Verstecken verboten

Proteste In Hongkong gilt jetzt Vermummungsverbot
  • Dieser Mann trägt eine Maske. So kann man sein Gesicht nicht erkennen. Foto: dpa

Hongkong. Menschen mit Masken, Sonnenbrillen und Tüchern laufen durch die Straßen. So etwas sieht man gerade in der Stadt Hongkong in Asien häufig. Dort finden seit Monaten große Demonstrationen gegen die Regierung statt. Bei den Protesten verstecken einige Menschen ihr Gesicht. Sie wollen nicht erkannt werden. Man nennt das auch vermummen.

Bei uns in Deutschland gibt es ein Vermummungsverbot. Denn wenn vermummte Menschen sich nicht an die Gesetze halten, ist es viel schwieriger, sie zu finden. Das Verbot besagt, dass das Gesicht zum Beispiel bei Demos zu erkennen sein muss. Wer aber etwa im Winter mit dem Fahrrad zur Schule fährt, kann sein Gesicht schon mit einem Schal gegen die Kälte einmummeln.

Auch in Hongkong gilt ab Samstag ein Vermummungsverbot. Einige Demonstranten hatten während der Proteste auch Gewalt ausgeübt. «Wir können nicht erlauben, dass die Situation immer schlimmer wird», sagte die Chefin der Regierung am Freitag.

Doch nicht alle Hongkonger, die sich vermummen, haben auch etwas Böses im Sinn. Manche wollen auch einfach nicht erkannt werden. Und einige tragen auch Masken, um sich zum Beispiel vor Sprays zu schützen. Diese setzt die Polizei ein, um die Demonstranten zu vertreiben.

© Gmünder Tagespost 04.10.2019 16:54
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