Lesermeinung

Zum Artikel „Der Pionier der ersten Rampe“ in der SchwäPo am 5. November.

Das geht gar nicht! Wehe dem, der ein Gutachten dafür durchwinkt. Die besagte Lokalität ist kartiertes FFH-Gebiet. Kartiert wird da einfach so. Und nicht nur dort, sondern auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen.

Sowas kommt fast einer Enteignung gleich. Denn mit der Erfassung bzw. Kartierung liegen auf dem Fleckle Erdboden strengste Bewirtschaftungsauflagen. Diese werden dann ständig von Behörden des ansässigen Landratsamtes genauestens überwacht und überprüft. Kommt es zu der kleinsten Ungereimtheit, werden die Bewirtschafter, meist sind es Landwirte, in die Pflicht genommen. Oft wird sogar wird ein Bußgeld verhängt oder gibt es Abzüge von den Direktzahlungen. Eine Bebauung solcher Flächen ist selbst für privilegierte Landwirte nicht möglich.

Deshalb darf hier nicht mit zweierlei Maß gemessen werden! Gleiches Recht für alle! Kein unkontrollierter, ökologisch unüberwachter Bau. Denn sonst lassen sich die Landwirte auch ein „Gutachten“ ausstellen und – schwupps – weg ist die Belastung auf dem eigenem Grund und Boden.

© Gmünder Tagespost 08.11.2019 11:03
127 Leser
Ist dieser Artikel lesenswert?
Kommentar schreiben
Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben.