Lesermeinung

Zum Thema VfR Aalen

Seit wenigen Wochen hat der Deutsche Fußballbund (DFB) mit dem gewählten Winzer und Grossgastronom Fritz Keller aus Freiburg einen neuen Präsidenten an der Spitze des mit 7,1 Millionen Mitglieder starken Fussballverbandes. Bei seiner Antrittrede kündigte er Strukturveränderungen und Verbesserungen im DFB an und will den Konflikt zwischen Profis und Amateuren mit einem „Werte-Kanon“ umsetzen.
Tatsache ist dabei, dass seit Jahren fehlender Wettbewerb in der Fussball-Bundesliga montiert wird. Schuld daran ist das Liebe Geld. Es ist nämlich ungleich verteilt. Dabei wäre ein möglicher Schlüssel zu mehr Gerechtigkeit die bessere Verteilung von Fernsehgeldern. Doch davon ist die Bundesliga aktuell jedoch meilenweit entfernt.
So bekommt der Branchenprimus aus München über 45 Millionen Euro überwiesen. Das ist mehr Geld als Paderborn, Düsseldorf, Union Berlin, Freiburg, Bremen, Köln, Augsburg und Hoffenheim zusammen generieren – nämlich rund 42 Millionen Euro.
Zu beklagen ist daher, dass bei der Verteilung der finanziellen Ressourcen/Gewinne in den unteren Ligen/geschweige Amateur-Vereinen wenig bis nichts ankommt.
Die „Einheit des Deutschen Fussballs“ im DFB wird auch unter einem Präsidenten Keller nur gelingen, wenn die Amateurvereine endlich vom „Katzentisch“ wegkommen und mehr Beachtung und finanzielle Unterstützung erhalten. Denn gerade in den Amateurvereinen wird nicht nur eine sehr gute und vorzeigbare Jugendarbeit geleistet, sondern auf ihr bereits ehrenamtliches Engagement kann und darf jede Gemeinde und Stadt Stolz sein. Handeln ist daher mit dem neuen Präsidenten Fritz Keller angezeigt.
Karl Maier
Unterkochen

© Gmünder Tagespost 14.10.2019 16:01
407 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.