Die ersten Schritte zum erfolgreichen Forex-Trading

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Forex ist die Abkürzung von Foreign Exchange. Gemeint ist der Devisenmarkt, also der Handel mit Fremdwährungen. Gewinne werden erwirtschaftet, wenn eine Währung im Vergleich zu einer anderen Währung an Wert gewinnt oder verliert. Das ist immer der Fall, unabhängig von der Konjunktur und der Entwicklung am Aktienmarkt. Forex ist der umsatzstärkste Finanzmarkt der Welt, das tägliche Handelsvolumen liegt bei über 5 Billionen Dollar. Der Handel mit Fremdwährungen findet von Montag bis Freitag rund um die Uhr statt. In Europa beginnt die Handelswoche am Sonntag um 22.00 Uhr und endet am Freitag um 22.00 Uhr. Jeder kann mit dem Forex Trading beginnen und erfolgreich sein. Was muss man wissen und berücksichtigen?

Das Prinzip hinter dem Forex-Trading

Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar erreichte im vergangen Jahr seinen höchsten Stand am 16. Februar. Der EUR/USD-Höchstkurs erreichte 1,2555. Bis Jahresende verlor der Euro an Wert, der Schusskurs am 31. Dezember war 1,1465. Wenn jemand am 16. Februar einen Dollar auf einen fallenden Euro-Kurs gesetzt hätte, dann hätte er bis zum Ende des Jahres einen Gewinn von 10,85 Dollar-Cent gemacht. Das klingt nur auf den ersten Blick nach e inem kleinen Gewinn. Die kleinsten Pakete beim Forex-Trading sind sogenannte Mikro-Positionen im Wert von 1.000 Dollar bzw. der 1.000 Einheiten der Basiswährung. Mit einer einzigen 1.000-Dollar-Position hätte man einen Gewinn von 108,8 Dollar gemacht. Beim Forex-Trading verfügt man über einen Hebel und nur ein Teil des eingesetzten Kapitals muss am Handelskonto verfügbar sein. Das erhöht das Risiko, hätte aber in diesem Beispiel zur Folge, dass man eine Investition von 100 Euro mit einem Trade im Jahr 2018 verdoppelt hätte.

Handelskonto bei einem Brooker

Der erste Schritt beim Forex-Trading ist die Einrichtung eines Handelskontos. Bei den meisten Brokern kann man online innerhalb von Minuten ein kostenloses Konto eröffnen. Konditionen und Gebühren sind sehr unterschiedlich. Zunächst sollte man wissen, wieviel man investieren möchte, denn es gibt Broker mit und ohne Mindestbetrag für die Kontoeröffnung. Wenn ein Mindestbetrag gefordert wird, liegt dieser typischerweise bei 100 USD, die Bandbreite reicht von 5 bis 5.000 USD. Eine wichtige Kennzahl ist der Finanzhebel. Ein Hebel von 1:100 bedeutet, dass man ein Hundertstel des eingesetzten Betrages am Konto verfügbar haben muss. Es gibt Broker mit Hebeln von 1:500. In der EU ansässige Broker dürfen maximal einen Hebel von 1:30 anbieten. Broker unterscheiden sich in den Spreads, das ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkauf-Kurs. Je kleiner der Spread ist, umso besser für den Anleger, denn durch Spreads entsteht ein überwiegender Teil der Handelskosten. Viele Broker bieten zusätzlich zum Handelskonto ein Demokonto an, mit dem man risikolos experimentieren kann.

Der erste Trade im Forex

Beim Forex-Trading hat man an die 200 Währungspaare zur Auswahl. Die am meisten gehandelten Währungspaare sind Euro/USD, USD/Japanischer Yen und USD/Britisches Pfund. Auf diese drei Paare entfällt 51 Prozent des gesamten Handelsvolumens. Durch das hohe Handelsvolumen profitieren Trader von geringeren Spreads. Vor dem ersten und vor jedem weiteren Trade stell sich die Frage, ob und wann eine Buy-Order bzw. eine Sell-Order ausgeführt werden soll. Es gibt zwei Ansätze, um den zukünftigen Kursvorlauf vorherzusagen. Die technische Analyse konzentriert sich auf vergangene Kursbewegungen und versucht daraus die weitere Entwicklung abzulesen. Die fundamentale Analyse betrachtet den Einfluss von Politik, Finanz- und Wirtschaftsdaten auf die Kursbewegung. Wenn beispielsweise die FED eine Zinserhöhung bekanntgibt, ist zu erwarten, dass der USD-Kurs ansteigt.

 

© Gmünder Tagespost 25.03.2019 09:36
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