Wohin mit Schutt und Asche?

Das richtige Entsorgen von Abfällen ist häufig gar nicht so einfach, zumal die kommunalen Regelungen nicht bundesweit einheitlich sind. Viele Wertstoffe werden heute recycelt.
  • Für vieles, was oft im Sperrmüll landet, gelten eigentlich andere Entsorgungswege. Foto: Uwe Anspach/dpa

In der Verbrennungsanlage landet überwiegend nur noch der Hausmüll. Fast alle anderen Arten von Abfällen werden wiederaufbereitet und die Wertstoffe so dem Rohstoffkreislauf wieder zugeführt. Glas, Plastik und Papier kommen in die entsprechenden Müllcontainer und -tonnen. Aber was ist eigentlich mit Matratzen? Und mit dem kaputten Toaster? Oder dem Bauschutt von der Renovierung?

  • Matratzen: Für sie gibt es keine einheitliche bundesweite Regelung. Grundsätzlich gehören Matratzen zum Sperrmüll, erklärt Claudia Wieland vom Fachverband Matratzenindustrie. Sie rät auch, beim Matratzenkauf im Fachhandel nachzufragen. „Hier wird oftmals der Service angeboten, bei Lieferung der neuen Matratze die alte zu entsorgen.“
  • Medikamente: Sie dürfen auf keinen Fall im Ausguss der Spülbecken oder in der Toilette landen. Viele der Wirkstoffe können selbst modernste Kläranlagen nicht entfernen, sie gelangen in den Wasserkreislauf und sorgen dort dafür, dass Keime auf die Wirkstoffe resistent werden. Doch die Recyclinghöfe mancher Städte nehmen alte Medikamente an. „Besser man gibt sie in der Apotheke ab“, sagt Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.
  • Alte Lebensmittel: „Sie gehören ohne Verpackung in den Bio-Müll – und wenn das nicht möglich ist, dann in den Restmüll“, sagt Heldt.
  • Kosmetika: Alles, was in den Kosmetikbereich fällt, muss in den Restmüll, also etwa Cremes oder der Lippenstift. Das Gleiche gilt für Hygieneprodukte wie Feuchttücher und Wattestäbchen. Sie können Hausleitungen und Kanalisation verstopfen.
  • Elektrogeräte: Relativ eindeutig ist die Gesetzeslage in Sachen Elektroschrott. „Alle Elektrogeräte müssen dem E-Recycling zugeführt werden“, erklärt Felix Poetschke vom Umweltbundesamt in Dessau-Roßlau. Sie können gefährliche Stoffe wie Batterien oder Akkus enthalten und bestehen zumeist aus wertvollen und wiederverwertbaren Rohstoffen. Alle Wertstoffhöfe nehmen Elektrogeräte an.
  • Bauschutt und Altmetall: Hier hilft ein lokales Entsorgungsunternehmen weiter, das für derartige Abfälle gerne entsprechende Sammelcontainer zur Verfügung stellt. Zu beachten ist hierbei, dass die Container auf keinen Fall überladen werden dürfen. dpa
© Gmünder Tagespost 09.08.2019 20:06
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