Hier schreibt der LeichtAthletikClub Essingen

Mönchengladbach - ein erfolgreiches Pflaster für Essinger Seniorenteam

 

Deutsche Seniorenmeisterschaften –LAC Essingen zeigt mannschaftliche Stärke


Zum zweiten Mal nach 2016 ist Leinefelde-Worbis der Gastgeber für die Deutschen
Seniorenmeisterschaften. Über 1200 Athleten und Athletinnen aus ganz Deutschland
fanden sich im Thüringischen ein um ihre Meister in den einzelnen Altersklassen zu
ermitteln. Zehn Sportler von vom LAC Essingen konnten sich aufgrund ihrer
Saisonleistungen für diesen Event qualifizieren. Leider musste das Team aus
Essingen einige verletzungsbedingter Absagen verdauen. Trotzdem gab es für die
Ostälbler bei diesem Saisonhöhepunkt einigen Grund zum Feiern. Drei Medaillen
und mehrere Endkampfteilnahmen unter 21 Starts spiegeln die Stärke und
Ausgeglichenheit der Mannschaft wieder.


Silberne Auftakt durch Klaus-Dieter Hutter


In diesem Jahr machte Klaus-Dieter Hutter den Auftakt für das Essinger
Leichtathletikteam. Mit Aussichten auf eine Medaille ging der Essinger über die 100m
Hürden an den Start, war er doch mit der zweitbesten Meldezeit gemeldet. Bei nicht
optimalen Bedingungen, denn kurz vor den Hürdenläufen setzte ein Gewitterregen
ein hielt der Essinger dem Druck stand und sicherte sich in Saisonbestzeit von 17,44
Sekunden die Silbermedaille. Traditionell müssen auch die 800m am ersten Tag der
Meisterschaften an den Start. Hier hatten die Essinger leider den
verletzungsbedingten Ausfall von Vorjahresmeister Kai-Steffen Frank wegzustecken.
Für den LAC Essingen hatten sich Rainer Kolb (M50) und Rainer Strehle (M55) für
diese Meisterschaften qualifiziert. Nach einem guten Start konnte sich Rainer Strehle
in dem fünfzehntköpfigen Läuferfeld gleich an die zweite Position setzen. Nach
verhaltenen 400m in 69 Sekunden ging auf einmal die Post ab. Hier konnte der
Essinger bis 650m gut in der Spitzengruppe sich behaupten. Auf den letzten 150m
war dann Stehvermögen gefordert, so dass auf den letzten Meter um jeden Meter
und jeder Platz gerungen wurde. In 2:21,78 Minuten konnte er sich am Schluss über
den achten Platz und eine Saisonbestleistung riesig freuen. Sein Vereinskamerad
Rainer Kolb zeigte ebenfalls ein gutes Rennen. Trotz eines hohem Anfangstempo auf
den ersten 200m zeigte der Essinger keine Schwäche und lief zwei ausgeglichene
Stadionrunden. Mit 2:20,45 Minuten verfehlte er als Neunter nur hauchdünn eine
Platzierung auf dem Podest.


Zweiter Wettkampftag bringt weitere Medaillen


Der zweite Wettkampftag verlangte von den Athleten einiges ab. Ständiger Regen
sorgte nicht für die besten Bedingungen. Am Frühen Morgen ging es dann für Hans
Messner (M60) zur Sache. Mit einer Serie von guten Stößen im Kugelstoßen an die
12m Marke konnte er sich sicher für den Endkampf der besten Acht qualifizieren. Mit
seinem weitesten Versuch von 12,23m im fünften Durchgang schnupperte er ganz
kurz an der Bronzemedaille. Am Ende wurde der Essinger mit dieser guten Leistung
mit dem ausgezeichneten fünften Platz belohnt. Im Diskuswurf der Altersklasse M60
bekam Hans Messner Unterstützung von seinem Trainingspartner Hartwig Vöhringer.
Den beiden LAC ́lern gelang ein unterschiedlicher Einstieg in diesen Wettbewerb. Mit
einem Sicherheitswurf auf 44,79m und der zweitbesten Weite nach dem ersten
Durchgang setzte Hartwig Vöhringer schon früh eine Duftmarke. Hans Messner
startete mit für ihn mäßigen 34,92m und der siebtbesten Weite in den Wettbewerb.
Trotz einer Steigerung auf 35,17m konnte sich Hans Messner mit der zehntbesten
Weite leider nicht mehr für den Finaldurchgang qualifizieren. Hartwig Vöhringer
konnte sich im sechsten Durchgang sich auf 45,74m steigern was jedoch an der
Platzierung nichts mehr ändern sollte. Das im Diskuswurf dieser Altersklasse bereitsdie erzielten Weiten nach dem ersten Durchgang die Medaillenvergabe regeln sollte
konnte so auch niemand erwarten. Für Hartwig Vöhringer war dies jedoch kein
Grund zur Trauer denn mit dem Gewinn der Silbermedaille konnte der Essinger nicht
unbedingt rechnen.


Zur Mittagszeit wollten die Sprinter an ihre bisherigen Saisonleistungen anknüpfen.
In der Altersklasse M45 bestätigte Markus Hübner in seinem Vorlauf in 12,42
Sekunden über die 100m seine in dieser Saison erzielten Leistungen. Im Finale
konnte er diese Leistung noch leicht auf 12,37 Sekunden steigern und belegte in der
Endabrechnung den vierten Platz. Ebenfalls sicher setzten sich in der Altersklasse
M55 Wilhelm Beyerle und Ernst Litau, in ihren Vorläufen durch. In einem
Wimpernschlagfinale, in dem das Zielfoto über den dritten Platz entscheiden musste,
verpasste dann Wilhelm Beyerle in 12,84 Sekunden um zwei Zehntelsekunden als
Fünfter leider die Bronzemedaille. Ernst Litau war noch die Verletzung der letzten
Wochen anzumerken. Seine 13,08 Sekunden reichten am Ende zum achten Platz in
einem hochspannenden Finallauf. Weiter ging es für die Essinger Mannschaft mit
den Sprungwettbewerben. Im Weitsprung tat sich Markus Hübner (M45) mit den
äußeren Bedingungen sehr schwer. Mit 5,20m (7. Platz) konnte er leider nicht an
seine Leistungen von den Landesmeisterschaften (5,75m) anknüpfen und verpasste
so leider eine bessere Platzierung. Im parallel stattfindenden Dreisprung konnte
Hans Messner in seiner dritten Disziplin mit einer Steigerung auf 9,38m im letzten
Versuch noch auf den für ihn sehr guten vierten Platz vorarbeiten. Zum Abschluss
eines langen Wettkampftages standen noch der Speerwurf der Altersklasse M60 und
die 400m und 4x100m Staffelläufe aller Altersklassen mit LAC Beteiligung auf dem
Programm. Parallel zu den 400m Läufen ging Hartwig Vöhringer im Speerwurf an
den Start. Von seiner Silbermedaille im Diskuswurf inspiriert zeigte er auch im
Speerwurf unter diesen Bedingungen eine tolle Serie von guten Würfen und legte im
zweiten Versuch mit 41,36m den Grundstein für seine zweite Silbermedaille an
diesem Tag. Von diesem Erfolg motiviert unterbot Wilhelm Beyerle (M55) als Sieger
seines Zeitlaufes in 58,75 Sekunden klar die begehrte Minutenmarke. Rainer Strehle
überquerte als Dritter in 62,80 Sekunden im selbigen Lauf die Ziellinie. Nun galt zu
warten welche Zeiten noch im letzten von drei Zeitläufen für Zeiten erzielt wurden.
Am Ende war bei Wilhelm Beyerle die Freude riesengroßen. Mit dem vierten Platz
hatte der Essinger niemals gerechnet. Als Neunter verfehlte Rainer Strehle nur
hauchdünn die Podestplätze. Zum Abschluss des zweiten Wettkampftages war dann
der Mannschaftgedanke gefordert. Die 4x100m Staffel, dem letztjährigen Deutschen
Vizemeister, war von vorne herein klar, dass es diesmal für eine Medaille eher eng
werden dürfte. Die Essinger wollten aber nicht kampflos den anderen Teams diese
überlassen. Mit gelungene Wechsellief das Quartett in der Besetzung Ernst Litau,
Wilhelm Beyerle, Rainer Strehle und Klaus-Dieter Hutter in guten51,26 Sekunden aufdem sechsten Platz in das Ziel.


Wilhelm Beyerle sprintet zu Silber über 200m


Am dritten Wettkampftag sollten dann weiteren Medaillen für den LAC Essingen
Athleten folgen. Klaus-Dieter Hutter, der Mehrkämpfer stellte seine technischen
Fähigkeiten und Vielseitigkeit im Weitsprung unter Beweis. Mit Sprüngen knapp über
die Fünfmetermarke erreichte er sicher das Finale.


Zum Abschluss dieser drei Meisterschaftstage ging nochmals ein Quartett des LAC
Essingen über die die 200m an den Start. Markus Hübner machte hier den Anfang.
25,39 Sekunden bedeutenden am Ende den fünften Platz in der Altersklasse M45.
Gleich drei Sprinter der Altersklasse M55 aus Essingen wollten es über die 200m
Distanz wissen. Und die Drei wussten auch zu überzeugen.

Für die Überraschung des Tages sorgte Wilhelm Beyerle. Auf Bahn zwei hatte er alle
Favoriten vor sich. Couragiert lief er auf der ersten Streckenhälfte an. Ein starkes
Finish auf den letzten 50 Metern sicherte dem Essinger in 25,46 Sekunden den
Silberrang und damit seine erste Einzelmedaille bei Deutschen Meisterschaften.
Knapp dahinter lief Ernst Litau in 26,15 Sekunden in einem ebenfalls starken Lauf,
auf dem fünften Platz.

© LeichtAthletikClub Essingen 22.07.2019 13:28
525 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.