Lesermeinung

Zum Artikel „Pilotkunde geht ans schnelle Netz“ am 8. Oktober:

Endlich freudige Nachrichten aus der Ostälblerischen Cyber- Welt – das Thema „Backbone“ wurde vor lauter Klimaschutz fast vergessen. Nun wird endlich angeschlossen, denn vielerorts ist es schon eine gefühlte Ewigkeit verlegt – und da liegt es. Manch einer hat den verheißungsvollen Versprechungen der Dorfoberhäupter Glauben geschenkt und seinen Jahrzehnte alten Telefonvertrag von der „Deutschen Post“ voller Vorfreude auf den Tag X gekündigt. Nur war dieser Tag ein Satz mit „niX“. Nun hilft man sich mit allerlei Notlösungen. Bei Nachfrage wird man eh nur vertröstet oder weitergeleitet. Überhaupt macht es wenig Sinn, kilometerweise Kabel zu verlegen. Bei 15 Kilometer sind wir bei einem ganzen Hektar Fläche, der tief umgegraben wurde. Kein Landwirt würde hektarweise das Unterste nach oben holen. Umwelttechnisch eine Katastrophe (wo sind da die vielen Klimaschützer?), mal ganz abgesehen von den immensen Kosten. Aber da hat sich so manch ein Schultheiß wieder verlocken lassen von den versprochenen 95 Prozent Zuschuss von Bund und Land – leider noch nicht auf deren Konten! Viel besser wäre es, endlich das Mobilfunknetz auszubauen. Strahlung ist kein Argument – die haben wir eh schon. Für die Landwirte ein echter Vorteil. Denn was nützt ihm ein schnelles Internet an seiner Milchkanne auf dem Hof oder in der guten Stube, wenn er mit dem Trecker auf dem Acker ist und die Schweinestalllüftung oder der Melkroboter oder die Biogasanlage will ihn bei einer Störung anrufen und der Bauer hat (mal wieder) kein Netz?!

© Gmünder Tagespost 14.10.2019 22:29
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