Gute regionale Zukunftschancen

Die IHK Ostwürttemberg, mit Michaela Eberle an der Spitze, hat die Ergebnisse des Prognos Zukunftsatlas 2019 für die Region ausgewertet. Dabei zeigt sich, dass Ostwürttemberg gute Zukunftschancen bietet.
  • Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg. Foto: IHK

Der PROGNOS „Zukunftsatlas“ analysiert 29 Einzelindikatoren zu den vier Themenfeldern „Demografie“, „Wohlstand und soziale Lage“, „Arbeitsmarkt“ sowie „Wettbewerb und Innovation“. Bei der Demografie fließt beispielsweise der Wanderungssaldo junger Erwachsener ein, beim Arbeitsmarkt der Anteil hochqualifizierter Beschäftigter und dessen Veränderung. 20 dieser Indikatoren fließen in den „Teilindex Stärke“ ein, der die gegenwärtige sozioökonomische Lage einer Region bewertet. Die neun restlichen Indikatoren bilden den „Teilindex Dynamik“, der das Veränderungstempo dieser Situation bewertet.

Leichte bis hohe Chancen für die Zukunft

Der Ostalbkreis erreicht im Ranking Platz 59 von 401 und liegt damit sogar vor Berlin, das es nur auf Platz 93 geschafft hat. Somit bietet der Ostalbkreis in 2019 gemäß der Studie „hohe Chancen“ für die Zukunft. In der Betrachtung der Drei-Jahres-Perspektive zeigt sich hierbei eine leichte Steigerung. So verbessert sich der Ostalbkreis im aktuellen Ranking im Vergleich zum Jahr 2016 (Platz 69) um ganze zehn Plätze. Die Zukunftschancen des Landkreises lagen jedoch bereits vor drei Jahren im hohen Bereich.

Der Landkreis Heidenheim belegt Platz 124 von 401 und bietet „leichte Chancen“ für die Zukunft. Hierbei zeigt sich jedoch in der Drei-Jahres-Perspektive eine deutliche Verbesserung. So lag der Landkreis Heidenheim 2016 noch auf Platz 167 und damit ganze 43 Plätze weiter hinten als aktuell. Zudem haben sich die Zukunftschancen von „ausgeglichene Chancen/Risiken“ auf „leichte Chancen“ verbessert. Der Landkreis zeigt folglich eine erfreuliche Entwicklung.

Insgesamt ist Ostwürttemberg als Region auf die Zukunft bereits gut vorbereitet, doch ergeben sich auch Potentiale zur Weiterentwicklung, die es zu nutzen gilt. „Mit den Studienergebnissen wird deutlich, dass die Region für morgen schon recht gut aufgestellt ist. Denn gerade in der Vergangenheitsbetrachtung zeigt sich, dass sich Ostwürttemberg schon jeher weiterentwickelt hat, und wenn man so will ‚immer mit der Zeit geht’. Dieses Mindset und die folgliche Entwicklung wollen wir auch weiterhin und in die Zukunft vorantreiben und begleiten und dabei immer unsere regionale Wirtschaft im Fokus haben“, so Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg.

Herausforderungen der Zukunft

Aus Sicht der IHK Ostwürttemberg hat die Region in Zukunft verschiedensten Herausforderungen zu begegnen. Dabei lasse sich der technologische Strukturwandel durch die Elektromobilität und die Digitalisierung nennen. Dieser führe durch die Substitution von Berufsbildern zu Jobverlusten auf der einen und zu Fachkräftemangel auf der anderen Seite. Die durch die Transformationsprozesse entstehenden Qualifizierungslücken müssten durch neue geeignete Qualifizierungsmaßnahmen und lebenslanges Lernen geschlossen werden. Genauso stelle der demografische Wandel eine zunehmende Herausforderung für die Region dar. „Um auf diese Veränderungen angemessen reagieren zu können, ist eine zukunftsfähige stringente Transferstrategie für die Region unerlässlich. Um die Innovationstätigkeiten der Wirtschaft mit den bestehenden Netzwerken der IHK weiterhin zu unterstützen, ist es zudem sinnvoll, Fördermaßnahmen und den Technologietransfer weiter auszubauen und dabei vor allem kleine und mittlere Unternehmen in den Fokus zu nehmen“, so Katrin Mager, Referentin für standortpolitische Themen bei der IHK Ostwürttemberg. Ebenso sollten infrastrukturelle, politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen dem Wandel angepasst werden.

© Gmünder Tagespost 08.11.2019 15:09
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