Digitalisierungsprobleme? Interim Manager können helfen

  • Interim Manager als Impulsgeber und Krisenmanager in Unternehmen | Foto: Nguyen Hung Vu, CC BY 2.0

Kaum ein modernes Unternehmen kann es sich noch leisten, die Digitalisierung zu vernachlässigen. Doch insbesondere kleine Betriebe mit wenig diesbezüglichem Know-how tun sich schwer, eine umsatzfördernde Digitalisierungsstrategie zu entwickeln - und genau in solchen Fällen können Interim Manager einspringen. Die "Manager auf Zeit" werden als eine Art Leiharbeiter in dem Unternehmen beschäftigt und helfen dabei, die Digitalisierung mit all ihren Aspekten erfolgreich umzusetzen. Wie funktioniert das Interimsmanagement und welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch für Unternehmen?

Schnell, effizient, lösungsorientiert
Interim Manager werden bevorzugt als Impulsgeber und Krisenmanager in ein Unternehmen geholt. Geeignete Kandidaten finden Unternehmen ohne langwierige Ausschreibungsprozesse beispielsweise über die Vermittlungsplattform interim-x.com. Das funktioniert in den meisten Fällen auch kurzfristig , sodass der Interim Manager zumeist binnen weniger Tage im Unternehmen anfangen kann. Statt also einen Manager fest anzustellen, der auch nach der erfolgreichen Umsetzung der Digitalisierungsstrategie bezahlt werden muss, ist der Interim Manager nach einer vereinbarten Zeit wieder weg. Da er selbstständig tätig ist, muss das Unternehmen für ihn auch keine Sozialabgaben zahlen.

In der Regel dauert der Einsatz eines Interim Managers wenige Monate, maximal ein Jahr. Aufgrund des kleinen Zeitfensters muss der externe Manager sehr fokussiert an Lösungsstrategien für das Unternehmen arbeiten; erfahrungsgemäß ist dies förderlich für einen schnellen Fortschritt. Ein weiterer Vorteil: Da der Interim Manager unbefangener ist, kann er auch unpopuläre Entscheidungen schneller und leichter treffen.

Die Nachfrage nach Interim Managern steigt stetig
Bei dieser zielorientierten Arbeitsweise verwundert es nicht, dass die Nachfrage nach Interim Managern zunimmt. Laut der Dachgesellschaft Deutsches Interim Management e. V. ist der Markt 2018 im Vergleich zum Vorjahr um knapp zehn Prozent gewachsen. Auch das Honorarvolumen hat sich vergrößert: Während es sich 2002 noch auf 80 Millionen Euro belief, liegt es seit 2013 konstant über 1 Milliarde Euro.

Als Tageshonorar ergeben sich somit Preise von durchschnittlich 1.000 Euro - doch die sind qualifizierte Interim Manager in jedem Fall Wert. Denn aufgrund ihres Erfahrungsschatzes, den sie durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen - teils auch sehr unterschiedlichen - Betrieben gewonnen haben, sind die Manager auf Zeit dazu in der Lage, einen langfristigen Plan zu erstellen, mit dem das Unternehmen optimal für das digitale Zeitalter gerüstet ist - und das auch, nachdem der Interim Manager bereits wieder gegangen ist.

Bildrechte: Flickr How to run an effective meeting, Nguyen Hung Vu, CC BY 2.0, Bestimmte Rechte vorbehalten

© Gmünder Tagespost 19.08.2019 10:13
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