Umbauen für mehr Wohnkomfort

Modernisierung Ein modernes, barrierefreies Bad, eine energiesparende Außendämmung für die Fassade – am eigenen Haus lässt sich immer etwas verbessern oder verschönern.
  • Foto: djd/Dr. Klein Privatkunden/Getty Images/didesign021

Das nötige Kleingeld für die Maßnahmen haben die meisten Eigenheimbesitzer allerdings nicht auf der hohen Kante. Sie benötigen eine Finanzierung, um ihre Wünsche in die Tat umzusetzen. Schließlich geht auch an einer Immobilie das Alter nicht ohne Spuren vorbei. Um den Wert des Eigentums zu erhalten, sind regelmäßige Modernisierungen daher Pflicht. Wer die Modernisierungen finanzieren will, hat die Wahl zwischen einem zweckgebundenen Ratenkredit, einem normalen Ratenkredit und einer Baufinanzierung.

Bei kleineren Projekten

„Bei Modernisierungen, die zwischen 5 000 und 50 000 Euro kosten, ist der zweckgebundene Ratenkredit oft die sinnvollste Lösung“, sagt Björn Pätzold, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Mettmann und Wuppertal. Die Beantragung eines Ratenkredits sei unkompliziert: „Man kommt ohne Grundbucheintrag aus, Antragsteller müssen lediglich den Immobilienbesitz nachweisen.“ Ein weiterer Vorteil: Das Darlehen bietet bessere Konditionen als ein normaler Ratenkredit und lässt sich bereits nach sechs Monaten Laufzeit jederzeit vollständig oder in Teilen zurückzahlen.

Ein freier, nicht zweckgebundener Ratenkredit ist dann sinnvoll, wenn es um geringe Beträge von weniger als 5 000 Euro geht und eine schnelle Lösung gesucht wird. Immobilienbesitzer müssen in diesem Fall weder Kostenvoranschläge einreichen noch einen Immobilienbesitz nachweisen. Die Zinsen bei einem normalen Ratenkredit sind allerdings deutlich höher als bei seinem zweckgebundenen Pendant. Aus rein finanzieller Sicht lohnt er sich deshalb für Immobilienbesitzer selten.

Bei größeren Projekten

Oft ist es auch sinnvoll, die Förderangebote der staatlichen KfW-Bank zu nutzen.

Björn Pätzold Baufinanzierer

Wer die Finanzmittel für Umbaumaßnahmen aus einer Baufinanzierung beziehen will, muss das neue Darlehen im Grundbuch absichern. Das zieht Gebühren und Notarkosten nach sich. „Die Zinskonditionen einer Baufinanzierung sind deutlich besser als die eines Ratenkredites. Der zusätzliche Aufwand und die Kosten des Grundbucheintrages sind daher bei größeren Modernisierungsmaßnahmen schnell wieder reingeholt“, erklärt Björn Pätzold. „Wenn die Modernisierung etwas größer ausfällt, ist es oft auch sinnvoll, die Förderangebote der staatlichen KfW-Bank zu nutzen.“ Wer sich unsicher ist, welche Variante die richtige ist, kann sich an Vermittler wenden. Sie vergleichen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten und gehen im persönlichen Gespräch mit dem Hauseigentümer die Vor- und Nachteile durch.

Auch für andere Verwendungen

Wer ein abbezahltes Haus besitzt, kann dieses nicht nur für eine Modernisierung beleihen, sondern sich auch Geld zur freien Verwendung beschaffen: etwa für Reisen oder das lang erträumte Wohnmobil. Darauf weisen die Spezialisten für Baufinanzierung hin. Der Vorteil dieser Beleihungsmöglichkeit: Kreditnehmer erhalten ein Darlehen zu den günstigen Konditionen einer Baufinanzierung. Der Nachteil: Auch hier werden Grundbuch- und Notarkosten fällig. Ob sich diese Form der Kapitalbeschaffung finanziell lohnt, ist daher stets individuell zu berechnen. djd

© Gmünder Tagespost 19.07.2019 16:22
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