Nach Ostern wird’s hier wieder quicklebendig

Die katholische Betreuungseinrichtung in Waldstetten ist jetzt auf dem neuesten Stand. 2,3 Millionen Euro wurden in den Ausbau und die Generalsanierung des Kindergartens investiert.
  • Viel Platz bietet die neue Küche des Kindergartens St. Barbara für die Erzieherinnen und die Kinder. Foto: jan
  • Bunt und hell erstrahlt in neuem Glanz der Kindergarten St. Barbara in Waldstetten. Derzeit werden die neuen Möbel eingeräumt, nach Ostern dürfen hier wieder die Kinder spielen. Foto: Anja Jantschik
  • Noch wartet das nagelneue Mobiliar auf die ersten Kinder. Nach Ostern ist dann endlich für den Kindergarten St. Barbara die Zeit des Provisoriums in den Containern vorbei. Foto: jan

Waldstetten. Das ist rekordverdächtig: Im November 2018 traf man sich im katholischen Kindergarten St. Barbara zum Spatenstich für die Generalsanierung. Und jetzt, zu Ostern, kann die Kinderschar wieder in ihren Kindi einziehen. Die Zeit der Provisorien ist also nach einem halben Jahr vorbei.

Nicht nur die Kinder werden staunen, wie sich die Bildungseinrichtung verändert hat. Denn sie wurde nicht nur einer „Schönheits-OP“ unterzogen, sondern generalsaniert.

Gestartet wurde mit dem Rückbau auf den Rohbau. Hinzu gesellten sich diverse Anbauten, die nun mehr Platz bieten, zum Beispiel die komplette Erneuerung der Installationen. Zudem gab es Akustikdecken, die eine angenehme Raumakustik ermöglichen. Was nicht nur dem Erzieherinnenteam, sondern auch dem Nachwuchs zu Gute kommt. Neue Fenster wurden eingebaut, unter anderem ist

» Fortsetzung auf Seite 13

» Fortsetzung von Seite 12

jetzt die Barrierefreiheit garantiert und beispielsweise auch die kompletten Sanitäranlagen präsentieren sich neu gefliest und möbliert. Auch eine neue Heizanlage wurde installiert.

Neu in St. Barbara ist nun auch ein Essensraum, dem eine Verteilerküche inklusive Vorratsraum angegliedert ist. Selbstverständlich zeigt sich auch der Speiseraum mit kindgerechter Bestuhlung. Pfarrer Dr. Horst Walter und Architekt Jürgen Rapp sind sich einig: „Im Prinzip ist es jetzt ein neuer Kindergarten.“

„Nach Ostern wird eingezogen, dann kommt wieder neues Leben rein“, freut sich Pfarrer Walter. Und erinnert, dass es 2016 erste Überlegungen zur Sanierung gab, da das Gebäude aus dem Jahr 1979 stammt und folglich nicht nur die Heizung in marodem Zustand war. Klar war damals auch, dass man dem Elternwunsch entsprechen will und räumliche Voraussetzungen für eine Ganztagsbetreuung schaffen wird.

Räumliche Voraussetzung für Ganztagsbetreuung

Um die neue Ganztagsbetreuung zu ermöglichen, wurde der Bau einer Küche, des Speiseraums und nicht zuletzt die Installation eines Schlafraums für den Nachwuchs in der Ganztagsbetreuung realisiert. „Gott sei Dank, wir sind im Kostenrahmen“, stellt Pfarrer Walter fest, dass die Investitionssumme nicht durch Nachträge in die Höhe ging. Die bürgerliche Gemeinde zahlt an den 2,3 Millionen Euro nach dem Vertrag mit der katholischen Kirche 1,6 Millionen Euro. Bürgermeister Michael Rembold informierte, dass dies nun die letzte Betreuungseinrichtung in der Gemeinde war, die saniert wurde. Machte aber auch deutlich: „Wir werden weiterhin Platz für Betreuung schaffen.“ Er bedankte sich bei der katholischen Kirchengemeinde für das gute Miteinander und dafür, dass diese, ebenso wie die bürgerliche Gemeinde, Kinderbetreuung „auch als Schwerpunktthema sieht.“

Im Prinzip ist es jetzt ein neuer Kindergarten.

Pfarrer Dr. Horst Walter

Bis zu den Sommerferien wieder das gewohnte Angebot

Kindergartenleiterin Iris Bleicher freut sich auf den Einzug nach Ostern. Momentan wird das Mobiliar geliefert und integriert. Ab 29. April findet dann die Betreuung wieder im Kindergarten statt, die Container in der Dreifaltigkeitsstraße sind dann Geschichte. Bis zu den Sommerferien soll dann in den sanierten Räumen das gewohnte Angebot stattfinden.

Und zum neuen Kindergartenjahr um die Ganztagsbetreuung ergänzt werden. Flexibel nutzbar, je nach Wunsch.

Architekt Jürgen Rapp beschrieb, dass die Grundstruktur des Gebäudes von 1979 „gut verwendbar“ war. Anbauten erfolgten in Richtung Straße und Norden. So hat sich die bisherige Gebäudefläche von rund 600 auf gut 900 Quadratmeter erhöht. Jetzt gibt’s Gruppenräume, Schlafraum, Personalzimmer, ein Büro für die Leitung, ein Besprechungszimmer und einiges mehr. Im Untergeschoss erfolgte zudem die nötige Sanierung nach einem Hochwasserschaden in den Räumen für die Ministranten und die Kolpingjugend. Auch das Dach wurde erneuert und das Gebäude beispielsweise energetisch saniert. Es hat nun den Standard eines Neubaus.

Die Einweihung ist am 7. Juli. Wenn sich die zwölf Erzieherinnen und rund 70 Kinder eingelebt haben. Dann wird auch der Außenbereich, bei dem Eltern kräftig beim Ausräumen anpackten, wie Franz-Josef Klement als zweiter Vorsitzender des Kirchengemeinderats berichtet, angelegt werden. jan

© Gmünder Tagespost 12.04.2019 21:25
1307 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.