zweite Liga

Kölner Stadion für Hit zu klein

Es ist das Top-Spiel der gesamten Zweitliga-Saison und sprengt alle Dimensionen, aber für Markus Anfang gibt es derzeit Wichtigeres als Fußball. „Jeder fragt nach Karten“, sagt der Trainer vom Tabellenführer 1. FC Köln vor dem Spitzenspiel am Montag (20.30 Uhr) gegen Verfolger Hamburger SV, der auf Top-Stürmer Pierre-Michel Lasogga (verletzt) verzichten muss. Das 50 000 Fans fassende Stadion der Kölner ist zu klein. „Wir hätten 150 000 Karten verkaufen können“, so FC-Torhüter Timo Horn. Trotz Bedeutung und Euphorie: Anfang fällt die Konzentration auf das Spiel schwer. Sein Vater Dieter hatte am vergangenen Mittwoch vor dem Spiel in Duisburg einen Herzinfarkt erlitten. Der Zustand ist nach letzten Meldungen leicht verbessert, aber immer noch ernst. Auch der kommende Gegner leidet und hofft mit ihm. „Sportlich ist das natürlich ein wichtiges Spiel, keine Frage“, sagte HSV-Sportchef Ralf Becker: „Aber die Ereignisse in Duisburg haben gezeigt, dass es viel wichtigere Dinge gibt.“

Die Verfolger St. Pauli (1:1 gegen Bielefeld) und Kiel (1:1 in Ingolstadt) konnten keinen Boden gut machen. sid/dpa
© Südwest Presse 15.04.2019 07:46
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