Leserbeiträge

Die Tücke steckt im überladenen Detail ( P-GT von heute )

Applaus, Applaus, Applaus, stehender Applaus ...

Und ich bin offensichtlich nicht allein mit meinen Vorbehalten, obgleich diese sich auf andere Sachverhalte beziehen.

Die Kehrseite der 'Eventkultur um jeden Preis' erfahren die Anwohner - die sich zunehmend über Lärm und andere Belästigungen beschweren. Ob diese 'Events' auch zusätzliche Kaufkraft nach Gmünd bringen - ach, was soll diese schnöde Profitfrage, Hauptsache, man amüsiert sich.

Es wundert mich, dass der Verwaltung ( wem darin auch immer ) noch keine hochtrabende Bezeichnung für den 'Zeiselberg' als anzuhängendes Etikett eingefallen ist, wenn schon ein einfacher Pflasterplatz mit flachen Stolperstufen als 'Spanische Treppe' und ein begrüntes Etwas als 'Gärten der Alhambra' verkauft werden, geschweige denn ein ödes Schotterstück als 'GleisPARK' - im Grunde müssten jetzt alle richtigen Parks ihre Bezeichnung entrüstet im Rathaus zurück geben.

Diese Sucht, etwas Besonderes sein zu wollen, und wenn es schon in der Realität nicht so recht klappt, dann wenigstens als Etikett, erinnert mich doch sehr an 'des Kaisers neue Kleider'.

 

© In my humble opinion 14.08.2019 12:40
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Kommentare

In my humble opinion

Ich habe noch den 'Sonnenhügel' vergessen zu erwähnen.

Und im Grunde gehören 'Bud-Spencer-Bad' und 'Einhorntunnel' auch dazu ...

Saitenschuft

Was die Bezeichnung mehr oder weniger attraktiver Orte angeht, gebe ich Ihnen Recht. Im Vergleich zu Schorndorf fällt auch die Remstal-Gartenschau in Gmünd etwas ab. Vergangenen Sonntag wollte ich mit Gästen auf das (vormals)"Weinfest", welches im Kalender bis zu 11. August stattfinden sollte, aber da war nichts, außer die Forderung von Eintritt in den Stadtgarten :-( Wofür? Das finde ich schon reichlich unverschämt, vor allem wenn man bedenkt, mit welchem Enthusiasmus andere Gemeinden - und das ohne Eintritt zu verlangen - an der Remstal Gartenschau teilnehmen.

"Die Kehrseite der 'Eventkultur um jeden Preis' erfahren die Anwohner - die sich zunehmend über Lärm und andere Belästigungen beschweren. Ob diese 'Events' auch zusätzliche Kaufkraft nach Gmünd bringen - ach, was soll diese schnöde Profitfrage, Hauptsache, man amüsiert sich."

Da bin ich jedoch der Meinung: Gut so, dass in Gmünd mal was los ist! Da dürfte durchaus auch außerhalb der Gartenschau, bzw. danach, weiter etwas angeboten werden. Was mich als Hobby-Musiker jedoch ziemlich verstimmt hat: Wir haben einige gute lokale Bands in Gmünd die überhaupt nicht zum Zuge kommen. Warum? Ist der Prophet nicht wert im eigenen Land? In diesem Kontext bin ich auch nicht gerade bemüht, die unbekannten, von weiter her angereisten Bands anzuhören und war jetzt einige Male daher eher auf anderen Veranstaltungen.

Ich bin nur froh, dass man von der überaus schwachsinnigen Disco-Veranstaltung vor dem Einhorntunnel abgekommen ist! Aber ich befürchte es waren Sachzwänge und kein Nachdenken für die Änderung des Veranstaltungsortes ausschlaggebend.

In my humble opinion

Saitenschuft schrieb am 16.08.2019 um 10:32

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Da bin ich jedoch der Meinung: Gut so, dass in Gmünd mal was los ist! Da dürfte durchaus auch außerhalb der Gartenschau, bzw. danach, weiter etwas angeboten werden. Was mich als Hobby-Musiker jedoch ziemlich verstimmt hat: Wir haben einige gute lokale Bands in Gmünd die überhaupt nicht zum Zuge kommen. Warum? Ist der Prophet nicht wert im eigenen Land?

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Meine Kritik bezieht sich nicht auf das Feiern und die Freude daran, sondern auf die Verknüpfung von 'Event' und 'Kaufkraft'. Menschen, die zum Feiern nach Gmünd kommen, werden sicher nicht an einem der folgenden Tage wiederkommen, um in Kettenläden und Filialläden das in Gmünd kaufen zu wollen, was die gleichen Kettenläden und Filialläden in ihrem Heimatort zum gleichen Preis feilbieten. Es wäre für die Stadt insgesamt besser, wenn die Menschen kämen, weil 'in Gmünd gibt's alles, was du schon lange suchst'. Ich habe die Befürchtung, dass nur Events machen die Meinung erzeugt: "Feiern könn'se ja, aber sonst könn'se nix."