Trends und Technologien erleben

Make Riesenandrang bei der Messe für Zukunft, Digitalisierung und Trends in der Lorcher Straße in Gmünd.
  • Zahlreiche Besucher, darunter viel Politik- und Wirtschaftsprominenz – im Vordergrund Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold und Landrat Klaus Pavel, lockte die Messe „Make“ bereits am ersten Tag ins Bosch AS-Werk in der Lorcher Straße. Fotos: Tom
  • Nicht nur schauen, sondern auch mitmachen können Besucher an zahlreichen Ständen.

Schwäbisch Gmünd

Wer noch nicht weiß, was er an diesem Wochenende machen soll: Auf der „Make“, der Messe für Zukunft, Digitalisierung und Trends in den Industriehallen von Bosch Automotive Steering in der Lorcher Straße ( bei Burger King) steppt der Bär.

Zum Auftakt am Samstagmorgen sind neben der geballten Politik- und Wirtschaftsprominenz aus Ostwürttemberg schon viele hundert Besucher gekommen. Vor allem junge Menschen und Familien belagern zu die Ausstellungsstände, die überwiegend von Azubis und jungen Mitarbeitern gestaltet und geführt werden.

„Stolz darauf, diese Messe in Gmünd durchführen zu können“, zeigte sich bei der Eröffnung am Samstagmorgen Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold, der „hellauf begeistert“ ist, „in welch unbeschwerter und positiver Stimmung hier die Menschen aller Generationen die Zukunft erleben“. Auch Landrat Klaus Pavel kommt ins Schwärmen: „Hier wird nicht die Krise bejammert, die 'Make' steht für Aufbruch. In der Region der patenten Talente ist das Glas immer halbvoll.“

Mehr als 100 Aussteller

Komplimente gibt es für die Organisatoren Alexander Trautmann, Alexander Groll (beide von der Stadt Gmünd) und Markus Schmid von der Industrie- und Handelskammer (IHK): „Die Messe übertrifft alle unserer Erwartungen“, sind sich die Besucher einig. Das angestrebte Ziel von 10 000 Besuchern wird wohl schon am ersten Tag erreicht. Die „Make“ stellt Trends und Technologien vor, die die Zukunft bestimmen werden. Über 100 Aussteller, 42 Vorträge, 37 Workshops, 12 Foodtrucks, der 100. Start-up BW Elevatorpitch – das sind die Hardfacts der Messe. Die „Make“ ist für experimentierfreudige Selbermacher, innovative Unternehmen und pfiffige Start-ups die passende Bühne, um Zukunftstechnologien und Ideen zu präsentieren.

Drohnen zum Ausprobieren

Hier wird nicht die Krise bejammert.

Klaus Pavel, Landrat

Aufgeteilt sind die 5000 Quadratmeter Messefläche in verschiedenen Areas, die Partnerfirmen präsentieren und in denen viele ostwürttembergische Unternehmen ihre Innovationen, Produkte, Trends und Dienstleistungen zeigen. In der Business-Area (Pate ist die Voith Group) sind das unter anderem Zeiss, Digital Hubs BW, FNT, INNEO Solutions, Bosch, Barmer, Stadtwerke Gmünd & GmündCOM, WWG Autowelt, HK Kunststofftechnik, Rieger Metall, Geo Data, Pawlowski, PTS Prüftechnik, Bühler, AOK, Graustich oder SDZ Druck & Medien. Die Kreissparkassen Ostalb und Heidenheim zeigen in der Sparkassen-Area digitale Möglichkeiten im Banking. In der Drohnen-Area gibt es Drohnen zum Anfassen und Fliegen lassen. Vorträge und Pitches bieten Gmünder Tagespost und Schwäbische Post in der Event-Area und in der Speakers Corner.

Schokolade aus dem Drucker

Highlights in der von Zeiss präsentierten Maker-Area sind ein Schokoladen-3D-Drucker, eine Smart-Bar, die Cocktails digital gesteuert mixt, oder das Repair Café Heidenheim, das beschädigte Gegenstände repariert. Das Bauhaus Dessau des Berliner Architekten Van Bo Le-Mentzel gibt es im Maßstab 1:6 als „Tiny House“-Version auf einem Anhänger zu bestaunen.

In der Start-up-Area sind neben Gründern wie Laurin Hilbert und Kilian Hegele von „tak“ oder Philipp Kaiser von „Brento“ 23 Start-ups aus dem gesamten Bundesgebiet dabei und zeigen zum Beispiel kompostierbare Handyhüllen, personalisierte Arzneimittel aus dem 3-D-Drucker, Desktoplaser oder Insektennudeln made in Germany.

Die Pädagogische Hochschule Gmünd, die Hochschule für Gestaltung Gmünd, die Hochschule Aalen und die Duale Hochschule BW Heidenheim bieten in der von den Stadtwerken präsentierten Hochschul-Area die Möglichkeit, um mit Studierenden und Professoren in Kontakt zu kommen. Die Gmünder Wissenswerkstatt Eule, das Explorhino-Center Aalen und die Zukunftsakademie (ZAK) Heidenheim bieten in der von Siemens präsentierten Kids Area Workshops und Mitmachaktionen für Kinder und Jugendliche an. Im Außenbereich stellt das Team NÖ (Nördlingen) verschiedene Arten von Drohnen vor.

Eintrittspreise: Tagesticket: Erwachsene 8 Euro; Kinder, Jugendliche, Studierende, Azubis, Schwerbehinderte: 4 Euro; Familien mit bis zu drei Kindern: 16 Euro. Wochenendticket: Erwachsene 12 Euro; Kinder, Jugendliche, Studenten, Azubis, Schwerbehinderte: 8 Euro, Familien: 24 Euro. Rabatt: Besitzer einer Dauerkarte der Remstalgartenschau oder einer Sparkassen-Card zahlen 2 Euro weniger.
Öffnungszeiten: Die Messe ist an diesem Samstag, 28. September, bis 17 Uhr geöffnet, am Sonntag, 29. September, von 10 Uhr bis 17 Uhr.

© Gmünder Tagespost 28.09.2019 15:43
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