Fahr mal hin

Virtuell ins Gefängnis

Wie lebten Häftlinge im politischen Gefängnis auf dem Hohenasperg? Das können Besucher nun dank virtueller Realität (VR) am eigenen Leib erleben. „Ein VR-Spiel schafft für die Besucherinnen und Besucher ein neues Erlebnis“, sagt die Direktorin des Hauses der Geschichte, Prof. Dr. Paula Lutum-Lenger. „Mit der Virtual-Reality-Brille können die Museumsgäste erleben, was sie sonst nicht zu sehen bekommen: einen Teil des Gebäudes im Grundriss von 1850“, erklärte die Autorin des Spiel, Eva Mattausch. Wegen verschiedener Nutzungen ist der Arsenalbau, der das Museum heute beherbergt, mehrfach umgebaut worden. Das VR-Spiel ist verknüpft mit der Geschichte von zwei Gefangenen, zum Beispiel mit der unglücklichen Opernsängerin Marianne Pirker, die dort jahrelang in Haft war, weil sie wohl zu viel über die Liebschaften des Herzogs wusste – bis Verstand und Stimme ruiniert waren. Die Nutzung des VR-Spiels ist im Eintrittspreis des Museums inbegriffen. Das Haus ist bis zum Saisonende am 3. November donnerstags bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Informationen unter www.hohenasperg-museum.de. eb
© Südwest Presse 15.04.2019 07:46
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