Turm nach erheblichen Schäden restauriert

Nach sechs Monaten sind die Bauarbeiten am Turm in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt abgeschlossen. Am Pfingstsonntag, 9. Juni, wird um 10 Uhr ein Festgottesdienst zur Beendigung der Sanierungsarbeiten abgehalten. Im Anschluss erfolgt ein kleiner Festakt.
  • Der sanierte Turm der Stephanuskirche erstrahlt in neuem Glanz und kann am Sonntag besichtigt werden. Foto: jan
  • Ziffern und Zifferblatt wurden gesäubert. Foto: jan
  • Mehr Stabilität im Gebälk für die Glocken. Foto: ssr-architekten

Ruppertshofen-Tonolzbronn. Zwei Stürme in 2015 und 2017 und ihre resultierenden Schäden auf dem Turmdach der evangelischen Kirche in Tonolzbronn sorgten dafür, dass nicht nur die Ziegel unter die Lupe genommen werden, sondern auch die Schäden im Gebälk selbst begutachtet wurden. Bereits seit drei Jahren konnten die Glocken nicht mehr geläutet werden, da statische Probleme aufgetreten waren. Denn in den 60er Jahren war ein Stahlglockenstuhl eingebaut worden, der die Schwingungen ungebremst aufs Mauerwerk übertrug. So war klar, dass nun akuter Handlungsbedarf bestand. Holzgutachter beschrieben zudem Schädlingsbefall im Gebälk.

Notwendige Bauarbeiten

So starteten vor knapp sechs Monaten die Bauarbeiten am Turm, in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt. Lattung, Ziegel und Balken wurden zumindest teilweise erneuert und durch drei neue Unterzüge stabilisiert.

Die Dachrinne wurde erneuert, die Ziffern und das Ziffernblatt der Turmuhr gesäubert, der Wetterhahn wieder vergoldet und vieles mehr. Auch das Gebälk erhielt mehr Stabilität, so, dass die Glocken des Gotteshauses, dessen ältester Teil aus der Mitte des 14. Jahrhunderts stammt, wieder läuten können. Die Kostenberechnung für alle Arbeiten lag bei 380.000 Euro. Die Hälfte davon schultert die bürgerliche Gemeinde Ruppertshofen, nach Vertragsvorgaben mit der Kirche. „Wofür wir sehr dankbar sind“, wie Pfarrer Stephan Schiek feststellt.

Die andere Hälfte wird aus Zuschüssen der Landeskirche, aus Eigenmitteln aus dem Topf der „Substanzerhaltungsrücklage sowie Spenden und mehr bezahlt. Im vergangenen Jahr konnten knapp 10.000 Euro bei einem Spendenlauf für die Stephanuskirche erwirtschaftet werden. „Das war echt prima“, erinnerte sich der Pfarrer gern an diese tolle Gemeinschaftsaktion zurück. „sehr zufrieden“, ist er zudem mit der Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Schlude, Ströhle und Richter aus Stuttgart. „Und es war ein sehr gutes Zusammenspiel mit den Handwerkern und dem Statikbüro Hottmann aus Schwäbisch Gmünd“, schildert Schiek.

Kosten unter Berechnung

Dank solider Vorplanung und Baubegleitung sei man unter der Kostenberechnung geblieben. Was nun auch die Sanierung der Wege rund um die Kirche und einer neue Bepflanzung in den Außenanlagen sowie den Einbau eines Not-WC in der Sakristei ermöglicht.

Am Pfingstsonntag, 9. Juni, findet um 10 Uhr ein Festgottesdienst zur Beendigung der Sanierungsarbeiten statt. Dieser wird gestaltet durch Pfarrer Stephan Schiek und Vikar Janis Fels gemeinsam mit dem gemischten Chor des Gesangsvereins Ruppertshofen. Im Anschluss gibt‘s einen kleinen Festakt mit Grußworten. Hier wird die Gelegenheit geboten, in kleinen Gruppen den Turm zu besichtigen.

Für den Sektempfang sorgen die Kirchengemeinderäte. Eine Fotodokumentation klärt über die den Verlauf der Sanierungsarbeiten auf. Anja Jantschik

© Gmünder Tagespost 07.06.2019 21:49
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