Leserbeiträge

Werden im Zehntweg noch Erschließungsbeiträge fällig? ( P-GT vom 18. Juli 2019, S. 10 )

>Werden im Zehntweg noch Erschließungsbeiträge fällig?<

Da springt mir doch, wie man so sagt, glatt der Draht aus der Mütze!

Warum wird gerade die 'Neue allgemeine Bauordnung für das Königreich Württemberg ( Ins Leben getreten mit dem 1. Januar 1873 )' herangezogen?

Diese Bauordnung war für die damalige Zeit freiheitlich, weil es darum ging, die erpressten französischen Reparationszahlungen vom Krieg 1870/71 möglichst gewinnbringend unter die Leute zu bringen, es galt quasi das Motto 'Auf seinem Grundstück kann ein jeder mit seinem Geld bauen, was er will' - das sollte sich heutige Verwaltung mit den engen und engsten Vorschriften mal zu Herzen nehmen.

Warum setzt man nicht zum Beispiel als Startpunkt für vorhandene Straßen den 1. Juni 1945 als Zeitpunkt eines Neuanfangs?

Und selbst wenn es in Frage stünde, ob die Anwohner zu einem Beitrag heranzuziehen seien, warum kann die Verwaltung nicht in Vorleistung treten, nicht 'unter Vorbehalt' einfach anfangen, die Straße in Ordnung bringen und sich später über das Geld unterhalten?

Ach, und noch eine Frage an die Heimatforscher, nur so, weil ich die Historie nicht kenne: Seit wann heißt der Zehntweg eigentlich 'Zehntweg', denn den 'Zehnten gab es meines Wissens im Mittelalter, im besonders fortschrittlichen Deutschen Reich dann teilweise noch bis ins frühe neunzehnte Jahrhundert - und wann war das?

 

© In my humble opinion 18.07.2019 20:16
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