Lesermeinung

Zum Thema Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen:

Deutschland verhält sich wie ein Dinosaurier, nicht nur bei der Kohleverstromung, sondern auch mit der Weigerung, eine allgemeine Geschwindigkeitsbeschränkung auf Autobahnen einzuführen. Das ist wider alle Vernunft. Deutschland ist fast das einzige Land dieser Erde ohne Tempolimit. Dabei ist klar, dass bei Tempo 130 auf Autobahnen die Vorteile überwiegen: Besserer Verkehrsfluss, weniger Unfälle und damit weniger Verletzte und Tote, geringerer Spritverbrauch, weniger Abgase und CO2-Ausstoß und nicht zu vergessen stressfreieres Fahren.
Zum Glück sind wir keine Dinos – die sind nämlich wegen der Unfähigkeit, sich auf klimatische Veränderungen einzustellen, ausgestorben. Daher lieber Herr Barthle, lieber Herr Lange: „Freie Fahrt für freie Bürger“ war gestern, ein Tempolimit muss her.

© Gmünder Tagespost 08.10.2019 20:53
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Kommentare

derleguan

Es geht nicht nur ums Tempolimit. Der aktuelle Golf hat ein Leergewicht von 1,3 Tonnen und befördert in der Regel ca. 80 kg Mensch. Das verhältnis zwischen Transport- und Leergut liegt bei 1:16. Auch ein E-Golf läge bei 1,9 Tonnen mit Batterie bei 80kg Mensch, das wäre dann ein Verhältnis von 1:24. Beim VW Käfer waren es 700 kg, das war ein Verhältnis 1:9. Das Verhältnis zwischen SUV und Transportgut möchte ich hier gar nicht erst errechnen. Das Auto ist nicht effizient. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Autoverkehrs liegt in Los Angeles bei 17km/h in Stuttgart vielleicht bei 25km/h. Das ist die Geschwindigkeit eines unsportlichen Radfahrers. Das Auto zerstört die Städte indem es vielmal mehr Fläche je Transporteinheit beansprucht wie zb. Der Mensch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder Fahrrad. Das Auto ist im Hinblick aufs Klima nicht vertretbar, egal ob Verbrennungsmotor oder Elektroauto. Das Auto ist mörderisch. 25.000 Menschen sterben Jahr für Jahr in Europa im Auto, weltweit sind es mehr als eine Million jährlich.