Geselligkeit bei Speis und Trank geboten

Wer sich mit seinen Freunden in gemütlicher Runde treffen möchte, kehrt gerne in einen „Besen“ ein. Regionale Weine werden dort zu deftigen heimischen Speisen kredenzt. Gerade jetzt locken die Winzer mit ihren Erzeugnissen und Spargel hält wieder Einzug auf der Karte.
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Der Frühling lockt mit angenehmen Temperaturen und macht Lust auf Ausflüge in die Umgebung. Wie wäre es mit dem Besuch einer Besenwirtschaft? Ein leckerer Wurstsalat oder Maultaschen mit Kartoffelsalat schmecken mit einem guten Viertele direkt vom Winzer gleich noch besser.

Regionale Gerichte, wie Winzerteller mit Wurst oder Käse oder eine deftige Schlachtplatte, munden besonders gut in gemütlicher Runde mit der Familie oder mit Freunden. Ein Ausflug mit anschließender Einkehr in eine Besenwirtschaft bietet sich dafür bestens an.

Saisonal geöffnet

Eine Besenwirtschaft ist ein von Winzern und Weinbauern saisonal geöffneter Gaststättenbetrieb, in dem diese zu bestimmten Zeiten ihren selbst erzeugten Wein direkt vermarkten. Die Gerichte, die angeboten werden, sind in der Regel einfach und typisch für die Region. So finden sich in Baden-Württemberg gerne Klassiker wie Maultaschen mit Kartoffelsalat auf der Karte. Aber auch Schnitzel und der beliebte Spargel in vielen Variationen kommen gerne auf den Tisch. Jetzt im Frühling sowie vor der Weinlese haben Besenwirtschaften geöffnet. Die Räumlichkeiten weisen unterschiedlichen Charakter auf, neben gaststättenähnlich eingerichteten Besen findet sich auch die Scheune, die mit einfachen Sitzbänken provisorisch umgebaut wurde.

In früheren Jahrzehnten sollen die Winzer auch schon mal ihre Wohnung oder den Viehstall ausgeräumt haben. Die Gründe dafür sind leicht nachzuvollziehen: So muss der Ausschank am Ort der Erzeugung erfolgen, auch ein Anmieten von Räumlichkeiten zum Ausschank ist unzulässig. Denn fast überall gelten Besenwirtschaften nicht als erlaubnispflichtige Gaststättenbetriebe, das heißt sie bedürfen keiner Gaststättenkonzession. Verschiedene Regeln sind jedoch zu beachten. Der Ausschank darf höchstens an vier Monaten im Jahr erfolgen, die Zeit kann aber in zwei Zeiträume geteilt werden. Auch dürfen maximal 40 Sitzplätze zur Verfügung stehen. Wie viele Leute sich später tatsächlich auf den Bänken drängeln oder ihren Wein im Stehen trinken, ist allerdings nicht geregelt. Ute Betz

© Gmünder Tagespost 15.03.2019 19:54
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