der Anteil der Nebenerwerbslandwirte sinkt, Betriebe werden größer, aber die Anzahl verringert sich. Aber im Großen und Ganzen zahlt sich aus, dass wir uns immer angepasst haben und sehr eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten. Anders lässt sich beispielsweise der konstant hohe Marktanteil bei Traktoren in den letzten Jahren nicht erklären.

Wie hoch ist er denn?

Wir haben im letzten Jahr in der Region Ostalbkreis sowie Teilen vom Rems-Murr-Kreis und Schwäbisch Hall mit Deutz-Fahr wieder einen Marktanteil von 50 Prozent bei Traktoren über 50 PS erreicht. Zum einen, weil wir mit DF einen Hersteller an unserer Seite haben, der in Bayern in einem neuen Werk produziert. Zum anderen, weil bei uns der Service groß geschrieben wird mit drei Kundendienstwagen, Erntenotdienst und weiteres. Beides zusammen honorieren unsere Kunden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist sicherlich auch, dass DF sich auf Traktoren und MD spezialisiert hat. Das heißt, wir als Händler können dem Landwirt die für ihn passenden Anbaugeräte anbieten und müssen nicht verkaufen was der Hersteller vorgibt, wie es bei anderen Marken der Fall ist. Diese Freiheit wissen wir und unsere Kunden sehr zu schätzen.

Wie beurteilen Sie Ihre Zukunftsaussichten?

Nun, auch ich habe keine Glaskugel, aber wir sind sehr zuversichtlich. Wir sind als Familienbetrieb mit 20 Mitarbeitern für die Zukunft bestens aufgestellt. Unsere Lieferanten, bei denen wir im Übrigen überall als A-Händler gelistet sind – allesamt ebenfalls Familienunternehmen – sind ebenso langfristig und nachhaltig aufgestellt. Insofern mache ich mir keine Sorgen. Weder um meine Kunden noch um unser Unternehmen. Wir haben unsere Kunden stets im Blick. Wir bieten zuverlässigen Service und kompetente, ehrliche Beratung zu marktgerechten Preisen. Letztendlich wissen unsere Kunden genau diese Einstellung zu schätzen. ub

© Gmünder Tagespost 14.03.2019 20:32
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