Das tägliche Leben etwas leichter gestalten

Was in jungen Jahren vollkommen selbstverständlich war, stellt viele Menschen mit zunehmendem Lebensalter vor Schwierigkeiten – beispielsweise die Frage, wie in der eigenen Wohnung die Treppen gemeistert werden sollen. Ein Umzug in eine seniorengerechte Wohnung kann hier einiges leichter machen. Dennoch hängen viele Senioren am eigenen Zuhause. Tipps, wie ein Umzug möglichst problemlos gelingt.
  • Vor einem Umzug sind eine gute Recherche und Planung obligatorisch. Foto: GordonGrand/fotolia.com/Deutsche Leibrenten/akz-o

Steht der Umzug unmittelbar bevor, ist es wichtig, sich Gedanken über die Organisation zu machen. Was muss alles erledigt werden? Und wie soll der Umzug angegangen werden? Dabei hilft vor allem eine sorgfältige Planung.

Planung ist die halbe Miete

Ein Umzug ist anstrengend und kostet Geld. Gerade Senioren sind oft nicht mehr so belastbar oder sogar chronisch krank, sodass eine Wohnveränderung eine besondere Herausforderung bedeutet. Auch die Kosten sollten möglichst gering gehalten werden, da nicht jedem älteren Menschen ausreichend Geld zur Verfügung steht.

Ein Umzug im Alter ist eine Belastung für den Senior und dessen Angehörigen. Jedoch kann ein Wohnortwechsel viele Vorteile mit sich bringen. Auch der Umzug kann vergleichsweise entspannt vonstatten gehen, wenn zuvor einige Tipps beachtet werden.

Vor dem Umzug entrümpeln

Bei einem Umzug von einer Wohnung oder einem Haus in ein Pflegeheim können meist nicht alle Habseligkeiten mitgenommen werden. Daher sollte im Vorfeld des Umzugs entrümpelt werden.

Kostenvoranschläge einholen

Ob Umzugsunternehmen oder Handwerker – in jedem Fall sollten Kostenvoranschläge für den benötigten Service eingeholt und verglichen werden. Umzugskartons sind teuer und oft nicht sehr stabil. Alternativ können alte Obst- und Gemüse- oder Bücherkisten verwendet werden. Sind diese nicht vorhanden, können gebrauchte Umzugskartons im Internet günstig erworben werden. Hilfe beim Umzug findet man ebenfalls häufig im Internet – während der Ferien engagieren sich hier gerne auch Schüler und Studierende.

Sozialamt unterstützt finanziell

Ist das eigene Vermögen sehr gering und der Umzug so nur schwer zu realisieren, kann ein Antrag auf finanzielle Unterstützung beim Sozialamt gestellt werden. Auch wenn kein genereller Anspruch auf Zuschüsse besteht, sollte die Möglichkeit ausgeschöpft werden.

Umzugskosten absetzen

Erfolgt der Umzug aus gesundheitlichen Gründen und zahlt der umziehende Senior Einkommenssteuer, so können Kosten wie Ummeldegebühren, anfallende Kosten für Wohnungsannoncen, Ausgaben für den Auf- und Abbau von Haushaltsgeräten, Trinkgelder und Verpflegungskosten für Möbelpacker sowie für private und berufliche Umzugshelfer und Schönheitsreparaturen in der alten Wohnung als Werbungskosten und haushaltsnahe Dienstleistungen beim Finanzamt geltend gemacht werden.

Wenn im alltäglichen Leben dann keine Hürden mehr auftauchen, sind die Strapazen des Umzugs alsbald wieder vergessen. WiA

© Gmünder Tagespost 20.09.2019 13:19
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