E-Zigarette immer beliebter

  • Bildrechte: unsplash, Charles Cheng

Hierzulande wird die E-Zigarette immer beliebter. Dennoch gelten die elektronischen Dinger häufig als Ungewöhnlich. Auch wenn sie schon seit einigen Jahren zum normalen Tagesbild dazugehören, fällt es schwer, sich daran zu gewöhnen.

Ganz zu Anfang lag der jährliche Umsatz mit den neumodischen Dingern bei etwa 5 Millionen Euro. Heute klettern die Zahlen immer weiter nach oben. Mittlerweile liegt der Umsatz bei über 800 Millionen Euro im Jahr. In Deutschland erwirtschaften etwa 200 mittlere und kleinere Unternehmen einen Teil ihres Umsatzes mit diesen Produkten. Fast 500 Unternehmen sind spezialisierte E-Zigaretten Fachgeschäfte. In weiteren 12.000 Geschäftsstellen gibt es die E-Zigarette nebst Zubehör. Der erste Großkonzern, der das Geschäft nach Deutschland gebracht hat, war Japan Tobacco. Bekannt ist dabei vor allem das Produkt E-Lites curvy, das 2015 in den deutschen Markt eingeführt wurde.

Der reguläre Zigarettenmarkt wächst ebenfalls. Um gut 100 Millionen (auf 19,4 Milliarden Euro). Diese deutliche Umsatzsteigerung lässt sich aber mit den gestiegenen Verkaufspreisen gut erklären. Die Nachfrage bei fertig gekauften Zigaretten fällt immer weiter. Bei losem Tabak hingegen steigt sie seit Jahren.

E-Zigarette: Mehrere Big-Player in Deutschland
Innerhalb weniger Monate nach Japan Tobacco folgte British American Tobacco mit der Marke Vype, die sich in nur kurzer Zeit zu dem Big-Player auf dem deutschen Markt entwickeln konnte.

Die größten E-Zigarettenmarken in Deutschland sind:

  • Vype
  • SC
  • XEO
  • Be posh
  • E-Lites
  • Joyetech
  • Eleaf
  • Wismec
  • Kanger Tech
  • Smok
  • Aspire
  • Vapor Giant

Fast 10.000 Menschen arbeiten in der deutschen Zigarettenindustrie. Der Markt wächst kontinuierlich. Die Nachfrage zeigt ungebremst nach oben.

Die Gesellschaft
Das Für und Wider des Dampfens beschäftigt längst die Gesellschaft. Politik und Wissenschaftler überschlagen sich immer wieder mit neuen Thesen. Bis heute ist nicht geklärt, ob E-Zigaretten gesundheitsschädlich sind. So wird immer wieder der Ruf nach Verboten oder Einschränkungen laut.

Dabei spielt vor allem die Frage, ob die E-Zigaretten harmloser sind als Tabakwaren, eine große Rolle. Viele unterliegen dem Irrglauben, dass eine solche elektronische Zigarette ungefährlich und sogar gesund sei. Das ist aber nicht der Fall. Dennoch ist sie im Vergleich zu den herkömmlichen Tabakprodukten jedoch deutlich besser. Viele Schadstoffe würden entfallen, da es bei einer E-Zigarette zu keinem Verbrennungsprozess kommen würde.

In dem Liquid, das in den Geräten verdampft befinden sich in der Regel 3 - 4 Komponenten:

  • PG
  • VG
  • Aroma
  • Nikotin (nicht immer, aber häufig)

PG und VG (auch im medizinischen Bereich genutzt), sorgen vereinfacht ausgedrückt, für den Dampf. Das Aroma kommt zumeist aus dem Lebensmittelhandwerk. Das Nervengift Nikotin ist hingegen immer noch in vielen Liquids zu finden.

Vorteilshaft ist auch, dass kein Passivrauchen mehr stattfindet. Außenstehende werden dadurch deutlich weniger belästigt.

Nicht zur Rauchentwöhnung geeignet
Die E-Zigarette wurde lange Zeit (heute immer noch) als eine ideale Möglichkeit zur Rauchentwöhnung angepriesen. Das ist sie aber beileibe nicht. Der Suchtfaktor bleibt bestehen, schließlich sollen die Liquids weiterhin so stark wie bisher verkauft werden. Dennoch bleibt festzuhalten, dass die E-Zigarette generell besser und somit harmloser als die normale Zigarette ist.

Auffallend ist aber, dass immer mehr Kinder dem Trend verfallen. In Schulen sind rauchende E-Zigaretten Kinder in den Pausen kaum wegzudenken. Sie gehören mittlerweile ebenfalls zum normalen Tagesbild.

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© Gmünder Tagespost 10.07.2019 09:30
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