Richtig putzen: Staubsauger, Wischmop oder Besen

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Richtig putzen verunsichert erstmal. Putzen wir etwa falsch? Jeder von uns hat doch schon mal einen Staubsauger, Wischmop oder Besen in der Hand gehabt. Ist es nicht so simpel, wie es klingt? Gibt es mehr zu beachten, als wir denken?

Jetzt ist nicht jeder als Putzteufel geboren und schwingt mit Begeisterung Mop oder Besen. Fachmännische Tipps helfen uns dabei, zu einem guten Putzergebnis zu kommen. Schließlich haben wir es alle gern, wenn es sauber und hygienisch ist.

Basisarbeit – Staubsaugen und fegen
Vor allen weiterführenden Putzarbeiten muss der grobe Schmutz vom Boden gefegt werden. Bei Teppichböden bietet sich da natürlich der Staubsauger an. Gerade für einem Haushalt mit Teppichen lohnt es einen Staubsauger Test von Verbrauchermagazinen in die Kaufentscheidung mit einzubeziehen.

Aber auch glatte Böden, wie Parkett, Laminat oder Fliesen, zeigen sich dankbar, wenn Staubknäuel und Steine abgesaugt sind. Grundsätzlich funktioniert die Schmutzbefreiung gut mit einem Besen. Allerdings stellen speziell spitze Steine Besen vor eine Herausforderung. Indem wir sie über den Boden schieben, zerkratzen sie unter Umständen die Oberfläche.

Zudem tut sich der Besen bei feinem Staub schwer – er verteilt ihn eher im Raum. Für das effektive Putzen ist nicht nur das passende Gerät entscheidend, sondern auch die richtige Reihenfolge und Häufigkeit. Bevor der Staubsauger und Besen ihr Werk beginnen, sind Schränke, Tische und Dekore bereits von Staub befreit. Der Raum ist schon ordentlich aufgeräumt, sodass nichts mehr auf den Boden fallen kann.

Wie häufig der Staubsauger oder Besen zum Einsatz kommen soll, hängt natürlich von der Verschmutzung ab. Dieser Beitrag empfiehlt den Wöchentlichen Einsatz des Staubsaugers bei Berufstätigen. Toben Kinder und Haustiere im Wohnbereich, ist 2 bis dreimal pro Woche angeraten.

Die Pflicht – nass auswischen
Nachdem der Boden vom groben Schmutz befreit ist, gehen wir an die gründliche nasse Reinigung. Nur der Teppich bleibt davon verschont. Am besten funktioniert das mit dem Wischmop, der sich gut auswringen lässt.

So ist sichergestellt, dass nur ein feuchter und kein klatschnasser Lappen auf dem Boden landet. Speziell Laminat und Parkett lieben das gar nicht und reagieren mit Formveränderung auf Wasser in ihren Fugen. Für die saubere Reinigung reicht Wasser aus. Ist der Boden stark verschmutzt, helfen Reiniger auf Alkohol- oder Chlorbasis.

Wichtig für ein positives Putzergebnis ist hier kaltes Wasser. Verwenden wir heißes Wasser, gibt es einen unschönen Schmierfilm. Nur bei Fettlösern, wie Spülmitteln, führt heißes Wasser zu einem schönen Ergebnis. Damit wir unseren hochwertigen Boden schonen, benutzen wir nur weiche Baumwollfasern. Insofern ist der Wischmop perfekt geeignet. Auf keinen Fall malträtieren wir unseren Holzboden mit einem Schrubber. Vorsicht ist auch bei Natursteinböden, wie Marmor oder Granit, geboten. Sie vertragen keine säurehaltigen Reinigungsmittel.

Zum Abschluss die Kür – Boden pflegen
Damit wir lange Freude an unserem Boden haben, pflegen wir ihn hin und wieder. Unser Teppichboden freut sich über eine Kur mit Teppichschaum oder Natronpulver. Bei unversiegeltem Parkett behelfen wir uns mit Wachsen und Bohnern wie zu Urgroßmutters Zeiten.

Das macht unseren Boden widerstandfähiger gegen Schmutz und Flüssigkeiten. Unsere Holzdielen glänzen geradezu nach einer Wellness-Kur mit einem Pflegeöl. Allerdings ist dieses gleichmäßig zu verteilen, sonst kehrt sich der beabsichtigte Effekt ins Gegenteil: Es gibt unschöne Flecken.

Noch ein Gesundheitstipp zu ölgetränkten Tüchern: sie sind leicht entflammbar. Daher spülen wir sie sofort nach Benutzung mit Wasser aus. Eine vollständige Anleitung zum Reinigen eines Holzfußboden ist hier zu finden. So schön unsere Holzdielen neu sind, nach mehreren Jahren sehen sie ziemlich gezeichnet aus. Kratzer ziehen sich durch die Oberfläche.

Der Alterungsprozess lässt sich jedoch durch eine Lackpflege verzögern. Wenn die Versiegelung nachlässt, hilft meist nur noch abschleifen und polieren und unser Boden erstrahlt in neuem Glanz.

Fazit
Richtig putzen bedeutet, Staubsauger, Besen und Wischmop in der richtigen Reihenfolge und Häufigkeit einzusetzen. Nach einer trockenen Grundreinigung folgt eine gründliche Feuchtreinigung.

Welche Geräte und Reinigungsmittel wir einsetzen, hängt vom Bodenbelag ab. Unser Putzergebnis perfektionieren wir mit der richtigen Pflege. So haben wir lange Freude an unserem Bodenbelag.

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© Gmünder Tagespost 11.07.2019 16:35
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