Land setzt Hilfe für Kurden fort

Ministerin Bauer besucht ab Montag das Gebiet im Nordirak. Ziel ist auch ein Zentrum für Traumatisierte.
Mit einer Solaranlage und einer Existenzgründung für Teppichweberinnen will die Landesregierung die Unterstützung für Flüchtlinge und Binnenvertriebene in der Region Kurdistan-Irak fortsetzen. „Die Menschen brauchen unsere Unterstützung, um grundlegende Bedürfnisse zu erfüllen, aber auch, um für ihr eigenes Leben wieder Perspektiven zu sehen und ihr Land wieder aufzubauen“, sagte Staatsministerin Theresa Schopper (Grüne) am Sonntag. Sie reist am Montag zusammen mit Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) in das autonome Kurdengebiet im Norden des Iraks.

Mit der Reise ein Zeichen setzen

Mit der Reise solle auch ein Zeichen gesetzt werden, „dass wir die Menschen in den Flüchtlingscamps nicht vergessen“, sagte Bauer. Die Grünen-Politikerinnen wollen sich laut Mitteilung auch die Arbeit des vom Land geförderten Instituts für Psychotraumatologie an der Universität Dohuk ansehen und mit Betroffenen sprechen. Absolventen des Instituts behandeln traumatisierte Flüchtlinge in den irakischen Camps.

Das Land habe mit Hilfsprojekten Verantwortung übernommen. „Nun gilt es zu ermitteln, was notwendig und nachhaltig ist und weiter gefördert werden sollte“, fügte Bauer hinzu. Die Landesregierung von Baden-Württemberg hatte mit der Regierung der Region Kurdistan-Irak und dem Gouvernement Dohuk eine Kooperation im Bereich der humanitären Hilfe vereinbart. dpa
© Südwest Presse 15.04.2019 07:46
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