Richtige Haltung und Sport

Die Funktionstüchtigkeit der Muskulatur und insbesondere der etwa 150 wirbelsäulennahen Muskeln entscheiden über das Auftreten von Rückenschmerzen.
  • Rückenschmerzen? Nein, danke! Mit regelmäßiger Bewegung lassen sich Beschwerden effektiv bekämpfen. Foto: djd/Trommsdorff/iStock/Todor Tsvetkov

Der Tag der Rückengesundheit wurde im Jahr 2002 durch das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz eingeführt. Der Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR e. V.) hat mittlerweile die Schirmherrschaft übernommen und veranstaltet jeden 15. März deutschlandweit Veranstaltungen. Mit dem Aktionstag wird zur aktiven Prävention von Rückenbeschwerden aufgerufen. In Kooperation mit der AGR und den KddR Verbänden findet zudem eine zentrale Veranstaltung, der „Expertenworkshop“, statt. Hier werden wichtige Grundsätze für die deutschen Rückenschulen verabschiedet und veröffentlicht, wie beispielsweise die Dortmunder Deklaration von 2009.      Jeder Tag der Rückengesundheit steht unter einem bestimmten Motto wie beispielsweise „Haltung bewahren“ oder „Der Rücken beginnt im Kopf“. 2018 motivierte mit „Rückenfit an der frischen Luft“ zur gesunden Bewegung „outdoor“.

Zusammenhang zwischen Muskeln und Rückenschmerzen

Neben den Knochen, Gelenken und Nerven gehören die Muskeln zu den wichtigsten Bestandteilen des menschlichen Bewegungssystems. Ihre Fasern haben eine außergewöhnliche Fähigkeit, sie können sich verkürzen. Mit Hilfe von Sehnen und Bändern verbinden sie sich mit den Knochen bzw. den Gelenken zu funktionellen Einheiten. Diese Symbiose ist die Grundlage für jede Köperhaltung und jede Körperbewegung. Das gute Zusammenspiel von Muskeln und Gelenken entscheidet über die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des menschlichen Bewegungssystems.
     Neben der Bewegungsfunktion haben die Muskeln weitere positive Einflüsse auf die Knochengesundheit, den Gesamtstoffwechsel und die Gehirnfunktion. Fazit: Ein guter muskulärer Status fördert die körperliche und psychische Gesundheit des Menschen.

Tatsächlich verringern gut ausgebildete Bauch- und Rückenmuskeln die Gefahr des Auftretens von Rückenschmerzen und sie führen auch zur Linderung bereits vorhandener Beschwerden. Bauch- und Rückenmuskeln dürfen daher nicht isoliert betrachtet werden, sondern sie bilden mit anderen Skelettmuskeln die so genannten Muskelketten.
     Seit einiger Zeit rückt zudem die Bedeutung der Bindegewebsstrukturen (Faszien) für die Muskelfunktion und die Entstehung von Rückenschmerzen gezielter ins allgemeine Interesse.

Was die Muskeln schwächt

Das Wichtigste, was Muskeln benötigen, ist Bewegung. Wenn sie nicht regelmäßig Kraft entwickeln dürfen, dann verlieren sie diese Funktion. Die Eiweiße in der Muskulatur werden abgebaut, Muskelschwund und Muskelverspannungen sind die Folge. Demzufolge sind Bewegungsmangel und Bewegungsmonotonie die größten Feinde der Muskulatur.      Auch lang andauernde Fehlhaltungen durch schlechte ergonomische Verhältnisse am Arbeitsplatz oder in der Freizeit, ebenso aber auch beim Liegen auf schlechten Matratzen wirken sich negativ auf die Muskulatur aus.

Was die Muskeln stärkt

Diese für die Muskeln notwendige Bewegung kann durch körperliche Aktivität beim Gehen, Radfahren, aber auch durch das gezielte Muskeltraining in Sport, Therapie oder Rehabilitation gefördert werden.

Aufrecht-dynamische Körperhaltungen beim Sitzen und Stehen sowie rückenfreundliche Bewegungsmuster beim Bücken, Heben und Tragen sind grundsätzlich positiv für die Muskulatur. Wichtig für eine langfristig funktionstüchtige Muskulatur sind zudem eine vollwertige, ausgewogene Ernährung und psychische Balance. So ist beispielsweise Dauerstress eine Hauptursache für Nacken- und Rückenverspannungen. Hier helfen speziell vom Orthopäden entwickelte hochwertige Produkte, die an die optimale Versorgung anknüpfen. djd

© Gmünder Tagespost 14.03.2019 20:46
253 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.