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Schwäbisch Gmünd im Fahrradklima-Test 2018

Im Fahrradklima-Test 2018 hat Schwäbisch Gmünd einen schlappen 59. Platz in der Kategorie Städte mit 50.000 bis 100.000 Einwohner erreicht und das bei einem Stillstand von 2017 zu 2018!

Tja, liebe Stadtverwaltung, mit Straße bemalen und Worten lassen sich die Bürger halt nicht zufrieden stellen. Kein Winterdienst auf Radwegen, keine Verbesserung der Rad-/Gehwege immer noch keine vernünftige Stadtquerung, eigentlich kein Konzept. Die für die vielbeschworene Remstal-Gartenschau ein paar kosmetische Pinselstriche auf der Straße, die die Sicherheit des Radverkehrs keinesfalls irgendwie verbessert.

Die Fahrradklima Testergebnisse gibt es hier: https://www.fahrradklima-test.de/karte

© Saitenschuft 09.04.2019 17:02
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Kommentare

doma

Die Umfrage wurde schon im letzten Herbst durchgeführt. Da waren die neuen Ausschilderungen für die Gartenschau noch nicht vorhanden, aber Baustelle um den Zeiselberg schon. Wenn die Gartenschau endlich anfängt, sind die Baustellen hoffentlich weg und dann wird es besser.

Der Winterdienst auf Radwegen sehe ich nicht als das große Problem, auch wenn der ADFC gerne danach fragt. Aber ich würde mich viel wohler fühlen, wenn die Kreuzungen so gestaltet wären, dass es möglich ist, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Dazu wäre ein Konzept nötig und Straßenplaner die auch die Fahrradperspektive kennen. 

Saitenschuft

doma schrieb am 09.04.2019 um 21:12

Die Umfrage wurde schon im letzten Herbst durchgeführt. Da waren die neuen Ausschilderungen für die Gartenschau noch nicht vorhanden, aber Baustelle um den Zeiselberg schon. Wenn die Gartenschau endlich anfängt, sind die Baustellen hoffentlich weg und dann wird es besser.

Was wird dann besser? Was wurde durch neue Ausschilderungen besser? Ich fahre täglich Rad zur Arbeit. Wenn ich Freizeitradel dann durch denn Wald, weil da nicht so viel Verkehr ist, der Wald wirklich Erholung und die notwendige Stille bietet. Die Gartenschau ist mir egal und die Ausschilderungen verbessern nicht die Situation für Radfahrer sondern sind teilweise schlecht gemachte Kosmetik.

Der Winterdienst auf Radwegen sehe ich nicht als das große Problem, auch wenn der ADFC gerne danach fragt.

Keine Ahnung ob der ADFC danach fragt, ich fahre auch im Winter zur Arbeit. Mir würde es genügen, wenn Verbindungswege wenigstens geschoben würden, Salzen will ich nicht! Ich bin so verrückt und hab mir ein Rad mit E-Antrieb und dicken Reifen für über 5 Tsd. Teuro gekauft um im Winter fahren zu können. Aber selbst damit wird es im Tiefschnee mit festgetretenen und vereisten Fußtritten auf den Wegen richtig gefährlich. Hinzu kommt, das Bürgersteige geschoben werden und der geräumte Schnee auf dem Fahrradstreifen gelagert wird. Sind die Schutzstreifen dafür da? Die Stadt interessiert es nicht.

Aber ich würde mich viel wohler fühlen, wenn die Kreuzungen so gestaltet wären, dass es möglich ist, sich an die Straßenverkehrsordnung zu halten. Dazu wäre ein Konzept nötig und Straßenplaner die auch die Fahrradperspektive kennen. 

Hä? Für ein Fahrrad gilt auf der Straße nicht die Straßenverkehrsordnung? Wo können Sie sich nicht daran halten? Das die Stadt keine Perspektive für den Fahrradverkehr hat, da gebe ich Ihnen voll recht. Überall Rad/Gehwege die abrupt in eine Straße münden. Die Stadtverwaltung ist eher an unnötigen Prestigeobjekten interessiert (Zeiselberg) als ein vernüntiges, tragbahres Verkehrskonzept für das Fahrrad.

doma

Sie haben natürlich Recht, man kann sich immer an die StVO halten. Aber an manchen Stellen bedeutet das entweder abzusteigen oder einen Umweg zu fahren. Zum Beispiel werden Radfahrer hinterm Bahnhofsparkhaus durch eine niedrige Fußgängerunterführung geschickt anstatt 100 m weiter durch die Autounterführung. Auf dem Weg aus der Stadt am Gefängnis vorbei zum Freibad soll man links auf dem Gehweg oder Geh- und Radweg (?) fahren. Normalerweise ist es verboten den linken Radweg zu nutzen. Sowohl in der Klarenbergstraße als auch auf der Grabenallee kann man gut radeln. Aber kamen Sie schon mal aus der Klarenbergstraße und wollten die Waldstetter Brücke queren?

Ich weiß auch nicht was durch die Gartenschau besser wird, aber ich will die Hoffnung noch nicht aufgeben. Wenn die Baustellen weg sind, ist das sicherlich kein Schaden.

Saitenschuft

doma schrieb am 10.04.2019 um 20:53

Sie haben natürlich Recht, man kann sich immer an die StVO halten. Aber an manchen Stellen bedeutet das entweder abzusteigen oder einen Umweg zu fahren

Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Eigentlich macht die Stadt nichts, wirklich nichts, um Radfahren sicherer zu machen und zu fördern. Okay, man hat an verschiedenen Stellen Abstellmöglichkeiten für Räder geschaffen. Aber auch die sind zumeist voll belegt. Was das Wegenetz angeht, wird nichts getan. Zu Ihren Beispielen könnte ich noch viele hinzufügen. Ich bin aus einigen Kontakten mit der Stadtverwaltung nur enttäuscht.

Bestes Beispiel: Auf der "alten" Homepage der Stadt gab es ein Mängelformular umVerschmutzungen, Glasscherben etc. zu melden (so wurde das auch kommuniziert). Dort gab es auch zumindest ein automatisiertes oder personalisiertes Feedback über eine Weiterleitung an die zuständige Stelle.

Sucht man auf der neuen Seite nach "Mängelformular" wird nichts gefunden - klar in Schwäbisch Gmünd gibt es ja keine Mängel(!?) - Aber in der Fußleiste gibt es "Lob + Kritik" aber keine Beschreibung wofür das Formular gilt. und es geht auch an die Abteilung "Amt für Medien und Kommunikation" - hä???

Und ob darauf reagiert wird, keine Ahnung!

Alles wird nur noch schlechter nach meinem Empfinden!