Prozess ohne den VW-Chef

Herbert Diess erscheint nicht zur Aussage vor Gericht.
Ohne VW-Chef Herbert Diess, dessen persönliches Erscheinen angeordnet worden war, hat das Landgericht Duisburg über Schadenersatzklagen gegen den Autokonzern verhandelt. In den Verfahren geht es um die vom BGH als Sachmangel eingestufte Abschaltautomatik für Dieselfahrzeuge. Das Gericht wollte den VW-Chef zu einer Äußerung im ZDF befragen. Dort hatte Diess gesagt: „Das, was wir gemacht haben, war Betrug.“

Diese Äußerung sei eindeutig im Zusammenhang mit einer früheren Bestrafung von VW in den 70er-Jahren in Kalifornien gefallen und habe nichts mit der Problematik in Deutschland zu tun gehabt, betonte ein Anwalt von VW. Für den Richter geht aus dem Verlauf des Gesprächs hervor, „dass es um die aktuelle Abgasproblematik“ gegangen sei. Warum der VW-Chef nicht nach Duisburg gekommen war, konnte der Anwalt nicht sagen. dpa
© Südwest Presse 11.09.2019 07:45
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