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Aalbäumle oder Stehtribüne im Waldstadion – oder beides?

In der letzten Woche habe ich die Berichte in der Schwäbischen Post über die Projekte Stehtribüne im Waldstadion und/oder Infrastruktur für unseren Hausberg, das Aalbäumle, mit zwiespältigen Gefühlen gelesen. Für mich stellt sich beim Projekt Stehtribüne folgende Frage: Warum benötigt das Waldstadion im Osten eine Stehtribüne für meines Wissens 600 bis 800 anscheinend treueste Fans des VfR und das auch noch für 173 000 Euro? Soweit mir bekannt ist hat das Waldstadion ein Fassungsvermögen für 10 000 bis 12 000 Zuschauer.

Im Durchschnitt hatte der VfR in der 3. Liga 3500 bis 4000 Zuschauer und jetzt in der aktuellen 4. Liga 2500 bis 3000. Das heißt doch, das circa 70 Prozent der Zuschauerplätze leer waren bzw. sind. Die 600 bis 800 treuesten Fans des VfR könnten doch mit ein bisschen guten Willen und Organisationstalent problemlos an der Seite der Nordtribüne Richtung Osten untergebracht werden. Kosten = 0 Euro minimal. Dann könnte man mit dem eingesparten Geld endlich

die schon seit mindestens 30 Jahren überfällige Infrastruktur an unserem Hausberg, dem Aalbäumle, finanzieren. In der heutigen Zeit ist es doch untragbar,

dass ein Pächter bei der Bewirtschaftung der Aalbäumlehütte das Wasser sozusagen mit Eimern hochtragen muss, keinen Abwasseranschluss und keinen Stromanschluss hat. Auch die jetzigen Toiletten sind nicht tragbar. Jeder weiß doch, warum Frau Birkhold letztendlich gekündigt hat. Das beste wäre natürlich,wenn die Stadt Aalen beide Projekte finanzieren könnte. Kann sie das aber nicht, dann ist für mich das Projekt Aalbäumle, absolut vorrangig zu finanzieren.

© Gmünder Tagespost 13.10.2019 20:43
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Kommentare

Philipp Scherer

@Josef Hüttel:

Im Gegensatz zu einem anderen Zweitliga-Stadion 25 km südlich von Aalen, sind in der Aalener Ostalb-Arena keine, ich wiederhole keine Stehplätze baulich überdacht.
Wenn du den ca. 800 treuen Fans und Schülern den Differenzbetrag drauf legst, den der Eintritt auf die überdachte Sitz-Tribüne teurer ist, kann man die Stehtribüne gerne weglassen ...
Die mobile Tribüne kommt die Stadt jedenfalls deutlich günstiger als der Aufwand, die Stehplätze im Stadion fest zu überdachen.
Und zum Thema Aalbäumle: Nun ja, die Wasseralfinger und Hofener bekommen ja nun ihre Aussichtsplattform auf dem Braunenberg (ehemalige Drachenrampe), von da hat man auch einen guten Überblick. Wer braucht dann noch das Aalbäumle?