Leserbeiträge

Die Ostalb muss über den Abfall diskutieren ( P-GT vom 15.06.2019, S. 9 )

Sehr geehrter Herr Länge, es freut mich, dass das Thema endlich in der Lokalpresse angekommen zu sein scheint.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als das 'Wertstoffmobil' auf dem Dorfanger stand, man in einer langen Schlange unten warten musste, bis einige Plastikteile von dem Mitgebrachten Wohlgefallen in den strengen Augen der Prüfer oben auf der Ladefläche gefunden hatten und angenommen waren, während ein großer Teil mit einem strengen 'das gehört alles in den Restmüll!' zurückgewiesen wurde.

Ich erinnere mich, dass ich einen gelben Sack 'beantragen' wollte, den es in anderen Abfallregionen damals schon jahrelang gab, und es mir nicht gestattet wurde. Ich habe damals bei der Lokalpresse angefragt, ob man daraus einbe Geschichte machen können, es wurde zwar Anteilnahme geheuchelt, aber das Thema war schneller in der 'Ablage P', als ich das Haus verlassen konnte.

Die grundsätzliche Fehlkonstruktion bei der GOA liegt darin, dass die Kreisräte als Vertreter des 49%-Eigentümers auf Profit achten müssen, während sie gleichzeitig als Vertreter der Einwohner des Landkreises als Vertreter des Minderheitseigentümers auf Kundenfreundlichkeit ( Preise, Vorschriften, Konzepte ) achten sollten.

Bei der Abfallbroschüre der GOA fällt vor allem die umfassende Verbotsliste auf, was man alles nicht wohin sortieren darf, sonst ..., es fällt auf, dass andere Abfallgesellschaften wohl keine Biobeutel ( =Drecksäcke ) kennen, sondern dass diese biologischen Abfälle in die gleiche Tonne dürfen, wo der biologische Gartenabfall drin ist - und dass diese Tonnen dort öfter geleert werden und nicht unbedingt teurer sind. Es wird 'wo soll ich die Tonne hinstellen?' gejammert, es bleibt die Frage offen, warum es nicht für die 'Städter' eine 60-L-Biotonne geben kann, da in der Stadt die Gärten selten sind. Die herumfliegenden gelben Säcke sind ein anderes Thema ( 'wo soll ich die Tonne hinstellen?' ) aber was machen die Bürger in den Gebieten, wo es die gelben Tonnen als Standard gibt? Und ich stelle mir doch lieber eine gelbe Tonne hinter das Haus, als dass ich die gelben Säcke im Hausflur oder Keller lagere, oder? Sicher, ein gelber Sack hat einen unbestreitbaren Vorteil, wenn er voll ist, kommt ein zweiter hinzu, ein dritter, ein vierter .., was bei einer Tonne so nicht geht. Aber da kann man sich was überlegen, und es wäre auf diese Weise auch nicht verkehrt, etwas mehr über vermeidbaren Plastik-Verpackungsmüll nachzudenken.

Ich habe an dieser Stelle schon mal eine 'braune Tonne' als Windeltonnenservice der GOA für Familien mit Wickelkindern angeregt - ein schwarzes Loch ist ja in Bezug auf Rückmeldung dagegen geradezu ein Scheinwerfer ...

Deskalb in Abwandlung eines alten Spruches:

"Es gibt viel zu tun, fangt schon mal an!"

© In my humble opinion 15.06.2019 13:29
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