Unsichtbare und oft unbemerkte Gefahr

Zum Welt-Osteoporosetag am 20. Oktober weisen Osteoporosespezialist Dr. Jürgen Wacker und Regine Wilky von der Gmünder Osteoporose-Selbsthilfegruppe (OSO) auf Risiken und Behandlungsmöglichkeiten hin.
  • Regine Wilky und Dr. Jürgen Wacker. Foto: aro

Schwäbisch Gmünd. In der Regel sieht man den Betroffenen die Krankheit nicht an. Osteoporose ist eine Krankheit, die mit dem Verlust von Knochensubstanz verbunden ist und heute zu den häufigsten Erkrankungen des Knochengerüstes zählt. Die „Knochenbrecherin“ macht sich häufig erst bemerkbar, wenn bei einer banalen Bewegung, oder einfach aus „heiterem Himmel“, Knochen oder gar Wirbelkörper der Wirbelsäule brechen.

„Osteoporose ist sehr gut therapierbar, die Knochenbruchrate lässt sich dadurch deutlich senken“, erläutert der Gründer der Selbsthilfegruppe und Osteoporosespezialist und rät risikobelasteten Frauen ab 50 Jahren und Männern ab 60 Jahren zu einer frühzeitigen vorsorglichen Knochendichtemessung und einem Risiko-Assessment. Viele Faktoren begünstigen das Auftreten der Krankheit, dazu gehören Schilddrüsenerkrankungen, bestimmte Medikamente, die Ernährung und oftmals eine genetische Veranlagung.

Lebensverändernde Krankheit

Der Schwund der Knochendichte und die damit verbundenen Knochenbrüche bedeuten für die Patienten eine „lebensverändernde Erkrankung“, erklärt Dr. Wacker. Jährlich werden in der Bundesrepublik Deutschland rund 140 000 Oberschenkelhalsbrüche durch die heimtückische „Knochenbrecherin“ ausgelöst, „innerhalb von zwölf Monaten liegt danach die Sterblichkeitsrate bei über zwanzig Prozent“, mahnt der erfahrene Orthopäde Dr. Wacker. Die Knochendichtemessung wird bei Dr. Wacker, mit dem DEXA Messgerät, mit schwachen Röntgenstrahlen durchgeführt und ist absolut schmerzfrei, wird aber leider von den gesetzlichen Krankenkassen häufig nicht übernommen.

Als einziges ambulantes osteologisches Schwerpunktzentrum im Ostalbkreis wurde die Praxis Dr. Wacker zum wiederholten Mal zertifiziert. Als Leiter des Qualitätszirkels Osteoporose für Ärzte ist Dr. Wacker ein kompetenter Facharzt zum Thema Knochenschwund. Regine Wilky kann in der OSO eine Tendenz zu immer jüngeren Betroffenen feststellen. Regine Wilky und Dr. Jürgen Wacker raten neben einer frühzeitigen Untersuchung zum Besuch der Osteoporose Selbsthilfegruppe. aro

© Gmünder Tagespost 18.10.2019 19:40
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