Leserbeiträge

Zum Artikel "Wohnraum muss bezahlbar bleiben"

Es ist erfreulich, dass alle Gesprächsteilnehmer dafür sind, dass "die Gmünder Stadtverwaltung künftig bei allen ihren Vergaben bindend darauf achten müsse, dass die beauftragten Firmen Tariflöhne einhalten". Bezeichnend ist allerdings, dass alle Diskutanten das Thema Arbeit nur oberflächlich abhandelten. Keiner kam auf die Idee, dass auch die von den beauftragten Firmen beauftragten Subunternehmer auf die Einhaltung der Tariflöhne verpflichtet werden müssen. Ich finde es befremdlich, dass weder der Moderator Jany als Gewerkschaftsvorsitzender noch Gewerkschaftssekretärin Cynthia Schneider hier nachgehakt haben. Aber verwundert bin ich darüber eigentlich nicht. Auch bei der stümperhaften Ausschreibung des Baus eines Hallenbades als ÖPP versäumten es alle Gemeinderäte darauf zu dringen, dass der Generalunternehmer und dessen Subunternehmer in geeigneter Weise auf die Einhaltung der Tariflöhne verpflichtet werden. Glücklicherweise scheiterte dieses ökologisch und wirtschaftlich unsinnige ÖPP-Projekt daran, dass die Stadt Gmünd heillos überschuldet ist. Das wurde Gmünd so nämlich klipp und klar vom Regierungspräsidium bescheinigt.

Auch die übrigen Themen wurden, legt man die Berichterstattung zugrunde, nur flach und oberflächlich abgehandelt. Die 4 Besucher dieser Veranstaltung können einem leid tun.

© Harald Seiz 15.05.2019 08:56
495 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.