Lesermeinung

Ich nehme Bezug auf... Die Situation des VfR Aalen

„Wieder ordentlich gespielt, aber leider uneffektiv in der Chancenverwertung. Trotzdem sind wir auf einem guten Weg.“ Solche und ähnlich schönfärbende und optimistisch klingende Statements sind seit Wochen der Tenor aus dem Munde eines Herrn Roland Seitz, der sich auf allerlei Ausflüchte zu kaprizieren versteht, wobei er ganz im Mantra-Modus die prekäre sportliche Situation relativiert, auf die Verletztenmisere hinweist und – mannschaftspsychologisch kontraproduktiv – selbst einen mittelmäßigen Gegner stark redet. Leider bläst die Lokalpresse allzu oft in dasselbe Horn (...), anstatt resolut Klartext zu reden und den Finger in die seit langem schwärenden Wunden zu legen.

Fakt ist doch, dass sich der VfR infolge klammer Kassen keinen konkurrenzfähigen Kader mehr leisten kann und „kostengünstige“ Notverpflichtungen tätigen muss. Symptomatisch für den maroden Gesamtzustand sind die personelle Ausblutung des operativen Sektors und die Auflösungserscheinungen im vereinsinternen Umfeld.

Machen wir uns daher nichts vor: Der einstige Renommierclub vom Rohrwang ist längst kein überregionales Aushängeschild mehr und wird über kurz oder lang den Bach runter gehen. In spätestens zwei bis drei Jahren gibt es das Stadtmeisterschaftsderby VfR gegen Hofherrnweiler.

Angesichts dieses kontinuierlichen Abwärtstrends ist es eine „Farce hoch drei“, eine Wellblechtribüne mit einer Kapazität von 1000 (!) Fans zu installieren. Schilda lässt grüßen!

© Gmünder Tagespost 16.10.2019 19:17
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