Lesermeinung

Zur SchwäPo vom 4. Mai mit Berichten und Kommentaren zum Klimaschutz und einem Interview mit dem Sozialpsychologen Prof. Ulrich Wagner:

Für denjenigen, der an einer Klimadokumentation für die Region arbeitet und dazu nahezu 30 Jahre lang die tägliche Wetterbeobachtung nach international anerkannten Standards betreibt, ist die Darstellung zum Themenkreis „Klima“ in den Medien eine unerträgliche, einseitige, parteilich ausgerichtete Propaganda.
In Berichten und Kommentaren wird Klimaschutz als das vorrangige Ziel herausgestellt, gestützt auf die noch nie bewiesene Behauptung, CO² sei die Ursache für die Erwärmung der unteren Luftschichten der Erdatmosphäre. Deshalb gelte es, den CO²-Ausstoß zu vermindern oder gar ganz zu vermeiden. (...)

Der stetige Wandel in den unterschiedlichen Klimazonen unserer Erde gehört zum Wesen des Klimas. (...) Stattdessen wird ohne Unterlass behauptet, der Mensch sei das Übel. (...) Begründet wird dies mit dem jeden Menschen zuzuordnenden „CO²-Fußabdruck“.

Dies ist der ideologische Kunstgriff, um jeden, vom Neugeborenen bis zum Greis über den Tod hinaus in Klimaschutzhaft zu nehmen (...). „Klimaschutz“ soll nun in einem „Klimaschutzgesetz“ festgeschrieben werden, mit dem der Rest bürgerlicher Freiheit und Selbstständigkeit beendet wird. Ganz unverfroren wird von allen Parteien und Interessenvereinen eine CO²-Abgabe gefordert. Diese trifft alle in allen Lebenslagen, am härtesten diejenigen, die täglich zur Arbeit fahren und diejenigen, die nach dem Arbeitsleben mit karger Rente auskommen müssen. Weiterreichende Zwänge: Wer in einer ihm unangemessen großen Wohnung lebt, soll in eine kleinere umgesiedelt werden; oder: Die Flug- oder Schiffsreise in den Urlaub soll sich nach dem zugeteilten CO²-Jahresguthaben richten.

Die Idee von der CO²-Steuer hat sozialistisch mafiose Züge (...). Zum Interview mit Professor Ulrich Wagner: Unmissverständlich stellt der Wissenschaftler klar, dass dies das Prinzip des Populismus ist: Ängste werden politisch ausgenützt, wenn eine Bedrohung übertrieben dargestellt und gleichzeitig eine Lösung dafür angeboten wird.

Neresheim

© Gmünder Tagespost 15.05.2019 12:42
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Kommentare

derleguan

Hier hat aber die Trump`sche Ideologie ganz massiv zugeschlagen.

Die Schlußfolgerung hieße: Fliegen Sie bitte noch öfters im Jahr in Urlaub, wenn sie nicht gerade auf einem Schiff unterwegs sind! Sorgen Sie bitte dafür, dass Ihr nächster SUV noch größer wird und noch mehr Sprit verbraucht! Kurzum, seien Sie bitte ein faules Arschloch, essen Sie wenn doch bitte noch etwas mehr Fleisch, lassen Sie um Himmels willen die Finger von einer Solaranlage oder gar einer Photovoltaikanlage und zeigen Sie ihren Kindern den Stinkefinger.

Ist es tatsächlich das was wir wollen, was die Menschheit braucht?!?!

derleguan

....für denjenigen der auf dieser Erde lebt und zwei Augen im Kopf hat ist ja auch völlig klar, dass die Erde letztendlich eine Scheibe ist. Alles dreht sich um die Erde. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen geht sie unter, davon kann sich jeder selbst überzeugen. Nachts öffnet sich das Himmelszelt mit dem Mond als dem größten Gestirn. Die Darstellung in den Medien die Erde sei rund und alles dreht sich um die Sonne ist eine unerträgliche, einseitige, parteilich ausgerichtete Propaganda.

Prof. Dr. Klaus Döhler

....für denjenigen der auf dieser Erde lebt und zwei Augen im Kopf hat ist ja auch völlig klar, dass die Erde letztendlich eine Scheibe ist. Alles dreht sich um die Erde. Die Sonne geht im Osten auf und im Westen geht sie unter, davon kann sich jeder selbst überzeugen. Nachts öffnet sich das Himmelszelt mit dem Mond als dem größten Gestirn. Die Darstellung in den Medien die Erde sei rund und alles dreht sich um die Sonne ist eine unerträgliche, einseitige, parteilich ausgerichtete Propaganda.

Was soll das? Was hat Ihr Kommentar mit dem Klimawandel zu tun? Erinnern Sie sich an das Waldsterben Anfang der 1980er Jahre? Damals lagen die CO2-Werte bei niedrigen 330 ppm. Bei diesen niedrigen CO2-Werten sind die Wälder im wahrsten Sinne des Wortes erstickt. Heute liegen die CO2-Werte bei angenehmen 410 ppm und die Wälder leben wieder und sind gesund.

derleguan

.... auch was die "Wissenschaft" angeht, Wissenschaftler die Titel besitzen  müssen heute nicht mehr seriös sein. Ich erinnere an diesen Dr. Köhler und die 100 Lungenfachärzte, die die geltenden Grenzwerte für Feinstaub in Frage stellten. - Verkehrsminister Scheuer war der erste der darauf hereinfiel. Am Ende des Tages war es eine einzige Blamage.

P.S. Als Ursache für das Waldsterben stand der saure Regen im Mittelpunkt. Und: Unsere Wäler sind heute immer noch krank. 

Waldsterben und Waldzustandsbericht
[Abgase aus solchen Müllverbrennungsanlagen, Fabriken oder Kraftfahrzeugen sind verantwortlich für den "sauren Regen" und somit für das Waldsterben.] Abgase aus solchen Müllverbrennungsanlagen, Fabriken oder Kraftfahrzeugen sind verantwortlich für den "sauren Regen" und somit für das Waldsterben. (Quelle: Wikipedia)

Dem Wald geht es jedoch seit einigen Jahrzehnten nicht gut. Bereits in den 1980er Jahren wurde ein Waldsterben befürchtet, als durch die Errichtung großer Fabriken immer mehr Schadstoffe wie Schwefeldioxid in die Luft gelangten und dazu führten, dass viele Waldbestände erkrankten. Besonders betroffen waren Nadelbäume wie Fichten und Tannen in den Mittelgebirgen wie Harz oder Erzgebirge. Zwar ist das damals befürchtete, großflächige Waldsterben nicht eingetreten, aber der Wald wies in den vergangenen Jahren erhebliche Schäden auf und erholt sich nur langsam.

https://www.helles-koepfchen.de/artikel/2893.html