Lesermeinung

Zum Thema Windkraft:

Nach dem Willen der Landesregierung sollen in Baden-Württemberg 20 000 weitere Windanlagen errichtet werden, dies zeigt der neue Potenzialatlas für Windkraft. Auch kleine Dörfer wie Börrat, Neubronn, Hohenstadt, Schechingen, Leinweiler sollen zugebaut werden.

Wenig Einwohner, wenig Gegenwehr. Hoffentlich informieren sich die Grundstückseigentümer, auf deren Land die Anlagen errichtet werden sollen, über die Auswirkungen des Infraschalls (Druckwellen), Bodenvibrationen, Lärm und Schlagschatten, die von solchen Anlagen ausgehen. Hoffentlich erliegen sie nicht den Verlockungen des Geldes und erhalten den Menschen ihre derzeitige Lebensqualität.

Übrigens, am Wohnort von Herrn Untersteller und Herrn Kretschmann sind keine Anlagen vorgesehen. Mehr Infos www.mensch-natur-bw.de

© Gmünder Tagespost 07.10.2019 21:55
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Kommentare

In my humble opinion

Und nun haben wir ein kleines Problem:

Die Kernkraftwerke werden demnächst abgeschaltet, die Kohlekraftwerke sollen eigentlich 'sofort' abgeschaltet werden, spätestens aber ..., die Gaskraftwerke ( wenn auch graduell besser als Kohle )  sind auch nicht so umweltfreundlich und verbrennen dazu noch russisches Gas, Pumpspeicherwerke werden nicht gebaut ( Atdorf ) ...

Bitte erklären Sie mir, wie aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung kommt.

derleguan

Weltweit stammt fast die Hälfte der Emissionen aus Kohlekraftwerken. Wenn das Klimaziel von Paris nicht scheitern soll, ist ein radikaler, schneller Ausstieg unvermeidlich. Alternativen stehen genügend bereit. Doch die Versuchung, abgeschriebene Braunkohlekraftwerke so lange wie möglich laufen zu lassen ist groß. Ein rascher Abbau der Subventionen für diese Kraftwerke ist von der Politik gefordert. Es ist höchste Zeit, dass sich die FDP, CDU und CSU bewegen und die Fördertöpfe für die Braunkohle dicht machen. Speziell die FDP müsste für diesen Subventionsabbau sein, so dass der freie Markt die Energieerzeugung wieder regelt. Seit Jahren kämpft die Klimabewegung für den Kohleausstieg, von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit unterstützt. Die Zukunft unseres Planeten darf nicht kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Niemand bestreitet ernsthaft, dass die fossilen Energieträger endlich sind. Die Frage ist einzig, wie lange sie noch reichen. Wie lange welche Vorräte noch zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten gefördert werden können. Global verbrennen wir pro Jahr etwa so viel fossile Energieträger, wie die Natur in einer Million Jahren gebildet hat.
Was passiert mit dem Klima, wenn wir die Förderung ausreizen und das Kohlendioxid, die Schadstoffe, die in einer Million Jahre eingelagert wurde, jährlich ausblasen? Bei der Ausbeutung der Kohle wäre vermutlich 2200 Schicht im Schacht. Zwölf Menschheitsgenerationen hätten denn in ca. 400Jahren die in über 400 Millionen Jahren gebildeten fossilen Energiereserven der Erde abgfackelt.

"Bitte erklären Sie mir, wie aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung kommt."

Als ob es bei irgendjemandem schon einmal kein Strom mehr aus der Steckdose kam, weil er nicht produziert wurde. Sollte bei mir einmal kein Strom mehr aus der Steckdose kommen, würde ich zuerst die Sicherung und dann die Leitungen durch einen erfahrenen Elektriker kontrollieren lassen.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 08.10.2019 um 07:44

...

"Bitte erklären Sie mir, wie aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung kommt."

Als ob es bei irgendjemandem schon einmal kein Strom mehr aus der Steckdose kam, weil er nicht produziert wurde. Sollte bei mir einmal kein Strom mehr aus der Steckdose kommen, würde ich zuerst die Sicherung und dann die Leitungen durch einen erfahrenen Elektriker kontrollieren lassen.

Sie reden nur von der Vergangenheit, wobei ich als sicher annehme, dass Sie wissen, dass der Strom nicht in der Hauptsicherung Ihrer Wohnung entsteht.

Ich hingegen spreche eine Frage für die Zukunft aus, nämlich wenn die Kernkraftwerke ... abgeschaltet, die Kohlekraftwerke ... abgeschaltet, die Gaskraftwerke nicht betrieben, die Pumpspeicherwerke ... nicht gebaut, die WKA und die Stromleitungen wegen unzähliger Einsprüche nicht gebaut worden sind.

Wie und woher kommt dann aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung?

derleguan

In my humble opinion schrieb am 08.10.2019 um 14:39

Sie reden nur von der Vergangenheit, wobei ich als sicher annehme, dass Sie wissen, dass der Strom nicht in der Hauptsicherung Ihrer Wohnung entsteht.

ja in fiktive Ängste der Zukunft lässt es sich wohlig warm reinsteigern. Wenn ich mir einen Krimi im Fernsehen anschaue habe ich auch manchmal Angst vor einem Einbrecher. Wenn man den vielen Terrorissmus in der Welt sieht, hat man Angst vor einem Terroranschlag. Wenn von den vielen Flüchtlingen gesprochen wird, kommt man sich so fremd im eigenen Land vor. Wenn  eine leichte Wirtschaftsrezzesion angedeutet wird, fürchtet man sich um den eigenen Wohlstand, seinen Arbeitsplatz...... Ängste, Ängste, Ängste - sie werden laufend geschürt und zeigen ihre Wirkung.

In my humble opinion

derleguan schrieb am 08.10.2019 um 21:52

... Ängste, Ängste, Ängste ...

Lenken Sie doch bitte nicht vom Thema ab mit diesem 'whataboutism'.

In der Vergangenheit gab es genügend Strom, aus Kernkraftwerken, aus Kohlekraftwerken, dazu dann und langsam zunehmend auch WKA und PVA.

Wenn hingegen Kern-KW, Kohle-KW abgeschaltet, aber keine zusätzlichen WKA und Leitungen aufgebaut werden, wie es doch wohl augenscheinlich viele in unserem Land wollen, ist doch die einfache logische Frage, woher denn dann der Strom kommen soll, wollen Sie das nicht verstehen?

derleguan

"Überangebot an Strom führt zu negativen Strompreisen

Das Überangebot an Strom, das durch alte Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke, KWK-Anlagen und sehr viel Strom aus erneuerbaren Energien kam, führte in der Vergangenheit kurzfristig zu negativen Strompreisen an der Börse. Dies war teilweise auch während der Nacht der Fall. In der Nacht ist die Stromnachfrage deutlich geringer. Auch am Wochenende gab es schon Fälle von negativen Strompreisen. Auch hier war der Bedarf an Strom gering und sorgte für Preise unter 0 Cent je Kilowattstunde.

Falls die älteren Kraftwerke nicht flexibler werden, kann es zukünftig noch häufiger zu niedrigen und auch negativen Börsenpreisen kommen. Dabei kann der Strom aus erneuerbaren Energien allein in naher Zukunft noch zu keinem Überangebot an Strom führen."

https://www.stromanbietervergleich.net/stromanbietervergleich-blog/146-negative-strompreise-strom-umsonst.html

Hermann Dirr

Zitat: "wenn die Kernkraftwerke ... abgeschaltet, die Kohlekraftwerke ... abgeschaltet, die Gaskraftwerke nicht betrieben, die Pumpspeicherwerke ... nicht gebaut, die WKA und die Stromleitungen wegen unzähliger Einsprüche nicht gebaut worden sind."n my humble opinion schrieb am 08.10.2019 um 14:39

Eher ist es so, dass WKAs oft wegen Flaten gar kein Strom bereitstellen können. Im Gegenteil, im Stanby-Betrieb verbauchen große Anlagen ca 60 kWh Stunde für Stunde.
Die gesicherte Einspeiseleistung lag in 2019 von derzeit ca. 30.000 WKAs bei gerade mal 0,277 GW. Welches Kraftwerk, egal ob Kernkraft oder Fossil, kann damit ersetzt werden.
Und Pumpspeicher sie wegen der Topographie in Deutschland gar nicht großartig ausbaubar. Klar können wir wegen der Weltenrettung alle Täler unter Wasser setzen, wollen wir das?

Zitat: "Wie und woher kommt dann aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung?"

Er kann nur unterbrechungsfrei von zuverlässigen Stromerzeugern kommen und WKAs sind es nicht. Einfach mal nachdenken.

So lange wir keine anderen zuverlässigen Stromerzeuger haben, bleiben uns nur Kernkraft und die fossil arbeitenden Kraftwerke, es sei denn wir können in vielen Zeiten ohne Strom leben. Aber können wir das?

In my humble opinion

Hermann Dirr schrieb am 09.10.2019 um 12:46... Einfach mal nachdenken. ...

Ich bin der falsche Adressat, denn ich habe hier die provokative/rhetorische Frage gestellt, woher der Strom kommen soll, wenn wir ... abschalten und ... verhindern.

Sie sollten diejenigen ansprechen, die für den Ausstieg aus der Kernkraft votiert haben, die für den Ausstieg aus der Kohlekraft votieren, die BIs gründen und lautstark gegen WKA und Stromtrassen votieren oder ohne Begründung alles besser wissen.

Günter Bartsch

Hallo in die Runde.

Wer liefert seit mehr als hundert Jahren zuverlässig und Zeitgerecht Strom

(Elektrische Energie) unsere Kraftwerke.

Strom muss in dem Moment da sein wenn er gebraucht wird „SPÄTER IS ZU SPÄT“.

Wir brauchen unsere Kraftwerke egal ob Kohle oder Atom usw.

Nur Kraftwerke können Regelenergie liefern Windräder nicht sind keine Kraftwerke.

Kurz zur Regelenergie.

Ich stelle meinen Tempomat auf 130 km/h.

Der Tempomat regelt dann Bergauf und Bergab eine konstante Geschwindigkeit von 130 km/h.

Kraftwerke machen das auch so.

Kohle, Öl, Atom usw. sind Primärenergieträger die wir noch eine ganze Weile brauchen.

Wenn die Deindustrialisierung (wer will das ?) Deutschland’s abgeschlossen ist brauchen wir natürlich keine Kraftwerke mehr.

Mit freundlichem Glück Auf

aus’m Ruhrpott

Günter Bartsch

Ralf Borger

derleguan schrieb am 08.10.2019 um 07:44

Weltweit stammt fast die Hälfte der Emissionen aus Kohlekraftwerken. Wenn das Klimaziel von Paris nicht scheitern soll, ist ein radikaler, schneller Ausstieg unvermeidlich. Alternativen stehen genügend bereit. Doch die Versuchung, abgeschriebene Braunkohlekraftwerke so lange wie möglich laufen zu lassen ist groß. Ein rascher Abbau der Subventionen für diese Kraftwerke ist von der Politik gefordert. Es ist höchste Zeit, dass sich die FDP, CDU und CSU bewegen und die Fördertöpfe für die Braunkohle dicht machen. Speziell die FDP müsste für diesen Subventionsabbau sein, so dass der freie Markt die Energieerzeugung wieder regelt. Seit Jahren kämpft die Klimabewegung für den Kohleausstieg, von einer breiten gesellschaftlichen Mehrheit unterstützt. Die Zukunft unseres Planeten darf nicht kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen geopfert werden. Niemand bestreitet ernsthaft, dass die fossilen Energieträger endlich sind. Die Frage ist einzig, wie lange sie noch reichen. Wie lange welche Vorräte noch zu wirtschaftlich vertretbaren Kosten gefördert werden können. Global verbrennen wir pro Jahr etwa so viel fossile Energieträger, wie die Natur in einer Million Jahren gebildet hat.
Was passiert mit dem Klima, wenn wir die Förderung ausreizen und das Kohlendioxid, die Schadstoffe, die in einer Million Jahre eingelagert wurde, jährlich ausblasen? Bei der Ausbeutung der Kohle wäre vermutlich 2200 Schicht im Schacht. Zwölf Menschheitsgenerationen hätten denn in ca. 400Jahren die in über 400 Millionen Jahren gebildeten fossilen Energiereserven der Erde abgfackelt.

"Bitte erklären Sie mir, wie aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung kommt."

Als ob es bei irgendjemandem schon einmal kein Strom mehr aus der Steckdose kam, weil er nicht produziert wurde. Sollte bei mir einmal kein Strom mehr aus der Steckdose kommen, würde ich zuerst die Sicherung und dann die Leitungen durch einen erfahrenen Elektriker kontrollieren lassen.

Ihr kommentar zeigt eindeutig das Sie nicht wissen um was es geht. Werden alle Kraftwerke abgeschaltet haben nicht nur Sie sondern ganz Deutschland keinen Strom. Einkaufen fehl anzeige da keine Kassen und kphlregale gehen.  Krankenhaus nach 24 Std. Steht der notsteomgenerator nachtanken geht nicht da man zum tanken Strom brauch.  Wasserversorgung gibt es auch nicht weil die pumpen mit Strom laufen.  Feuerwehr Polizei Notruf geht auch nicht.  Heizung geht auch nicht. Industrie macht zu . Es ist nicht möglich ein industrieland wie Deutschland nur mit Wind und Solar Energie zu versorgen. 

Das Leistungsnetz bzw. Die Frequenz muss immer bei 50hz liegen +/- 3 Hz sonst ist der Blackout da. Googlen sie erstmal wie oft bis dato schon eingegriffen  werden musste damit die Versorgung sicher gestellt ist.  

Ja die Resourcen sind endlich aber alles auf das Klima schieben ? Dies ändert sich seit Anbeginn der Erde und wird es weiterhin tun  ob mit oder ohne den Menschen.  Es gab zeiten da war das böse co2 zig mal höher als heute und dennoch war es kälter. Zumal keine einzige der orhegesagten Prognosen stimmte. Egal ob Nordpol eisfrei fidschi versinkt im Meer etc.pp 

Elmar Oberdörffer

In my humble opinion schrieb am 08.10.2019 um 00:38

Und nun haben wir ein kleines Problem:

Die Kernkraftwerke werden demnächst abgeschaltet, die Kohlekraftwerke sollen eigentlich 'sofort' abgeschaltet werden, spätestens aber ..., die Gaskraftwerke ( wenn auch graduell besser als Kohle )  sind auch nicht so umweltfreundlich und verbrennen dazu noch russisches Gas, Pumpspeicherwerke werden nicht gebaut ( Atdorf ) ...

Bitte erklären Sie mir, wie aus Ihrer Sicht der Strom in die Steckdosen in Ihrer und meiner Wohnung kommt.

Und wenn die Kern- und Kohlekraftwerke dann abgeschaltet sind, haben wir ein großes Problem. Dann kommt nämlich gar kein Strom aus der Steckdose, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint, ganz egal, wie viele Windräder dann in der Landschaft herumstehen. Die gesicherte Leistung aller Windräder und PV-Anlagen ist nahezu Null, ohne Kohle- und Kernkraftwerke ist ein deutschlandweiter Blackout unvermeidbar, mit katastrophalen Folgen. Viel Glück also!

Ute Treber

In my humble opinion schrieb am 08.10.2019 um 23:51

Lenken Sie doch bitte nicht vom Thema ab mit diesem 'whataboutism'.

In der Vergangenheit gab es genügend Strom, aus Kernkraftwerken, aus Kohlekraftwerken, dazu dann und langsam zunehmend auch WKA und PVA.

Wenn hingegen Kern-KW, Kohle-KW abgeschaltet, aber keine zusätzlichen WKA und Leitungen aufgebaut werden, wie es doch wohl augenscheinlich viele in unserem Land wollen, ist doch die einfache logische Frage, woher denn dann der Strom kommen soll, wollen Sie das nicht verstehen?

Sehen Sie, dass genau ist die Frage. Deutschland ist das einzige Land, welches sich komplett aus der sicheren Stromversorgung abkoppeln will. Wir forcieren , unterstützt von dummen Kindern und Ökospinnern, schon seit langem einen Blackout. Hätten wir keine Unterstützung von unseren Nachbarländern, die deshalb sogar ihre völlig maroden AKW wieder in Betrieb genommen haben, würden wir schon lange im Dunklen sitzen.
Es macht einen wirklich fassungslos, wie sich so viele Menschen verblöden, sorry!, lassen, weil ein paar NGO und wer auch sonst noch am Euter der s.g. Energiewende hängt,sich eine goldene Nase verdienen wollen.
Mir kommt es langsam so vor, als wären die Leute masochistisch veranlagt. Man glaubt lieber diese Weltuntergangsszenarien, als Fakten. Die Befürworter verdienen viel Geld mit ihrer Panikmache, was treibt denn bitte die Kritiker an, wenn es doch schon beschlossen ist, sich sein Grab selbst zu schaufeln? Und auch mal schauen, wer diese "Wissenschafler" bezahlt, die diesen Klimaschwachsinn unterstützen und wer hinter dem IPCC steckt.