Lesermeinung

Zu den Lesermeinungen über die Anschaffung einer Stehtribüne für die Ostalb Arena, SchwäPo vom 29. Juli:

Beide Autoren nennen die mögliche Anschaffung einer neuen Stehtribüne für das Waldstadion „Steuerverschwendung“. Ich nenne es „eine sinnvolle Investition in städtisches Eigentum“. Warum? Es geht nicht um die sogenannten „paar Hardcore-Fans“. Es geht um Familien mit Kindern und Geringverdiener.

Pro Spiel standen ca. 850 Personen auf der alten Tribüne. Das waren nicht alles „Ultras“. Diese wären ohne neue Tribüne gezwungen, bei viel schlechterer Sicht im Regen zu stehen oder sich eine teurere Sitzplatzkarte zu kaufen. Für mich wäre das ein Unding.

Fußball ist und bleibt Volkssport Nummer eins. 300 000 Euro für eine neue Tribüne kann man gerne als „Steuerverschwendung“ ansehen. Ich frage mich dann aber, was sind über eine Million Euro jährlich an Subventionen für die Musikschule, eine Million für das Theater (hat im Jahr weitaus weniger Zuschauer als der VfR, nur am Rande), ein zweifelhafter Steg über den Hauptbahnhof, der Millionen mehr kostet als veranschlagt, oder ein „Kombi-Bad“, welches auch um Millionen teurer wird.

Wer sich zu Recht über fehlende Investitionen in Schulen etc. beklagt, dem zeige ich Projekte auf, welche wirklich Unsummen verschlingen, die besser woanders investiert wären.

Seltsamerweise kommt der Aufschrei aber meistens nur lauthals, wenn es um den VfR geht.

© Gmünder Tagespost 01.08.2019 18:58
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Kommentare

Wolfgang Waibel

Kann ich nur beipflichten!

“steuerverschwendung“ in dem Zusammenhang verwendet - vollkommen schlecht vorbereitet vor dem aufsetzen des Leserbriefes !