Zurück zu den Wurzeln bietet mehrere Vorteile

Das Verwaltungsteam um Bürgermeister Thomas Kuhn sitzt jetzt im ersten Stock des Dorfhauses im Verwaltungstrakt. Im Erdgeschoss befindet sich der 100 Quadratmeter große Sitzungssaal, der durch eine Trennwand geteilt werden kann.
  • Das Dorfhaus ist nun Heimat fürs Rathaus. Am Sonntag ist Einweihung mit Festakt und Tag der offenen Tür.Foto: jan
  • Viel Platz für Ideen im neuen Sitzungssaal. Foto: jan

Bartholomä. Nach rund achtmonatiger Umbauphase konnte die Bartholomäer Verwaltung ins Dorfhaus umziehen. Bürgermeister Thomas Kuhn und sein Verwaltungsteam findet man jetzt im ersten Stock des Dorfhauses im Verwaltungstrakt. Somit kehrt man zu den Wurzeln zurück, wie der Blick in die Historie zeigt. Denn bereits 1865 wurde an diesem Standort eine Schule erbaut, die ein sogenanntes „Schultheißen-Zimmer“ hatte. „Wir kehren zu den Ursprüngen zurück“, stellt Bürgermeister Kuhn fest.

Zu wenig Platz unterm Dach

Im Rathaus gegenüber war die Raumkapazität erschöpft und nur wer gut zu Fuß war, konnte die Gemeinderatssitzungen im Dachgeschoss besuchen. Um Barrierefreiheit zu schaffen hätten umfangreiche Umbaumaßnahmen sowie ein Anbau zur Erweiterung durchgeführt werden müssen. Aus Sicht der Wirtschaftlichkeit ein Unding. So fiel die Entscheidung, das gegenüberliegende Dorfhaus, beziehungsweise dessen ersten Stock, so zu gestalten, dass die Bürgerschaft dort bequem und barrierefrei – ein Aufzug war ohnehin vorhanden – die Verwaltung aufsuchen kann. Bislang waren im ersten Stock Räumlichkeiten für die Ortsbücherei und den Musikverein untergebracht. Beides zog in die Laubenhartschule um.

Seit Januar finden sich somit die Verwaltung im ersten Stock sowie der 100 Quadratmeter große Sitzungssaal im Erdgeschoss im Dorfhaus. Dieser ist durch eine Trennwand teilbar in den „Bärenbergsaal“ und den „Wirtsbergsaal“.

Nach dem Motto „was noch gut ist, bleibt drin“, etwa die Fliesen in den Sanitäranlagen, sorgte dafür, dass die Kosten im Rahmen bleiben konnten. Nur der Boden wurde erneuert. Wie auch im Treppenhaus. Der Ansatz von 1,05 Millionen Euro für den Umbau Realität wurde gehalten. Inklusive der neuen Fluchttreppe –eine Brandschutzauflage.

Beibehalten wurde im Untergeschoss der Jugendkeller, zudem gibt’s dort jetzt die Registratur und das Archiv sowie Lagerräume für Vereine. Im Erdgeschoss finden sich nach wie vor auch die Räume für die Katholische Jugendgemeinde, KJG. Der Dorfsaal findet sich nach wie vor unterm Dach, dort wurde lediglich die Küche verlegt, um den Zugang zur Fluchttreppe zu realisieren. „Jetzt sind wir tip-top aufgestellt bezüglich Brandschutz, Aufzug und Barrierefreiheit“, beschreibt Kuhn.

Draußen bleibt es, wie es ist

Im Außenbereich konnte alles belassen werden, hinzu kam eine neue Zuwegung zum Parkplatz. Für den Umbau für 1,05 Millionen gab’s einen 120 000-Euro-Zuschuss aus dem Ausgleichstock (Zuschusstopf für finanzschwache Kommunen) sowie 400 000 Euro aus den Mitteln „Entwicklung Ländlicher Raum“ (ELR). Rund eine halbe Million Euro schultert Bartholomä selbst. „Ohne Kreditaufnahme“, wie Bürgermeister Kuhn betont.

Beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 19. Mai, kann sich der Besucher ab 11 Uhr ein Bild des Umbaus machen. Die Mitglieder des Musikvereins bereiten einen Mittagstisch und um 13 Uhr findet der Festakt mit Grußworten statt. Die katholische Jugendgemeinde bietet ab 14 Uhr eine Kinderbetreuung, Kaffee und Kuchen gibt’s vom Förderverein Laubenhartschule und der Mutter-Kind-Gruppe „Sonnenkinder“. Alte Ortsgeschichte lassen die Mitglieder des Arbeitskreis für Heimatgeschichte in einer Bilderausstellung aufleben. jan

© Gmünder Tagespost 17.05.2019 19:56
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