Lesermeinung

Zu: „Wohnungsnot. Enteignen als Option?“ in der SchwäPo am Samstag, 5. Oktober, Seite 1:

Die Grünen-Spitze spricht sich im „Kampf gegen Wohnungsnot“ für Enteignungen von Bodenbesitzern aus, die ihre Grundstücke nicht bebauen. Sie sollen rechtlich zum Verkauf an die Kommune gezwungen werden und eine kleine Entschädigung erhalten. Es ist ihr Besitz, ob als Streuobstwiese, zum Bebauen für die Enkel oder um abzuwarten. Sie sollen nun durch die Kommunen, von den Grünen, enteignet werden können. Die Partei „Die Grünen“, hochgepusht zur Öko-Partei, hat Wurzeln. Der Ursprung liegt in der Umweltbewegung der DDR in den 1980ern. Erste Pläne zur Gründung der Grünen auch im Westen gab es 1984 bei einem Treffen mit Petra Kelly. In Halle, 1990, wurden die Grünen formell gegründet. Sie sprachen sich für Umweltschutz aus, lehnten aber eine Wiedervereinigung mit der BRD ab. Entstanden in der DDR, versuchten sie nach dem Mauerfall in der BRD Fuß zu fassen. Am 14. 10. 1990 fanden die ersten Landtagswahlen statt, in der sie Stimmen bekamen. Das haben sie durch ihr Umweltbewusstsein erreicht. Nun aber sieht man durch die Idee der Grundstücksenteignungen, um Wohnraum/Bebauung zu schaffen, dass von DDR-Gedanken doch noch etwas übrig geblieben ist. Menschen ihrer Grundstücke mit Staatsgewalt, durch die Kommunen, zu enteignen, zeigt nun den wahren Gedanken dieser Partei: Ein ehemaliges DDR-System wieder aufleben zu lassen unter dem Deckmantel des Naturschutzes, der Wohnungsnot. Dies macht Angst und sollte zum Nachdenken veranlassen.

© Gmünder Tagespost 08.10.2019 23:09
803 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben

Kommentare

derleguan

Die Grünen sind im Westen, in der BRD in in den frühen 80er Jahren entstanden als Partei gegen die atomare Aufrüstung des Westens und als Umweltbewegung!

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 09.10.2019 um 06:57

Die Grünen sind im Westen, in der BRD in in den frühen 80er Jahren entstanden als Partei gegen die atomare Aufrüstung des Westens und als Umweltbewegung!

Guten morgen, werter Leguan.

na sowas.....?

Am 12. Mai 1983 enthüllten Lukas Beckmann, Petra Kelly, Gert Bastian auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin 2 Transparente mit der Aufschrift: "Die Grünen - Schwerter zu Pflugscharen" und " Die GRÜNEN -jetzt anfangen". So waren die GRÜNEN geschaffen.

Bitte alles genau nachlesen, sind einige Seiten, dauert ein bißchen, also bitte langsam, ganz langsam lesen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lukas_Beckmann

Damals, in der DDR, gehörte alles dem Staat, die GRÜNEN konnten sich also ganz dem Umwelt- und Naturschutz widmen.

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 09.10.2019 um 06:57

Die Grünen sind im Westen, in der BRD in in den frühen 80er Jahren entstanden als Partei gegen die atomare Aufrüstung des Westens und als Umweltbewegung!

Werter Leguan,

und wenn Sie schon am Lesen sind, der Lebenslauf von Gert Bastian ist auch interessant. Warum gründet ein Mann aus dem Westen, gemeinsam mit anderen, am 12. Mai 1983 eine Partei, die GRÜNEN, in der DDR?

https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Bastian

Seine militärische Laufbahn im 2. Weltkrieg ist sehr interessant.

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 09.10.2019 um 06:57

Die Grünen sind im Westen, in der BRD in in den frühen 80er Jahren entstanden als Partei gegen die atomare Aufrüstung des Westens und als Umweltbewegung!

Wichtig:

Natürlich, aber: Ich rede, auch im Leserbrief immer von der jetzigen, bekannten, gewählten Partei BÜNDNIS 90/die GRÜNEN und nicht von den GRÜNEN aus dem 70ern mit Joschka Fischer!

grünspecht

Vielleicht hilft ja ein Blick in das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, das am 8. Mai 2019 70 Jahre alt wurde.

Besonderer Aufmerksamkeit seien die Grundrechtsartikel 14 und 15 empfohlen, so z. B. 14 (2): Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.

hannes67

Enteignung, egal ob vom GG gedeckt oder fragwürdiges Mittel aus vergangenen Zeiten, ist der Weg derer, die keine Lösungen zu einer (fiktiven) Wohnungsmisere anbieten wollen oder können.

Gäbe es Wohnungsnot in dem allseits geschildertem Maß, säßen über hunderttausend Menschen unter Brücken. Ist dem so? Nach dem Kllimanotstand kommt nun hierzulande der Wohnungsnotstand - welcher Notstand folgt danach? Dieser Wohnungsnotstand ist ein wunderbares Mittel, um Stimmung im Land zu machen, mehr nicht (man muss sich nur einmal anschauen, wer alles auf den Wohnungsnotstand-Zug aufgesprungen ist).

Eigentum verpflichtet - wer bestimmt, dass diese Pflicht daraus besteht, Wohnraum anzubieten? Wer bestimmt, dass der Wohnraum unter Marktwert anzubieten ist?
Das weiß sogar ich :-))) - es bestimmen diejenigen, die am lautesten schreien.

Karin Hofmann

hannes67 schrieb am 09.10.2019 um 17:27

Enteignung, egal ob vom GG gedeckt oder fragwürdiges Mittel aus vergangenen Zeiten, ist der Weg derer, die keine Lösungen zu einer (fiktiven) Wohnungsmisere anbieten wollen oder können.

Gäbe es Wohnungsnot in dem allseits geschildertem Maß, säßen über hunderttausend Menschen unter Brücken. Ist dem so? Nach dem Kllimanotstand kommt nun hierzulande der Wohnungsnotstand - welcher Notstand folgt danach? Dieser Wohnungsnotstand ist ein wunderbares Mittel, um Stimmung im Land zu machen, mehr nicht (man muss sich nur einmal anschauen, wer alles auf den Wohnungsnotstand-Zug aufgesprungen ist).

Eigentum verpflichtet - wer bestimmt, dass diese Pflicht daraus besteht, Wohnraum anzubieten? Wer bestimmt, dass der Wohnraum unter Marktwert anzubieten ist?
Das weiß sogar ich :-))) - es bestimmen diejenigen, die am lautesten schreien.

Hallo Hannes,

es gibt eine Wohnungsnotmisere, ja. Warum? Teure Wohnungen sind zu haben, werden angeboten. Immer mehr Menschen werden arbeitslos (Opel, VW, jetzt 9000 Stellen bei der Deutschen Bank, bei SHW...), die die Kosten für die bisherige Wohnung nicht mehr aufbringen können. Frage: Warum sollen diese Enteignungen stattfinden? Aus Wohnraumnot? Nein. Die Grenzen werden geöffnet, Erdogan, der bisher ruhig gestellt und dafür mit Millionen bezahlt wurde, droht für alle Flüchtlinge die in seinem Land untergebracht sind die Grenze zu Europa zu öffnen. Das sind 800.000. Der Shuttle-Service von Rettungsschiffen zwischen Afrika/Lybien wird dank "Open hearts..." verstärkt, jeder 4. soll formell in D aufgenommen werden. PRO ASYL GRÜN unterstützt. Zur Enteignung von Grundstücken: Wer bezahlt die Unterkünfte für Asylbewerber? Die Kommunen. Wer ist zuständig für die Unterbringung? Die Kommunen. Wenn alle Flüchtenden, es werden 1/2 Mio. sein, in D ankommen:Die Kommunen. Wenn LEAs voll, wie werden sie verteilt? , Staat/Kommunen enteignen jetzt freie Grundstücke zum Wohnungsbau. Für uns? Nein. Es werden in Fertigbautechnik schnellstens Unterkünfte für Flüchtlinge erstellt, Häuser hochgezogen, Container aufgestellt, notfalls Zelte wie in der Türkei. Dazu und allein dazu ist jedes Grundstück wichtig. Da geht es nicht um Wohnraumschaffung, um Bebauung von Sozialwohnungen für alleinerziehende Mütter oder unsere Menschen. Da geht es um Wohnraumbebauung für Asylanten. Wir werden sehen. 

derleguan

Die reichen Leute investierten das Geld entweder in Aktien = aufgeblasene Börse, oder in Immobilien was die Preise für Häuser und damit auch Mieten in die Höhe schnellen lies. Deshalb fehlt nun der bezahlbare Wohnraum. Oder haben sie von einer Bevölkerungsexplosion in Deutschland gehört? In erster Linie muss die soziale Ungleichheit bekämpft werden, wenn die sich vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich nicht weiter vergrößert werden soll. Genau diese bildet den materiellen Nährboden für Rechtspopulismus, Rassismus und Nationalismus. Das beste Mittel gegen den Rechtspopulismus war und ist eine gute Sozialpolitik, die dafür sorgt, dass niemand Angst vor Arbeitslosigkeit, Armut und bezahlbaren Wohnraum haben muss. Ich meine hiermit nicht den Ausbau des Wohlfahrtsstaates, sondern zum Beispiel bezahlbare Wohnungen. Europa wurde durch die EZB in letzten Jahren geradezu mit Geld überschwemmt, ca. 60Mrd. € jeden Monat. Das Geld landete auch am Schluss nicht bei den Ottonormalverbrauchern oder gar Harz IV Empfängern, sondern bei denen die sowieso schon Geld im Überfluss besitzen, so genanntes Helikoptergeld.

hannes67

Sehr geehrter Herr/Frau Leguan!

Oh Mann ... BevölkerungsEXPLOSION in Deutschland???

Das Statistische Bundesamt geht von einem Bevölkerungsrückgang um 4-6 Millionen bis 2035 hierzulande aus. Dieser wäre stärker zu spüren, wenn wir nicht 2015/2016 einen Zuwachs zu verzeichnen hätten. Nachzulesen ist dies auf den Webseiten des Bundesamtes. Das sind OFFIZIELLE Zahlen! Von Explosionen hinsichtlich der Entwicklung der Bevölkerung in Deutschland keine Spur.

Zum Glück sind Sie so realistisch, keinen Ausbau des Wohlfahrtsstaates zu fordern, denn von diesem haben wir genug - ALG, ALG II, Unterstützung Alleinerziehender, kostenlose Kitas in einigen Bundesländern, kein Schulgeld, Heizungsbeihilfen, ... die Liste ist endlos. Unser Sozialstaat bietet jdem ausreichende (finanziell) Mittel, um Leben zu können. Möchte man mehr als "nur" zu Leben, möchte man Annehmlichkeiten haben, in gewissem Maß auch "Luxus" (wie immer man diesen definiert) genießen, dann muss man Leistung und Einsatzbereitschaft zeigen und darf sich nicht auf die per Gießkanne verteilten Alimentationen des Staates hoffen.
Meine Eltern sagten mir früher immer, wenn ich etwas erreichen möchte, soll ich "in die Gänge kommen". Dieses Erziehungsprinzip der Eigenverantwortung hat mir nicht geschadet und würde einem Großteil derer, die immer nur am Jammern sind (trotz staatlich subventioniertem Pay-TV), auch zu einem besseren Auskommen helfen.

Die sogenannten "Spekulanten", die Ihrer Ansicht nichts anderes im Sinn haben, als die Bevölkerung zu schröpfen und ihre eigenen Taschen zu füllen, sind auch nur Menschen, die durch Engagement, Fleiß, irgendwelcher Fügung oder schlicht durch "Vitamin B" in ihre Posten gekommen sind. Diese Leute sind ihrem Unternehmen und ihren Anteilseignern verpflichtet und machen nur ihre Arbeit. Die linksgerichtete Politik nutzt diesen Umstand lediglich aus, um einen Schwarzen Peter zu konstruieren und auf Kosten der wirklich Benachteiligten Wählerstimmen zu generieren.

Einen Letzten habe ich noch ... die 60 Milliarden Euro, von denen Sie sprachen. Dieses Geld landet natürlich nicht direkt bei den Otto-Normalverbrauchern. Das Geld fließt über die Notenbanken in die Wirtschaftskreisläufe vor allem der Länder, die die Grundsätze des europäischen Finanzsystems mit Füßen treten. Geht es der Wirtschaft gut, entstehen Arbeitsplätze, gibt es (Folge-) Aufträge, fließt Geld in die Sozialsysteme und der Staat kann Wohltaten verteilen. Diese gibt es nicht für jeden, das sollte klar sein. Diese Wohltaten sollten zielgerichtet eingesetzt werden, leider schafft es unsere Politik nicht, das Geld im Land zielgerichtet zu verteilen. Da wird von Milliarden für Projekt X oder Steuergeschenk Y geschwärmt, unterm Strich bleiben für die Bürger drei Euro fuffzig pro Jahr - tolle Wohltat, aber "Milliarde" hört sich halt wirklich super an.

Dies jedoch als ausschlaggebend für Links- oder Rechtspopulismus zu sehen, halte ich für weit hergeholt. Extreme Ansichten kommen dann auf, wenn einem übel mitgespielt wird oder wenn man belogen wird. Betroffenheit schlägt in Frust um, aus Frust wird Wut - das ist es was hierzulande seit Jahren passiert. Unsere Politiker sind nicht ehrlich uns gegenüber, das betrifft viele Bereiche: Migration, Verkehr, Militär, Innere Sicherheit, Schulsystem, Infrastruktur, ... Haben Sie schon mal einen Politiker gehört, der schonungslos ehrlich Defizite offenlegt? Da wird schwadroniert und herumgeeiert. Wenn dann jemand doch offenlegt, woran es in diesem Land krankt und was die Menschen bewegt ... dann gibts einen mit der linken oder rechten Keule. Schade, Konstruktivität sieht anders aus!

Schönes Wochenende allen Lesern und auch Ihnen Herr/Frau Leguan!

derleguan

Typisch für unsere kapitalistische Industriegesellschaft ist die soziale Ungleichheit. Produktionsmittel wie Fertigungshallen, Maschinen, Büroausstattungen konzentrieren sich bei Unternehmern. Arbeitnehmer sind weitgehend mittellos, können nur durch ihre Arbeitskraft Geld verdienen. Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus nützlich. Die mittellosen Arbeitnehmer versuchen mehr zu leisten und damit den anderen Arbeitnehmern zeigen, was ihnen droht, wenn sie sich nicht an die Regeln der Leistungsgesellschaft, in diesem Falle der Konkurrenzgesellschaft halten. Richtig reich wird man durch Ausbeutung der Arbeitskraft vieler anderer Menschen, oder durch eine Erbschaft. Neuerdings vielleicht noch durch groß angelegte Spekulation im Spielkasino der Finanzmärkte. Politik sollte hier zu gunsten aller Staatsbürger regulierend einwirken. Das geht allerdings nicht mehr, wenn Untenehmereliten mächtiger sind als Politiker, diese in der Hand haben. Dann diktieren sie den Politikern, wie die ihre Arbeit zu verrichten haben. Gute Politiker erkennt man heutzutage daran, wie unabhängig sie von mächtigeren sind, und es nicht nur lediglich vorgeben. 

Die Managergehälter steigen in 2017+18 weiter:
"Mill McDermott (SAP) 20,5 Mio € Jahresgehalt, ca. 1,7085 Mio € pro Monat
Dieter Zetsche (Daimler) 13,0 Mio € Jahresgehalt, ca. 1,085 Mio € pro Monat
Kurt Bock (BASF) 9,8 Mio € Jahresgehalt, ca. 0,816 Mio € pro Monat
Matthias Müller (VW) 9,7 Mio € Jahresgehalt, ca. 0,808 Mio € pro Monat
Joe Kaeser (Siemens) 9,6 Mio € Jahresgehalt, ca. 0,80 Mio € pro Monat"
Zumindest Matthias Müller muss wie sein Vorgänger Herr Winterkorn mit dem Dieselskandal außerordentlich Großes geleistet haben - zumindest sehen das die so, die auch heute noch an das Märchen der Leistungsgesellschaft glauben. Und hierbei handelt es sich nicht lediglich um ein paar FDP Wähler.

hannes67

derleguan schrieb am 11.10.2019 um 16:20

Typisch für unsere kapitalistische Industriegesellschaft ist die soziale Ungleichheit. Produktionsmittel wie Fertigungshallen, Maschinen, Büroausstattungen konzentrieren sich bei Unternehmern. Arbeitnehmer sind weitgehend mittellos, können nur durch ihre Arbeitskraft Geld verdienen. Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus nützlich. Die mittellosen Arbeitnehmer versuchen mehr zu leisten und damit den anderen Arbeitnehmern zeigen, was ihnen droht, wenn sie sich nicht an die Regeln der Leistungsgesellschaft, in diesem Falle der Konkurrenzgesellschaft halten. Richtig reich wird man durch Ausbeutung der Arbeitskraft vieler anderer Menschen, oder durch eine Erbschaft. Neuerdings vielleicht noch durch groß angelegte Spekulation im Spielkasino der Finanzmärkte. Politik sollte hier zu gunsten aller Staatsbürger regulierend einwirken. Das geht allerdings nicht mehr, wenn Untenehmereliten mächtiger sind als Politiker, diese in der Hand haben. Dann diktieren sie den Politikern, wie die ihre Arbeit zu verrichten haben. Gute Politiker erkennt man heutzutage daran, wie unabhängig sie von mächtigeren sind, und es nicht nur lediglich vorgeben. 

Die Managergehälter steigen in 2017+18 weiter:
"Mill McDermott (SAP) 20,5 Mio ? Jahresgehalt, ca. 1,7085 Mio ? pro Monat
Dieter Zetsche (Daimler) 13,0 Mio ? Jahresgehalt, ca. 1,085 Mio ? pro Monat
Kurt Bock (BASF) 9,8 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,816 Mio ? pro Monat
Matthias Müller (VW) 9,7 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,808 Mio ? pro Monat
Joe Kaeser (Siemens) 9,6 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,80 Mio ? pro Monat"
Zumindest Matthias Müller muss wie sein Vorgänger Herr Winterkorn mit dem Dieselskandal außerordentlich Großes geleistet haben - zumindest sehen das die so, die auch heute noch an das Märchen der Leistungsgesellschaft glauben. Und hierbei handelt es sich nicht lediglich um ein paar FDP Wähler.

Werter Herr/Frau Leguan,
was haben Ihre Einlassungen mit dem eigentlichen Thema der Leserbiefschreiberin oder meiner Antwort auf Ihren vorigen Beitrag zu tun?

Sie lassen sich immer und immer wieder über die scheinbare Ungerechtigkeit dieser Welt aus. Ihren Ausführungen nach, herrschen nur dann gerechte Verhältnisse, wenn es keine Herrschaft mehr gibt. Wissen Sie, wonach das klingt? Ich wette Sie kommen darauf ...

So etwas nannte man "Herrschaft des Proletariats", ist eine "Erfindung" des Beginns des 20. Jahrhunderts und scheiterte krachend nicht einmal hundert Jahre später und ist heute bis auf wenige Flecken komplett von dieser Erde verschwunden. Und übrigens: Auch in diesem System gibt es eine brutal kleine Minderheit, die sich die Taschen vollstopft und in Saus und Braus lebt, während der Rest der Bevölkerung Mangel leidet. Sagen Ihnen DDR, Sowjetunion oder Korea etwas?

Das sollte auch Ihr Weltbild endlich wieder zurecht rücken!
Übrigens: Wie ich Ihnen schon vor eingien Wochen geschrieben habe, gönne ich den von Ihnen genannten Herren ihre Gehälter.

Freundliche Grüße, schönes Wochenende!
Ich melde mich aus diesem Gespräch ab.

Karin Hofmann

derleguan schrieb am 11.10.2019 um 16:20

Typisch für unsere kapitalistische Industriegesellschaft ist die soziale Ungleichheit. Produktionsmittel wie Fertigungshallen, Maschinen, Büroausstattungen konzentrieren sich bei Unternehmern. Arbeitnehmer sind weitgehend mittellos, können nur durch ihre Arbeitskraft Geld verdienen. Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus nützlich. Die mittellosen Arbeitnehmer versuchen mehr zu leisten und damit den anderen Arbeitnehmern zeigen, was ihnen droht, wenn sie sich nicht an die Regeln der Leistungsgesellschaft, in diesem Falle der Konkurrenzgesellschaft halten. Richtig reich wird man durch Ausbeutung der Arbeitskraft vieler anderer Menschen, oder durch eine Erbschaft. Neuerdings vielleicht noch durch groß angelegte Spekulation im Spielkasino der Finanzmärkte. Politik sollte hier zu gunsten aller Staatsbürger regulierend einwirken. Das geht allerdings nicht mehr, wenn Untenehmereliten mächtiger sind als Politiker, diese in der Hand haben. Dann diktieren sie den Politikern, wie die ihre Arbeit zu verrichten haben. Gute Politiker erkennt man heutzutage daran, wie unabhängig sie von mächtigeren sind, und es nicht nur lediglich vorgeben. 

Die Managergehälter steigen in 2017+18 weiter:
"Mill McDermott (SAP) 20,5 Mio ? Jahresgehalt, ca. 1,7085 Mio ? pro Monat
Dieter Zetsche (Daimler) 13,0 Mio ? Jahresgehalt, ca. 1,085 Mio ? pro Monat
Kurt Bock (BASF) 9,8 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,816 Mio ? pro Monat
Matthias Müller (VW) 9,7 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,808 Mio ? pro Monat
Joe Kaeser (Siemens) 9,6 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,80 Mio ? pro Monat"
Zumindest Matthias Müller muss wie sein Vorgänger Herr Winterkorn mit dem Dieselskandal außerordentlich Großes geleistet haben - zumindest sehen das die so, die auch heute noch an das Märchen der Leistungsgesellschaft glauben. Und hierbei handelt es sich nicht lediglich um ein paar FDP Wähler.

Hallo Leguan, ein Satz in Ihren Posts hat mich nachdenklich gemacht, dieser hieß:

"Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus wichtig".Immer wieder zeigen Sie uns auf, wie schlecht Kapitalismus ist. Resumee:

Sie lehnen also Kapitalismus ab. Er wird einfach deklariert:

Ka·pi·ta·lis·mus
/Kapitalísmus/
Substantiv, maskulin [der]
eine Form der Wirtschaft und Gesellschaft auf der Grundlage des freien Wettbewerbs und des Strebens nach Kapitalbesitz des Einzelnen

Anscheinend sind Sie dann für Sozialismus. Er wird definiert:

So·zi·a·lis·mus
/zot͜si̯aˈlɪsmʊs,Sozialísmus/
Substantiv, maskulin [der]
1.
[ohne Plural] (nach Karl Marx die dem Kommunismus vorausgehende) Entwicklungsstufe, die auf gesellschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produktionsmittel und eine gerechte Verteilung der Güter an alle Mitglieder der Gemeinschaft hinzielt
"DDR der real existierende Sozialismusder [in den sozialistischen Ländern] verwirklichte Sozialismus"

Wenn Sie unseren Kapitalismus so verteufeln sind sie wohl für den Sozialismus a la DDR? Marxismus? Nun, Herr/Frau Leguan, jetzt haben Sie sich endlich geoutet. Es paßt ja auch zu meinem Leserbrief und den DDR-Wurzeln des Bündnis90/der Grünen.  

Nein, trotz den Wählerstimmen für die Grünen: Sozialismus und Marxismus wollen wir in Deutschland nicht!



Karin Hofmann

derleguan schrieb am 11.10.2019 um 16:20

Typisch für unsere kapitalistische Industriegesellschaft ist die soziale Ungleichheit. Produktionsmittel wie Fertigungshallen, Maschinen, Büroausstattungen konzentrieren sich bei Unternehmern. Arbeitnehmer sind weitgehend mittellos, können nur durch ihre Arbeitskraft Geld verdienen. Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus nützlich. Die mittellosen Arbeitnehmer versuchen mehr zu leisten und damit den anderen Arbeitnehmern zeigen, was ihnen droht, wenn sie sich nicht an die Regeln der Leistungsgesellschaft, in diesem Falle der Konkurrenzgesellschaft halten. Richtig reich wird man durch Ausbeutung der Arbeitskraft vieler anderer Menschen, oder durch eine Erbschaft. Neuerdings vielleicht noch durch groß angelegte Spekulation im Spielkasino der Finanzmärkte. Politik sollte hier zu gunsten aller Staatsbürger regulierend einwirken. Das geht allerdings nicht mehr, wenn Untenehmereliten mächtiger sind als Politiker, diese in der Hand haben. Dann diktieren sie den Politikern, wie die ihre Arbeit zu verrichten haben. Gute Politiker erkennt man heutzutage daran, wie unabhängig sie von mächtigeren sind, und es nicht nur lediglich vorgeben. 

Die Managergehälter steigen in 2017+18 weiter:
"Mill McDermott (SAP) 20,5 Mio ? Jahresgehalt, ca. 1,7085 Mio ? pro Monat
Dieter Zetsche (Daimler) 13,0 Mio ? Jahresgehalt, ca. 1,085 Mio ? pro Monat
Kurt Bock (BASF) 9,8 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,816 Mio ? pro Monat
Matthias Müller (VW) 9,7 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,808 Mio ? pro Monat
Joe Kaeser (Siemens) 9,6 Mio ? Jahresgehalt, ca. 0,80 Mio ? pro Monat"
Zumindest Matthias Müller muss wie sein Vorgänger Herr Winterkorn mit dem Dieselskandal außerordentlich Großes geleistet haben - zumindest sehen das die so, die auch heute noch an das Märchen der Leistungsgesellschaft glauben. Und hierbei handelt es sich nicht lediglich um ein paar FDP Wähler.

Bündnis90/die Grünen entstand auch durch Petra Kelly und Gert Bastian. Hier seine militärische Laufbahn im 2. Weltkrieg. Offizier und Feldwebel. Ja, das sind die Anfänge des Bündnis90/die Grünen nach der Maueröffnung. Hat schon ein "Gschmäckle".

https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Bastian

Karin Hofmann

Karin Hofmann schrieb am 12.10.2019 um 10:39

Hallo Leguan, ein Satz in Ihren Posts hat mich nachdenklich gemacht, dieser hieß:

"Armut und die Angst vor ihr sind für den Fortbestand des Kapitalismus wichtig".Immer wieder zeigen Sie uns auf, wie schlecht Kapitalismus ist. Resumee:

Sie lehnen also Kapitalismus ab. Er wird einfach deklariert:

Ka·pi·ta·lis·mus
/Kapitali?smus/
Substantiv, maskulin [der]
eine Form der Wirtschaft und Gesellschaft auf der Grundlage des freien Wettbewerbs und des Strebens nach Kapitalbesitz des Einzelnen

Anscheinend sind Sie dann für Sozialismus. Er wird definiert:

So·zi·a·lis·mus
/zot?si?a?l?sm?s,Soziali?smus/
Substantiv, maskulin [der]
1.
[ohne Plural] (nach Karl Marx die dem Kommunismus vorausgehende) Entwicklungsstufe, die auf gesellschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produktionsmittel und eine gerechte Verteilung der Güter an alle Mitglieder der Gemeinschaft hinzielt
"DDR der real existierende Sozialismusder [in den sozialistischen Ländern] verwirklichte Sozialismus"

Wenn Sie unseren Kapitalismus so verteufeln sind sie wohl für den Sozialismus a la DDR? Marxismus? Nun, Herr/Frau Leguan, jetzt haben Sie sich endlich geoutet. Es paßt ja auch zu meinem Leserbrief und den DDR-Wurzeln des Bündnis90/der Grünen.  

Nein, trotz den Wählerstimmen für die Grünen: Sozialismus und Marxismus wollen wir in Deutschland nicht!



Und last and least, werter Leguan:

Sollten Ihnen Kapitalismus oder Sozialismus noch nicht zusagen, es gibt auch den Kommunismus:

Kom·mu·nis·mus
/kɔmuˈnɪsmʊs,Kommunísmus/
Substantiv, maskulin [der]
1.
nach Karl Marx die auf den Sozialismus folgende Entwicklungsstufe, in der alle Produktionsmittel und Erzeugnisse in das gemeinsame Eigentum der Staatsbürger übergehen und alle Klassengegensätze überwunden sind
2.
politische Richtung, Bewegung, die sich gegen den Kapitalismus wendet und eine zentral gelenkte Wirtschafts- und Sozialordnung verficht
"der internationale Kommunismus".

Nachdem unsere "Kommunen" jetzt anscheinend enteignen wollen für das "Allgemeinwohl" und SIE dies auch noch für rechtens finden, denke ich, daß diese politische Richtung, aufgrund Ihrer Argumente in Ihren threats, am ehesten auf Sie zutrifft. Wir sind ein freiheitliches Land, ja: Im Kapitalismus. So soll es bleiben. 

Ich beende hiermit weitere "Resozialisierungsmaßen" Ihres Denkens und Handelns und verabschiede mich zu diesem Thema.