Lesermeinung

Zum Leserbrief von Ekbert Hering in der GT vom 1. August:

Die weltweite „Fridays for future“-Bewegung hält uns allen zu Recht den Spiegel vor.

l. Der Klimawandel, sprich die Klimaerwärmung, wurde nach einer Studie des Fachblattes „Environmental Research Letters“ zu 63 % von 7 Staaten in einem Zeitraum von 200 Jahren verursacht. Hierbei entfällt der größte Anteil mit etwa 20 % auf die USA, jeweils 8 % auf China und auf jeweils 6,7 % auf Brasilien und Indien, jeweils 4 % auf Deutschland und Großbritannien und jeweils 2,7 % auf Frankreich und Indonesien. (...)

2. Aktuell emittiert China 25,6 % an den weltweiten Emissionen, USA 16,9 %, Indien 5,6 %, Russland 5,3 %, Japan 3,8 % und Deutschland 2,4 %. Zu berücksichtigen ist allerdings, dass jedem Land diejenigen CO 2-Emissionen zugerechnet werden, die auf dem Staatsgebiet erfolgen. China ist die verlängerte Werkbank insbesondere der Industriestaaten. (...)

3. Die Pro-Kopf-CO2 Emissionen in China liegen bei 6,57 t (Exportanteil eingeschlossen), in den USA bei 14,95 t, in Deutschland bei 8,88 t und in Indien bei 1,57 t. Wäre China nicht die verlängerte Werkbank, so läge die Pro-Kopf-Emission in China bei 4,4 t. (...)

4. Eine aktuelle Studie großer Umweltorganisationen bestätigt, dass der Bau von Kohlekraftwerken weltweit zurückgeht. (...).

5. Die erneuerbaren Energien legen weiter zu. Die EU fällt allerdings immer weiter zurück, China hat die Vorreiterrolle übernommen.

6. Auch Deutschland sollte sofort wieder eine Vorreiterrolle übernehmen, um im Konzert der weltweiten Akteure der Förderer erneuerbarer Energien als Industrieland glänzen zu können.

7. Falsch ist es, nichts oder viel zu wenig zu tun. Mein Dank und meine Sympathie gilt den weltweit auf die Straße gehenden jungen Menschen, die eine Zukunft haben möchten.

© Gmünder Tagespost 21.08.2019 18:52
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Kommentare

derleguan

Ausgerechnet am ersten heißesten Junitag seit der Wetteraufzeichnung wurde die Erklärung des Klimanotstandes in Schwäbisch Gmünd abgelehnt. Das spricht Bände über die Einstellung zum Klimawandel der Gemeinderäte, die gegen die Erklärung des Klimanotstandes stimmten. Die Verhinderungspolitik des Gemeinderates war ein überdeutliches Zeichen, denen, die sich Sorgen wegen des Klimawandels machen zu sagen, dass ihr Anliegen, die Nein- Stimmenden nicht die Bohne kümmert.
Anstatt dessen wird ein "Gmünder Klimarat" eingerichtet, nach dem Motto: Wenn ich nicht mehr weiter weiß gründe ich einen Klimaarbeitskreis. Die CDU will "Konkrete Maßnahmen". Das christliche Zentrum Schönblick für ein Altenpflegeheim ein Waldstück mit 200 Bäumen fällen. Da liegt einem das große Geld verdienen (Hemd) auch näher als die Bewahrung der Schöpfung (Hose) Es geht immer weiter so! Dies könnte der Gemeinderat gleich einmal unterbinden.
Ja bitte, sofort nach der Besetzung des neuen Gemeinderates den Antrag des Klimanotstandes wieder auf die Tagesordnung bringen.