Lesermeinung

Zum Leserbrief von Andrea Steidle vom 11. Juli: „Sorgen um Meinungsfreiheit“:

In ihrem Leserbrief vom 11. Juli stellt sich Frau Steidle als Opfer einer „Attacke mit der Nazi-Keule dar, in der Hoffnung, kritische Mitbürger zum Schweigen zu bringen“. Herr Köninger, der Verfasser des Leserbriefs, von dem sie sich angegriffen fühlt, nutzt hier lediglich denselben Weg, eine Meinung zu bekunden, den Frau Steidle selber als Leserbriefschreiberin ausführlich und immer wieder zum Thema Migration für sich in Anspruch nimmt.

Will Frau Steidle ernsthaft suggerieren, dass Herr Königer ihre Meinungsfreiheit beschneiden und sie um ihre Rechte bringen will? Es ist doch gerade Merkmal eines freiheitlichen Diskurses, dass diese Diskussion in den Leserbriefspalten der SchwäPo möglich ist!

Des Weiteren eine Anmerkung zur Frage von Frau Steidle: „Brauchen wir solche Straftäter in unserem einstmals so friedlichen Land?“ Natürlich brauchen wir überhaupt keine Straftäter und auch keine Straftaten - niemand würde das ernsthaft bestreiten. Rechtsverstöße sollten mit aller Konsequenz geahndet werden. Aber so zu tun, als hätten wir in Bullerbü gelebt, bis die Migranten kamen und alles kurz und klein schlugen, halte ich schlichtweg für eine Legende, die sich auch statistisch nicht erhärten lässt. Eine diffuse Sehnsucht nach den guten alten Zeiten, die bei näherem Hinsehen meistens so gut auch nicht waren, wird bei der Lösung aktueller Probleme, z.B. Migration und Integration, nicht weiterführen.

Absender

© Gmünder Tagespost 17.07.2019 21:13
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Kommentare

Perer Schlaak

Hallo Frau Enkisch ,

da ich erst letzte Woche von einem Auslandsaufenhalt zurückkehrte,
erlaube ich mir einen Kommentar zu ihrem Leserbrief an Frau Steidle.

Vorweg ! In unserer Demokratie sollte es eigentlich möglich sein ….
ohne pers. Angriffe Probleme zu diskutieren . Da sind Äusserungen wie :
„ wir sind nicht in Bullerbü oder Nazikeule „ sicher kein konstruktiver Beitrag !
Dass wir seid 2015 mit der undemokratischen gefällten politischen Entscheidung ein Immigrantenproblem haben sollten wir nicht
verharmlosen.                                 

Flüchtlingen zu helfen ist unstreitbar ! !

Dass aber auch kriminelle Menschen ( die teilweise schon in ihrem Heimatland straffällig geworden ) aus anderen Kulturkreisen ,
Weltanschauungen , Religionen Wertvorstel - lungen dabei sind ist leider auch der Fall .
Die damit verbundenen Probleme sollten wir daher Ernst nehmen und nicht als Einzelfälle verharmlosen. Ein Hinweis auf kriminelle
Vorgänge vor 2015 ist hierbei nicht hilfreich !
Wenn dies jetzt öffentlich diskutiert wird ist das das Wesen der DEMOKRATIE ! Dies sollte aber mangels Argumenten nicht mit pers. Angriffen abgetan werden !

Wir sind es uns , unseren Nachkommen schuldig für ein Leben in Frieden und Freiheit „ auch in Deutschland !  „ zu sorgen …

P.S. Um auch nicht in eine nazistische , ausländerfeindliche Schublade zu kommen : Mein Vater hat einen Konzentrationslager -ausweis, Grossmutter ist JÜDIN . ( Dokumente einsehbar )

Peter Schlaak